tiefe Einblicke

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Ajott
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tiefe Einblicke

Beitragvon Ajott » 17. Mär 2013, 19:50

Hi zusammen,

heute habe ich es nochmal bei den Feuerwanzen versucht. Leider war der Himmel gerade zugezogen, als ich ankam, so dass die meisten Wanzen schon wieder halb versteckt unter Laub oder in Ritzen saßen. Nur diese eine bewegte sich noch völlig frei und freizügig. Wie man sieht hat sie ein offensichtliches Problem und damit sicherlich nicht die besten Überlebenschancen. Aber heute war sie zumindest noch recht agil.

Feuerwanzen überwintern in großen Gruppen als erwachsene Tiere in Spalten und Ritzen. Sobald die Temperaturen (teils auch nur lokal) zeitweise Steigen, kommen sie heraus und tanken Sonne. So konnte ich sie an sonnigen Tagen im September genauso beobachten wie an den ersten warmen Tagen nach dem furchtbar grauen Januar.

Fotografisch stellte sich mir mal wieder die Frage: Freistellen oder Schärfentiefe. Das ist bei bodennahen NBs ja doch häufiger ein Problem. Hier mal der Kompromiss, der mir am besten gefallen hat.

liebe Grüße
Aj
Dateianhänge
Kamera: EOS 600 D
Objektiv: Tamron 90
Belichtungszeit: 1/200
Blende: 4,5
ISO: 200
Beleuchtung: bedeckter Mittagshimmel
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG) jpeg
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Höhe): ca 10 %
Stativ: nein
---------
Aufnahmedatum: 17.03.2013
Region/Ort: Ostvorpommern
vorgefundener Lebensraum: Ruderalstandort, haben ihren Unterschlupf ind er Mauer einer Backsteinbaracke
Artenname: Gemeine Feuerwanze (Pyrrhocoris apterus)
NB
sonstiges:
einblick02makro.jpg (382.33 KiB) 4583 mal betrachtet
einblick02makro.jpg
Wer an allem zweifelt sollte darauf achten, dass gesunde Skepsis nicht bald zur blinden Paranoia wird.
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Beitragvon schaubinio » 17. Mär 2013, 20:48

Hey Anja, fehlt dem Krabbler eine Flügeldecke ? Sieht zumindest so aus.Die Aufnahmeposition sagt mir zu.Die Schärfe hast Du gut gelegt.Der ausgehöhlte Körper gibt mir schon zu denken.Immerhin hat das arme Tier es nochmal in's Portal geschafft.Mir gefällt Deine Aufnahme gut.


L.g Stefan
L.g Stefan, der mit dem -f-

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Beitragvon rincewind » 17. Mär 2013, 20:57

Hallo Anja,

ein gutes Dokument. Deinen Kompromiss zwischen ST und Freistellung find ich gut.
Nicht einfach den emsigen Krabbler auf den Punkt scharf zu bekommen.

LG Silvio
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Beitragvon Siegi E » 17. Mär 2013, 21:49

Hallo Anja,

den ABM finde ich klasse und die Schärfe sitzt auf dem Auge.
Bei der Ausrichtung würde ich normalerweise auf Auge und die seitliche Vorderkante scharfstellen. Aber hier wolltest Du die Verletzung dokumentieren und aus dieser Sicht passt Dein Kompromiss sehr gut.
Farblich ist es sehr schön geworden und gefällt mir sehr gut!

LG Siegi
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Beitragvon haraldgall » 18. Mär 2013, 16:57

hallo anja-
ja die feuerwanze sieht schon sehr mitgenommen aus-
das licht empfinde ich schon als recht hart-
die schärfe passt für mich-


gruß harald
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Beitragvon g.j. » 18. Mär 2013, 17:44

hallo anja,
interessant, wir haben in der warmen jahreszeit viele feuerwanzen(besonders am hibiskus), aber um diese zeit habe ich noch nie eine gesehen, obwohl es bei uns auch schon warme tage gab.....aber das arme tierchen mußte wohl eh büssen, dass es so zeitig hervorkroch wenn man die verletzung betrachtet - gute aufnahmeposition, auch schärfe und farben sind schön!
lg, gerti
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Beitragvon Gabriele » 18. Mär 2013, 18:37

Hallo Anja,

ich habe vor zwei Wochen auch schon welche gesehen
aber jetzt ist es leider schon wieder zu kalt für sie.
Gesundheitlich scheint es deiner nicht so gut zu gehen
aber ich hoffe mal das sie trotzdem überlebt.
Dein Kompromiss zwischen Tiefenschärfe und unscharfem
HG finde ich sehr gelungen.

LG Gabriele
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Beitragvon Olli 2 » 18. Mär 2013, 19:48

Hallo Anja,
den von Dir angesprochenen Kompromiss hast Du gut Geschultert,wie ich denke.
Ansonsten ist das was ich sehe schwierig-vor allem für dein Motiv.

LG
Olli
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Beitragvon TU » 18. Mär 2013, 19:57

Hallo Anja,
das war aber ziemlich heftiger, seitlicher Einschlag, den deine Feuerwanze da hinnehmen mußte.
Bei mir sind die im Sommer auch zu Dutzenden auf der Terrasse anzutreffen, jedoch habe ich heuer, trotz warmer Sonnenstrahlen, noch keine entdecken können.
Ich denke, den Kompromiss zwischen Freistellen und Schärfentiefe hast du gut hinbekommen, so wuselig die Kleinen sind.
Gefällt mir gut.

LG tu.
LG Torsten.
Ich seh´ die Welt, wie ich sie seh´!
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Beitragvon Corela » 18. Mär 2013, 20:14

Hallo Anja,

das ist eine interessante Aufnahme, der tiefe Einblick geht schon an die Überlebenschance.
Dein Kompromiss ist gut nach zu vollziehen, scharf muss es schon sein,
mehr ST ist bei diesen flinken Krabblern nciht immer zu machen.
lG
Conny


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„Die Abende im Garten sind so schön, daß ich mich nicht entschließen konnte, mich an den Schreibtisch zu setzen“ – Max Liebermann, 1911.

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