Welches Makroobjektiv?

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Schweizer
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Welches Makroobjektiv?

Beitragvon Schweizer » 14. Aug 2019, 23:18

Ein netter Gruss an alle Foristen hier. :hallo:


Da ich mich seit geraumer Zeit zu der Makrofotografie hingezogen fühle und bereits erste Erfahrungen mit dem Makroobjektiv meines Grossvaters sammeln durfte, bin ich nun auf der Suche nach einem Makroobjektiv für mich selbst.

Ich habe eine SLT-A33 von Sony und bin nun auf der Suche nach einem (gebrauchten) Makroobjektiv.
Mein Grossvater besitzt dieses 100mm 2.8 Makroobjektiv von Minolta welches schon einige Jahre auf dem Buckel hat. http://artaphot.ch/minolta-sony-af/obje ... -f28-macro
Mit der Qualität welche dieses Objektiv abliefert, war ich bisher zufrieden, jedoch muss ich hier einwerfen, dass ich noch ein recht blutiger Anfänger bin und daher nicht in der Lage bin die Leistungsfähigkeit dieses Objektivs mit denen anderer zu vergleichen.

Der Punkt ist, dass ich auf dem Gebrauchtmarkt das selbe Makroobjektiv für 250 Schweizer Franken oder 230 Euros bekommen könnte.

Die Frage lautet nun, ob sich ein solcher Kauf lohnen würde oder ob ich nach einem anderen Objektiv suchen sollte? :pardon:

Präferierte Motive sind Insekten und Blumen, also alles was da in der Makrowelt kreucht und fleucht. :DD
Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich mir eventuell auch noch einen Makroschlitten anschaffen, damit ich mich auch dem Stacking zuwenden kann. Dies nur als Randnotiz, falls es Einfluss auf die Wahl des Objektivs haben sollte.

So, danke das ihr meinen Text durchgelesen habt und freue mich schon auf eure Antworten.

Liebe Grüsse aus der Schweiz, euer Daniel
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Beitragvon ULiULi » 19. Aug 2019, 10:42

Hallo Daniel,

willkommen im Forum.

Überraschenderweise unterscheiden sich Makroobjektive in der reinen Abbildungsqualität nicht so sehr voneinander. So richtig schlechte gibt es m.E. gar nicht.
Um 100 mm Brennweite sind prima Allrounder. Damit machst Du kaum etwas falsch. In der täglichen Praxis ist allerdings eine Stativschelle sehr, sehr nützlich um mit einem Dreh vom Quer- ins Hochformat zu wechseln. Und das schränkt die Auswahl bei den Hundertern erheblich ein. Aus diesem Grund liegt mein 90er Tamron viel herum, seit ich ein 150er Sigma habe. Wenn Du ohne Stativ fotografieren willst, ist das allerdings kein Argument.

Mit Sonys kenne ich mich kaum aus. Daher bleibe ich mal bei diesen allgemeinen Tipps :)
Das verlinkte Objektiv ist sicher nicht schlecht und ziemlich preisstabil sind die Teile auch. Du wirst es also für einen ähnlichen Preis auch wieder los, wenn sich Deine Bedürfnisse später mal woanders konkretisieren sollten.

Poste gerne mal ein Foto im Portal.
Das geht auch nicht so leicht unter wie ein Beitrag in einem technischen Unterforum ;)

LG / ULi
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Beitragvon Schweizer » 19. Aug 2019, 20:07

Grüss dich Uli,

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. :admin:

Ich wusste bis vor deinem Beitrag gar nicht, dass es Stativschellen gibt und welchen Sinn und Zweck sie denn erfüllen. :swoon:
Aber wer weiß, vielleicht werde ich mit der Zeit mehr Wert auf ein Stativ legen und dann wird mir dein Rat hier sehr nützlich sein. :-)
Bitte steinigt mich nicht, aber ist es nicht ein Tabu in Hochformat zu fotografieren, oder bezieht sich dies nur auf Smartphones? :DD

Wie dem auch sei, deine Antwort ist wirklich sehr hilfreich für mich, da ich ansonsten keine Ahnung gehabt hätte, ob ich da einen guten oder einen schlechten Kauf tätigen würde mit dem Objektiv.

Bilder werde ich natürlich gerne ins Forum stellen, sofern mir denn ein paar Ansehnliche gelingen sollten, versteht sich. :DD

LG Daniel
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Beitragvon fossilhunter » 19. Aug 2019, 20:43

Schweizer hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich mir eventuell auch noch einen Makroschlitten anschaffen, damit ich mich auch dem Stacking zuwenden kann.


Die Sinnhaftigkeit eines Makroschlittens sehe ich definitiv nicht auf die Möglichkeit beschränkt, damit (manuelle) Stacks zu realisieren.
Mittlerweile bieten immer mehr Kamerahersteller die Stackfunktion als SW-funktion an (verändern des Fokus mittels SW).

Ich habe einige Zeit der Makrofotografie ohne Schlitten gefrönt ... es macht aber einfach keinen Spass das Stativ auf einem Untergrund mit vielen Pflanzen im Millimterbereich zu bewegen ... irgendein Grashalm (oder anderes Gewächs hat sich sich um das eine oder andere Stativbein gewickelt). Da ist es schon um vieles komfortabler die Position der Kamera mit dem Schlitten zu verändern ...

lg

Karl
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Beitragvon ULiULi » 19. Aug 2019, 22:02

Schweizer hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Bitte steinigt mich nicht, aber ist es nicht ein Tabu in Hochformat zu fotografieren, oder bezieht sich dies nur auf Smartphones? :DD

:)
Hallo Daniel,

womöglich war die Frage nicht ganz ernst gemeint, aber ich will sie dennoch beantworten. Hoch- und Querformat sind für mich in erster Linie Gestaltungsmittel; grundsätzlich vermittelt ein Querformat immer eine gewisse Distanz und Weite, während ein Hochformat für mehr Nähe sorgt. Ein Tabu kommt daher in dieser Frage für mich nicht infrage ;)

LG / ULi
Zuletzt geändert von ULiULi am 19. Aug 2019, 22:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Schweizer » 19. Aug 2019, 22:43

fossilhunter hat geschrieben:Quelltext des Beitrags
Die Sinnhaftigkeit eines Makroschlittens sehe ich definitiv nicht auf die Möglichkeit beschränkt, damit (manuelle) Stacks zu realisieren.
Mittlerweile bieten immer mehr Kamerahersteller die Stackfunktion als SW-funktion an (verändern des Fokus mittels SW).

Ich habe einige Zeit der Makrofotografie ohne Schlitten gefrönt ... es macht aber einfach keinen Spass das Stativ auf einem Untergrund mit vielen Pflanzen im Millimterbereich zu bewegen ... irgendein Grashalm (oder anderes Gewächs hat sich sich um das eine oder andere Stativbein gewickelt). Da ist es schon um vieles komfortabler die Position der Kamera mit dem Schlitten zu verändern ...


Danke für deinen Ratschlag Karl. :sm2:

Die SLT-A33 kann das meines Wissens nach leider noch nicht.

Jetzt wo du es erwähnst, kann ich mich an eine ähnlich lästige Situation erinnern, als ich mit meinem Großvater zusammen vom Stativ aus Schmetterlingsraupen fotografiert habe. Was wir da das Stativ hin- und hergeschoben haben...

Wenn ich fragen darf, hast du einen Makroschlitten der eine Achse hat oder zwei?

ULiULi hat geschrieben:Quelltext des Beitrags
womöglich war die Frage nicht ganz ernst gemeint, aber ich will sie dennoch beantworten. Hoch- und Querformat sind für mich in erster Linie Gestaltungsmittel; grundsätzlich vermittelt ein Querformat immer eine gewisse Distanz und Weite, während ein Hochformat für mehr Nähe sorgt. Ein Tabu kommt daher in dieser Frage für mich nicht infrage ;)


Ein klein wenig Ironie schwang schon mit. :DD
Ich habe mir in der Zwischenzeit ein paar deiner- und ein paar Hochformatbilder anderer Fotografen hier im Forum angesehen und ich muss sagen, dass ich überaus begeistert von dieser Art der Fotografie bin.
Und wo du Recht hast, hast du Recht. Beim Betrachten der Bilder fand ich auch, dass die Hochformatbilder das Motiv sehr schön und stärker als die Querformatbilder in den Fokus stellen.

Wenn ich das nächste Mal zur Kamera greife, muss ich unbedingt einige Hochformatige schiessen.

PS. Falls ich dich mit meiner Aussage düpiert haben sollte, möchte ich mich bei dir herzlichst mit einer Rose entschuldigen. :give_rose:
Zuletzt geändert von Schweizer am 19. Aug 2019, 22:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon ULiULi » 20. Aug 2019, 09:14

Schweizer hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Falls ich dich mit meiner Aussage düpiert haben sollte ...

Hallo Daniel,

alles gut und danke für die Blumen :)

Der hier meistgenutzte Schlitten ist übrigens wohl der "Castel Q" von Novoflex.
Hat seinen Preis - ist er aber wert. Mir hat bisher immer einer gereicht - obwohl ich mir gelegentlich auch eine zweite Achse gewünscht hätte. Gemessen am zusätzlich zu tragenden Gewicht und dem Preis weiß ich aber gerade gar nicht, ob ein Kreusschlitten (oder zweiter Castel Q) überhaupt noch auf meiner Wunschliste steht ;)

Im Makrobereich manuell zu fokussieren geht über einen Schlitten jedenfalls deutlich präziser als über den Entfernungsring am Objektiv.

LG / ULi
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Beitragvon fossilhunter » 20. Aug 2019, 18:14

Schweizer hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Wenn ich fragen darf, hast du einen Makroschlitten der eine Achse hat oder zwei?


Ich verwende den Schlitten von Novoflex (Modell Castel-Q).
Der erlaubt die Verschiebung entlang einer Achse. Mittlerweile haben sich bei mir aber schon 2 der Schlitten angesammelt.
Die kann man auch kombinieren (dann kann man in 2 Achsen verschieben) ... ist mir aber zu schwer und ich nehme immer nur einen mit.

Mit einem Schlitten kann man eben auch sehr bequem den Bildausschnitt verändern ...

Ich bin mit der Variante absolut zufrieden ...

lg

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Beitragvon Schweizer » 20. Aug 2019, 21:44

Besten Dank Uli und Karl, ihr wart einem unwissenden Laien wie mir eine unersetzliche Hilfe. :admin:

So wie es aussieht, reicht ein Schlitten vollkommen aus.
Wenn ihr alle von dem Castel-Q so begeistert seid, kann es nicht schaden den näher unter die Lupe oder das Makroobjektiv zu nehmen. :DD
Nur der Preis scheint mir ein wenig hoch, doch wie sagt man so schön?

Wer billig kauft, der kauft zwei Mal. Oder so ähnlich.

Doch für den Anfang werde ich testen ob ein Stativ für meine Zwecke ausreichend ist und dann kann ich ja später immer noch einen Schlitten anschaffen.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und all Zeit gut (Foto)Schuss. :D

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