Karuso hat geschrieben:...es geht mir dabei eher um die kleineren Insekten wie Fliegen, Ameisen usw ... Ich denke wir sprechen hier von 1:1 oder mit Raynox um die 2:1 ... Ich benutze dabei Blenden zwischen 5,6 und max. 9
Hallo Karuso,
für
ABM 2:1 und einem Zerstreuungskreisdurchmesser von 0,018mm (für APS-C) ist deine Schärfentiefe bei f5,6
ca. 0,16mm und bei f9
ca. 0,25mm. Selbst mit ruhiger Hand ist da jede scharfe Aufnahme ein Glücksfall. Beim Zittern (Verwackeln) läßt sich die notwendige Belichtungszeit nach t=Z/(v*ß) abschätzen, mit Z=Zerstreuungskreisdurchmesser, v=„Geschwindigkeit” deiner Kamera beim Zittern und ß=
ABM.
Angenommen, du zitterst mit 1mm/0,1s, dann ergibt sich für ß=2 eine kürzeste Belichtungszeit von fast 1/1000s. Das läßt sich mit Tageslicht und verträglichem ISO kaum erreichen. Umgekehrt gilt die Formel natürlich auch, wenn sich das Objekt bewegt, und Ameisen oder Garnelen sind schnell.
Das Zittern kriegst du mit einem Stativ weg, die Bewegungsunschärfe mit einem (kurzen) Blitz. Mit der geringen Schärfentiefe mußt du leben oder gehst zum Stacken über. Da braucht man dann quasi beides.