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Schreckfarben

Verfasst: 18. Jul 2017, 22:07
von Artengalerie
Userbeitrag von Jürgen Fischer:
"Die Rotbauchunke "Bombina bombina" ist eine unserer beiden Unkenarten. Während die Gelbbauchunke B. variegata mehr höhere Lagen bevorzugt und auch Berglandunke genannt wird, ist bombina eine Bewohnerin der Tiefebenen. Meine Aufnahmen stammen aus der ungarischen Tiefebene.

B. bombina ist in ihren Lebensräumen recht gut getarnt. Der graubraune, mit grünen Marmor-Flecken versehene Rücken läßt sie gut angepasst auf dem Untergrund verschwinden. Bei der Wahl ihres Lebensraumes ist die "Rote" anspruchsvoller als die Gelbbauchunke, nachhaltige Störungen ihres Habitates verkraftet sie kaum!

Die Bilder entstanden im Juni 1989 am Plattensee in der Nähe von Kezthely in einer aufgelassenen Mülldeponie."


Beitragsersteller: Ute Hahn (AGEID1021)
Fotograf:
Jürgen Fischer (AGFID723)

Schreckfarben

Verfasst: 18. Jul 2017, 22:17
von Artengalerie
Userbeitrag von Jürgen Fischer:
"In flachen, stehenden Kleingewässern, kann man den Balzruf und das Balzgebaren der Männchen im Frühsommer beobachten. Wie kleine Ballons treiben die Männchen auf der Wasseroberfläche und lassen den glockenähnlichen, melancholisch anmutenden Ruf hören!
Obwohl die Aufnahmen in einer aufgelassenen Mülldeponie entstanden, erinnere ich mich immer wieder gerne an die Stimmung, die die Rufe in der lauen Abendluft verbreiteten."


Beitragsersteller: Ute Hahn (AGEID1021)
Fotograf:
Jürgen Fischer (AGFID723)

Schreckfarben

Verfasst: 18. Jul 2017, 22:17
von Artengalerie
Userbeitrag von Jürgen Fischer:
"An Land verlassen sich die Unken nicht sehr lange auf ihre Tarntracht. Spüren sie Gefahr, gehen sie sehr schnell in die sogenannte Kahnstellung über: Sie pressen sich mit dem Bauch auf die Unterlage und heben alle vier Extremitäten an. So erscheint zumindest teilweise die gelbrote Färbung, die den Tieren einen Teil ihres Namens einbrachten."

Beitragsersteller: Ute Hahn (AGEID1021)
Fotograf:
Jürgen Fischer (AGFID723)

Schreckfarben

Verfasst: 18. Jul 2017, 22:17
von Artengalerie
Userbeitrag von Jürgen Fischer:
"Hört die Störung nicht auf, greift die Unke zum nächsten Mittel, sie wirft sich auf den Rücken und präsentiert ihre Warntracht in Vollendung. So verharrt sie einige Minuten, ob zur Abschreckung auch die Absicht kommt eine tote Unke zu mimen, ist noch nicht entgültig geklärt!
Die Warnung ist jedenfalls begründet: Die Tiere sondern aus Drüsen in der Haut eine ätzende und Allergien hervorrufende Flüssigkeit aus, um interessierte Fressfeinde in die Schranken zu verweisen.
Bei meinen Aufnahmen genügte bereits eine vorsichtige Annäherung mit der auf dem Boden aufliegenden Kamera um die Abwehrreaktion hervorzurufen. Anscheinend ist es für die Unke effektiver, sich auf den Rücken zu werfen, als sofort die Flucht anzutreten."


Beitragsersteller: Ute Hahn (AGEID1021)
Fotograf:
Jürgen (AGFID723)

Schreckfarben

Verfasst: 18. Jul 2017, 22:18
von Artengalerie
Russischer Bär

Beitragsersteller: Jürgen Fischer (AGEID723)
Fotograf:
Inger D.-G. (AGFID1016)

Schreckfarben

Verfasst: 18. Jul 2017, 22:28
von Artengalerie
Seitenansicht auf Dostblüte

Beitragsersteller: Jürgen Fischer (AGEID723)
Fotograf:
Inger D.-G. (AGFID1016)

Schreckfarben

Verfasst: 18. Jul 2017, 22:38
von Artengalerie
Von unten sieht man gut die "Warnfärbung"

Beitragsersteller: Jürgen Fischer (AGEID723)
Fotograf:
Inger D.-G. (AGFID1016)

Schreckfarben

Verfasst: 18. Jul 2017, 22:48
von Artengalerie
Bei Gefahr werden blitzschnell die Flügel geöffnet und die Warnfarbe schreckt ab!

Beitragsersteller: Jürgen Fischer (AGEID723)
Fotograf:
Inger D.-G. (AGFID1016)