Klasse, dass ihr euch auf die Raterei eingelassen habt.
Hier die Auflösung:
Der Wirbel ist eigentlich ein abgestorbener, schiefer Baum. Er steht in Namibia auf einer Ebene mit verdorrendem Gras.
Unter blauem Himmel zieht sich am Horizont eine tief rote Bergkette entlang. Und das wichtigste, der Baum steht an einer Gravelroad.
Wer schon in Namibia war, hat mit den Gravelroads, den unbefestigte Schotterstraßen, Bekanntschaft gemacht. Die Wege von einem Ziel zum nächsten können in Namibia sehr lang und 100 km Gravelroad können recht anstrengend sein, auch weil man auf dem Autositz wie ein Mehlsack ständig hin und her und auf und ab geschubst wird, »Namibia-Vibrations« sozusagen.
Was tut der gelangweilte Fotograf als Passagier währende einer solchen langen Fahrt? Er machte die Blende der Kamera so weit wie möglich zu, um eine lange Belichtungszeit zu fördern, stellt auf unendlich scharf, macht das Schiebefenster auf, hält bei all dem unkontrollierbaren Gewackel bei 80 km/h die Kamera etwas in die Landschaft und drückt immer mal wieder blind den Auslöser. Dabei kann man dann auch noch mit der Belichtungszeit rumspielen oder noch einen ND-Filter vorschrauben, wenn der bei dem Gehopse nicht unter dem Sitz landet und durch den ganzen Bus schliddert.
Am Ende dieser Fahrt war interessanterweise kein Sand im Kameragewinde und über 300 abstrakte Bilder im Kasten, die ich heute noch aussortiere.

Steffi