Vespa crabro - Hornisse

Weltweit sind etwa 4000 Faltenwespen-Arten bekannt, etwa 100 Arten gibt es in Mitteleuropa. Die Flügel werden in Ruhelage längs über den Hinterleib gefaltet, die Facettenaugen sind nierenförmig. Bei den meisten Arten gibt es eine auffällige schwarz-gelbe Warntracht.

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Vespa crabro - Hornisse

Beitragvon Artengalerie » 18. Jul 2017, 22:21

Vespa crabro - Hornisse



Familie:
FAMILIE
Gattung:
GATTUNG
Art:
ART







Wissenswertes:
Die Königin sucht sich im Frühling einen Platz für den Nestbau, vorzugsweise oberirdisch aber gut versteckt. Als Baumaterial verwendet sie zerkautes morsches Holz. Die Nester sind nach unten hin offen und der Hornissenstaat kann im Laufe des Sommers auf bis zu 1.000 Tiere anwachsen. Ist es nicht möglich ein Nest wegen Platzmangel weiter auszubauen, zieht die Königin mit ihrem Staat an einen besseren Platz um. Im Herbst schlüpfen die jungen Königinnen und die Männchen. Die Drohnen kämpfen um das Recht sich mit einer Königin zu paaren. Nur die befruchteten Königinnen überwintern, der Rest des Staates stirbt bei den ersten Nachtfrösten ab.
Die Larven werden hauptsächlich mit anderen Insekten wie Bienen, Wespen, Heuschrecken, Libellen oder Käfer gefüttert. Die erwachsenen Tiere ernähren sich von Nektar und Pflanzensäften, im Herbst auch gerne von Fallobst.
Eigentlich kann man die Hornisse mit keiner anderen Wespe verwechseln. Jedoch sieht die Königin der Mittleren Wespe (Dolichovespula media) einer Arbeiterin sehr ähnlich und es gibt einige andere Insektenarten, wie z. B. der Hornissen-Glasflügler (Sesia apiformis), die einer Hornisse sehr ähnlich sehen (Mimikry).
Merkmale:
Der Körper ist schwarz mit gelben Querbinden auf dem Hinterleib. Die Brust in an den Seiten rötlich, die Fühler und der Kopf sind ebenfalls rötlich. Die Stirnplatte ist gelb, ohne schwarze Punkte oder Streifen. Sie ist die größte einheimische Wespenart. Die Königin wird 25 bis 35 mm groß, die Arbeiterin 18 bis 24 und die Männchen 21 bis 28 mm.
Verwechslungsarten:
Lebensraum:
Lichte, halboffene Wälder, Waldränder, Gärten, Parkanlagen.
Aktivitätsmaximum:
April bis Oktober
Gefährdung:
Die Hornisse und ihre Nester sind nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt. Die Nester dürfen nicht entfernt werden. Muss ein Nest dennoch mal versetzt werden, ist eine Ausnahmegenehmigung der Stadt oder des Landkreises notwendig. Das Hornissenvolk wird dann von einem Spezialisten mitsamt dem Nest umgesiedelt. Ein Vernichten des Nestest ohne Umsiedlung bringt nicht viel, da die verbliebenen Hornissen sofort anfangen ihr Nest am gleichten Platz neu zu bauen.
Besonderheiten:
Die Hornisse ist sehr friedfertig. Nur bei direkter Störung des Nestes fängt sie an sich zu verteidigen. Ist die Hornisse nicht in Nestnähe, flieht sie eher als zu stechen. Ein Anpusten oder Anatmen reizt sie jedoch. Wenn man einen Sicherheitsabstand von fünf Metern zum Nest einhält, kann man sehr gut mit ihnen leben, vor allem, weil sich Hornissen niemals auf Kuchen oder anderen Lebensmittel setzten. Außerdem kommen da wo es Hornissen gibt, weniger Wespen und Bienen vor, da sie diese bejagen. Werden sie jedoch zu häufig am Nest gestört, vergrößern sie den Sicherheitsradius.
Da der Stachel der Hornisse etwas größer als bei den Bienen und Wespen ist, ist ihr Stich schmerzhafter. Sie hat jedoch weniger Gift. Wie bei den Wespen und Bienen kann ein Stich für Allergiker bedrohlich werden, ansonsten braucht es schon mindestens 500 Stiche um eine lebensbedrohliche Situation hervor zu rufen. Diese Anzahl wird aber nie erreicht, da die Hornisse viel zu friedfertig dafür ist.


Beitragsersteller: Gabriele (AGEID6739)





Fotograf:
Reiner (eRPe) (AGFID3156)
Aufnahmeland:
Deutschland
Bundesland/Kanton:
Lüneburg
vorgefundener Lebensraum:
Wiese
Aufnahmedatum:
30.05.2009
Dateianhänge
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Beitragvon Artengalerie » 18. Jul 2017, 22:22

Beitragsersteller: Benjamin (AGEID2950)


Dieses Bild zeigt eine Wächterin am Eingang zum Nest in einem hohlen Baum.



Fotograf:
Karl (runbike) (AGFID5206)
Aufnahmeland:
Österreich
Bundesland/Kanton:
Steiermark
vorgefundener Lebensraum:
Hohler Baum
Aufnahmedatum:
5. 7. 2013
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Beitragvon Artengalerie » 18. Jul 2017, 22:22

Hornisse erntet Holzfasern für den Nestbau aus Totholz.

Beitragsersteller: Benjamin (AGEID2950)




Fotograf:
Monika (Monika E.) (AGFID3552)
Aufnahmeland:
Schweiz
Bundesland/Kanton:
Engadin
Aufnahmedatum:
Juni 2014
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gw8_d4513_20140526_1657klein_202.jpg
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