Hallo Achim
Meine Erläuterung ist keine "theoretische Erklärung", sondern das Ergebnis von Messungen also eine empirische Erklärung.
Hallo
Es hat zwar bis jetzt noch niemand reklamiert und erwähnt, dass etwas an meiner Erklärung nicht stimmen kann!
So präzisiere ich meine Äusserung unaufgefordert, sofern dies interessiert:
Oben schreibe ich:
"Wird die Seitenlänge eines Bildes mit der Nikon D810 (bei 60:1), auf 1200 Pixel reduziert, wie hier üblich,
dann reduziert sich die Auflösung eines Objektes das mit einem Mikroskop Objektiv 60/0.7 fotografiert wurde
von 2000LP/mm beim Originalbild, lediglich auf etwa 1250LP/mm, die Auflösung des Objektes reduziert sich nur um etwa 37%, was erkennbar ist,
jedoch ist die Auflösung des Objektes im Originalbild nicht viel höher."
Dieser Satz sagt aus, dass beim Verkleinern des Bildes auf 1200 Pixel Bildbreite sich die Auflösung des Objektes auf 1250LP/mm reduziert.
60:1 an Vollformat bedeutet, dass die abgebildete Bildbreite 0.6mm beträgt.
Reduziert man das Bild wie erwähnt auf eine Bildbreite von 1200 Pixel, also die 0.6mm objektseitige Bildbreite wird mit 1200 Pixeln dargestellt, dann sind maximal 600 LP/
BB auflösbar.
Bei 1mm Bildbreite wären das 1000LP/
BB (600 / 6 x 10) und da die
BB = 1mm ist, somit auch 1000LP/mm.
Es wäre somit in einem 1200Pixel breiten Bild eine Auflösung von maximal 1000LP/mm abbildbar (Objektseitige Bildbreite von 0.6mm auf 36mm Chipbreite vergrössert).
Also nicht so wie ich schreibe 1250LP/mm!
Anbei das Bild des Auflösungstarget unbeschnitten, 60X Objektiv (objektseitige Bildbreite 0.6mm, also exakt 60:1) an Vollformat 36mm Formatbereite.
- Kamera: Nikon D810
Objektiv: NIKON M Plan, 60/0.7 ELWD, 210/0
Abbildungsmassstab: 60:1
Objekt: Zeiss Auflösungstest-Objekt 3000 - 04840_012p_Test_02.jpg (93.22 KiB) 19069 mal betrachtet

Die Linien des Targets sind nicht mit der Anordnung der Pixel auf dem Chip ausgerichtet, sondern in einem Winkel von etwa 28°.
Vergrössert man das Bild, erkennt man, dass beim Linienpacket 1250 (=1250LP/mm), die Linien noch einigermassen gut erkennbar sind.
Nun dreht man das Bild um 28° nach rechts, so dass die Linien absolut waagrecht und senkrecht sind, speichert das Bild ab und betrachtet es wieder vergrössert.
Man wird feststellen, dass die Auflösung auf etwa 1000LP/mm gesunken ist, also so wie oben berechnet.
Misst man mit einem Auflösungstarget die Auflösung bei sauber waagrecht und senkrecht ausgerichteten Linien, dann erhält man einen Wert der um einiges geringer ist, wie wenn die Linien z.B. um 28° gedreht sind.
Dies nicht nur dann, wenn man ein fertiges Bild dreht, sondern auch wenn beim Fotografieren des Targets, die Linien sauber waagrecht senkrecht ausgerichtet werden.
Weiters ist bei den sauber waagrecht und senkrecht ausgerichteten Linien, von Auge eine Auswertung der maximal aufgelösten Linien sehr schwierig,
da nicht eindeutig erkennbar, je nachdem wie kritisch man beurteilt, liegt sie beim um 28° gedrehten Bild zwischen 900-1100LP/mm.
Beim Bild mit den um 28° geneigten Linien, ist die maximale Auflösung klar erkennbar,
bei der Gruppe mit 1250LP/mm sind noch Linien erkennbar, bei der Gruppe 1400LP/mm sind keine Linien mehr erkennbar.
In der Natur-Fotografie wo es höchst selten exakt waagrecht oder senkrecht Linien gibt, kann man somit mit einer etwas höheren Auflösung im Bild rechnen.
Für Sach-, Technik- und Architekturfotografie sind z.T. die niedrigeren Werte zutreffender.
Kurt