Das Tränende Herz - Giftpflanze des Jahres 2017
Verfasst: 4. Sep 2017, 20:27
Das Tränende Herz gehört zur Familie der Mohngewächse. Seinen botanischen Namen Lamprocapnos spectabilis erhielt es erst gegen Ende des letzten Jahrhunderts, nachdem es vorher unter Dicentra spectabilis geführt wurde. Es ist die einzige Art der Gattung Lamprocapnos. Weitere Namen sind Flammendes Herz, Herzblume, Herzerlstock und Marienherz. Lustig finde ich die Bezeichnung Männchen in der Badewanne (englisch: lady in a bath). Dreht man eine Blüte um und klappt die Kronblätter zur Seite, ergibt sich ein Bild, das einem Menschen in einem Bottich ähnelt.
Gerade in Bauerngärten laufen diese Pflanzen jedes Jahr zu neuer Pracht auf. Als Standort bevorzugen sie einen nicht zu sonnigen Platz in humoser, immer gut feuchter Erde. Sie erreichen Wuchshöhen von 50 bis 90 cm. Der Austrieb beginnt, je nach Witterung, ab Ende März. Die Namen gebenden, herzförmigen Blüten erscheinen an bogig überhängenden Trieben in der Regel zwischen Mai und Juni. Die 2-3fach gefiederten Blätter sind meist gelblich-grün. Nach der Blüte zieht die Pflanze schnell in die Wurzel ein und wird somit im Garten unsichtbar. Die Vermehrung erfolgt vorwiegend durch Teilung des Wurzelstocks. Aussaat ist ebenfalls möglich. Dabei ist zu beachten, dass es sich um einen Kaltkeimer handelt.
Das Tränende Herz stammt ursprünglich aus den Berglaubwäldern Ostasiens. Dort gedeiht es bis in Höhenlagen von 2400 Metern. Bei uns wird die Staude ausschließlich in Gärten kultiviert. Eine Verwilderung kommt so gut wie nicht vor. Neben der rosa blühenden Variante gibt es Züchtungen mit rein weißen und roten Blüten.
Alle Teile der Pflanze sind giftig, vor allem der Wurzelstock. Hauptwirkstoffe sind Alkaloide. Vergiftungserscheinungen sind Schmerzen im Mund, Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfe, Koliken, Atemnot und Kollaps. Empfindlichen Menschen wird empfohlen, beim Umgang mit dem Tränenden Herz Handschuhe zu tragen, da Hautreizungen bis hin zu Kontaktdermatitis möglich sind.
Quellen: Seite „Tränendes Herz“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 27. Januar 2017, 16:09 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?ti ... =162049155 (Abgerufen:
5. September 2017, 12:00 UTC) , Botanischer Sondergarten Hamburg-Wandsbek, Marie-Luise Kreuter „Der Biogarten“
Soweit die Pflicht. Jetzt kommt die Kür.
Schon als kleines Mädchen habe ich diese Pflanze geliebt. Meine Oma war eine große Blumenfreundin mit grünem Daumen. Entsprechend üppig kamen ihre Gärten daher. Das Tränende Herz wuchs an verschiedenen Stellen, durfte aber nie gepflückt werden. „Freu Dich dran, solange es draußen blüht.“
Kaum verwunderlich, dass in meinen ersten eigenen Garten ein Tränendes Herz einzog. Beim Umzug ins Eifeler Bauernhaus musste es natürlich mit und hat den Umzug gut überstanden, hat sich im Schatten eines Fliederbusches, begleitet von Vergißmeinnicht, zu einer wahren Schönheit entwickelt. Bei meinem Auszug habe ich einen Teil des Wurzelstocks mitgenommen. Im folgenden Frühjahr gab es einen zaghaften Versuch auszutreiben, der aber letztlich nicht von Erfolg gekrönt war. Dafür ist der Boden mit sehr dünner Muttererdschicht und extrem vielen Steinen offenbar nicht geeignet. Aber aufgeben gilt nicht. Jetzt erfreut mich eine Pflanze in Topfkultur jedes Frühjahr aufs Neue.
Gerade in Bauerngärten laufen diese Pflanzen jedes Jahr zu neuer Pracht auf. Als Standort bevorzugen sie einen nicht zu sonnigen Platz in humoser, immer gut feuchter Erde. Sie erreichen Wuchshöhen von 50 bis 90 cm. Der Austrieb beginnt, je nach Witterung, ab Ende März. Die Namen gebenden, herzförmigen Blüten erscheinen an bogig überhängenden Trieben in der Regel zwischen Mai und Juni. Die 2-3fach gefiederten Blätter sind meist gelblich-grün. Nach der Blüte zieht die Pflanze schnell in die Wurzel ein und wird somit im Garten unsichtbar. Die Vermehrung erfolgt vorwiegend durch Teilung des Wurzelstocks. Aussaat ist ebenfalls möglich. Dabei ist zu beachten, dass es sich um einen Kaltkeimer handelt.
Das Tränende Herz stammt ursprünglich aus den Berglaubwäldern Ostasiens. Dort gedeiht es bis in Höhenlagen von 2400 Metern. Bei uns wird die Staude ausschließlich in Gärten kultiviert. Eine Verwilderung kommt so gut wie nicht vor. Neben der rosa blühenden Variante gibt es Züchtungen mit rein weißen und roten Blüten.
Alle Teile der Pflanze sind giftig, vor allem der Wurzelstock. Hauptwirkstoffe sind Alkaloide. Vergiftungserscheinungen sind Schmerzen im Mund, Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfe, Koliken, Atemnot und Kollaps. Empfindlichen Menschen wird empfohlen, beim Umgang mit dem Tränenden Herz Handschuhe zu tragen, da Hautreizungen bis hin zu Kontaktdermatitis möglich sind.
Quellen: Seite „Tränendes Herz“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 27. Januar 2017, 16:09 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?ti ... =162049155 (Abgerufen:
5. September 2017, 12:00 UTC) , Botanischer Sondergarten Hamburg-Wandsbek, Marie-Luise Kreuter „Der Biogarten“
Soweit die Pflicht. Jetzt kommt die Kür.
Schon als kleines Mädchen habe ich diese Pflanze geliebt. Meine Oma war eine große Blumenfreundin mit grünem Daumen. Entsprechend üppig kamen ihre Gärten daher. Das Tränende Herz wuchs an verschiedenen Stellen, durfte aber nie gepflückt werden. „Freu Dich dran, solange es draußen blüht.“
Kaum verwunderlich, dass in meinen ersten eigenen Garten ein Tränendes Herz einzog. Beim Umzug ins Eifeler Bauernhaus musste es natürlich mit und hat den Umzug gut überstanden, hat sich im Schatten eines Fliederbusches, begleitet von Vergißmeinnicht, zu einer wahren Schönheit entwickelt. Bei meinem Auszug habe ich einen Teil des Wurzelstocks mitgenommen. Im folgenden Frühjahr gab es einen zaghaften Versuch auszutreiben, der aber letztlich nicht von Erfolg gekrönt war. Dafür ist der Boden mit sehr dünner Muttererdschicht und extrem vielen Steinen offenbar nicht geeignet. Aber aufgeben gilt nicht. Jetzt erfreut mich eine Pflanze in Topfkultur jedes Frühjahr aufs Neue.