Pilz 2020 — Gemeine Stinkmorchel (Phallus impudicus)
Verfasst: 31. Okt 2019, 21:04
Hallo, zusammen,
mit diesem Beitrag stelle ich euch den Pilz des Jahres 2020 vor, die Gemeine Stinkmorchel.
Wie der lateinische Name des Pilzes schon vermuten lässt (übersetzt heißt das „unzüchtiger Penis“), erinnert die Gestalt der ausgewachsenen Stinkmorchel an einen Phallus.
Das ist aber in ihrer jüngeren Erscheinungsform nicht der Fall. Wenn der Fruchtkörper den Waldboden durchstößt, bildet er eine kugelige Knolle, die als Hexenei bezeichnet wird. Im Gegensatz zum ausgewachsenen Pilz ist diese Knolle für den Menschen genießbar. Das Hexenei wird ca. 5 cm hoch und ebenso breit.
Wenn das Hexenei aufplatzt, wächst innerhalb weniger Stunden der eigentliche Fruchtkörper, der aus einem ca. 20 cm langen, hohlen Stiel mit löchriger Struktur und einem 4,5 cm hohen Hut besteht, der wabenartig strukturiert ist.
Der Hut ist am Anfang mit der olivgrünen Gleba bedeckt. Diese besteht aus an der Oberfläche verschleimten Pilzsporen und strömt den intensiven Aasgeruch aus, für den die Stinkmorchel bekannt und berüchtigt ist. Dieser Aasgeruch zieht Fliegen, Mistkäfer und Wanzen magisch an und diese sorgen dafür, dass die Sporen weiter verbreitet werden. Solange die Gleba vorhanden ist, ist der Hut der Stinkmorchel häufig übersät mit Insekten, die die Gleba innerhalb von Stunden auffressen. Auch danach sieht man noch viele Fliegen auf der Morchel.
Trotz des Namensbestandteils „Morchel“ ist die Stinkmorchel nicht mit den Morcheln verwandt. Diese gehören zu den Schlauchpilzen, die Stinkmorchel aber zu den Ständerpilzen.
Die Stinkmorchel liebt humusreiche Böden und wächst häufig in der Nähe von morschem Holz. Sie kommt in Buchen- und Buchentannenwäldern, Eichen-Hainbuchenwäldern, Fichtenwäldern, Auwäldern und Erlenbruchwäldern vor. Aber auch in Gärten, Parkanlagen und Friedhöfen wird sie gefunden. Die Fruchtkörper zeigen sich vom Frühsommer bis zum Herbst.
Im Volksmund wird die Stinkmorchel, wenn die Gleba aufgezehrt ist, als „Leichenfinger“ bezeichnet. Da sie oft auf Grabhügeln zu finden ist, glaubte man, dass der in einem solchen Grab liegende Tote ein ungesühntes Verbrechen begangen hatte.
Der Volksglaube schrieb der Stinkmorchel wunderbare Kräfte zu. Durch die Form des Pilzes lag es nahe, ihm eine aphrodisierende Wirkung zuzuschreiben, und er wurde Bestandteil von Liebestränken und anderen Zaubermittelchen.
In der Naturheilkunde und auch der traditionellen Chinesischen Medizin wird die Stinkmorchel als Heilpilz betrachtet. Es werden Pilzextrakte zur Behandlung von Gicht und Rheumatismus verabreicht. Als Aphrodisiakum wird die Stinkmorchel auch hier eingesetzt. Allerdings wurde die Wirkung als Heilpilz in der EU bisher nicht wissenschaftlich bestätigt.
Ich kann leider kein Bild mit einer von der Gleba bedeckten Stinkmorchel liefern, aber vielleicht kann jemand dies noch ergänzen.
Im ersten Bild kann man aber gut sehen, welche Anziehungskraft die Stinkmorchel auch dann noch hat, wenn von der Gleba nichts mehr übrig ist. Ich habe davon noch einen Ausschnitt gemacht, damit man deutlicher sehen kann, was sich da abspielt.
Ansonsten ergänze ich ein paar Bilder, die ich in meinem Fundus noch hatte und bin gespannt, was ihr noch ergänzen könnt.
mit diesem Beitrag stelle ich euch den Pilz des Jahres 2020 vor, die Gemeine Stinkmorchel.
Wie der lateinische Name des Pilzes schon vermuten lässt (übersetzt heißt das „unzüchtiger Penis“), erinnert die Gestalt der ausgewachsenen Stinkmorchel an einen Phallus.
Das ist aber in ihrer jüngeren Erscheinungsform nicht der Fall. Wenn der Fruchtkörper den Waldboden durchstößt, bildet er eine kugelige Knolle, die als Hexenei bezeichnet wird. Im Gegensatz zum ausgewachsenen Pilz ist diese Knolle für den Menschen genießbar. Das Hexenei wird ca. 5 cm hoch und ebenso breit.
Wenn das Hexenei aufplatzt, wächst innerhalb weniger Stunden der eigentliche Fruchtkörper, der aus einem ca. 20 cm langen, hohlen Stiel mit löchriger Struktur und einem 4,5 cm hohen Hut besteht, der wabenartig strukturiert ist.
Der Hut ist am Anfang mit der olivgrünen Gleba bedeckt. Diese besteht aus an der Oberfläche verschleimten Pilzsporen und strömt den intensiven Aasgeruch aus, für den die Stinkmorchel bekannt und berüchtigt ist. Dieser Aasgeruch zieht Fliegen, Mistkäfer und Wanzen magisch an und diese sorgen dafür, dass die Sporen weiter verbreitet werden. Solange die Gleba vorhanden ist, ist der Hut der Stinkmorchel häufig übersät mit Insekten, die die Gleba innerhalb von Stunden auffressen. Auch danach sieht man noch viele Fliegen auf der Morchel.
Trotz des Namensbestandteils „Morchel“ ist die Stinkmorchel nicht mit den Morcheln verwandt. Diese gehören zu den Schlauchpilzen, die Stinkmorchel aber zu den Ständerpilzen.
Die Stinkmorchel liebt humusreiche Böden und wächst häufig in der Nähe von morschem Holz. Sie kommt in Buchen- und Buchentannenwäldern, Eichen-Hainbuchenwäldern, Fichtenwäldern, Auwäldern und Erlenbruchwäldern vor. Aber auch in Gärten, Parkanlagen und Friedhöfen wird sie gefunden. Die Fruchtkörper zeigen sich vom Frühsommer bis zum Herbst.
Im Volksmund wird die Stinkmorchel, wenn die Gleba aufgezehrt ist, als „Leichenfinger“ bezeichnet. Da sie oft auf Grabhügeln zu finden ist, glaubte man, dass der in einem solchen Grab liegende Tote ein ungesühntes Verbrechen begangen hatte.
Der Volksglaube schrieb der Stinkmorchel wunderbare Kräfte zu. Durch die Form des Pilzes lag es nahe, ihm eine aphrodisierende Wirkung zuzuschreiben, und er wurde Bestandteil von Liebestränken und anderen Zaubermittelchen.
In der Naturheilkunde und auch der traditionellen Chinesischen Medizin wird die Stinkmorchel als Heilpilz betrachtet. Es werden Pilzextrakte zur Behandlung von Gicht und Rheumatismus verabreicht. Als Aphrodisiakum wird die Stinkmorchel auch hier eingesetzt. Allerdings wurde die Wirkung als Heilpilz in der EU bisher nicht wissenschaftlich bestätigt.
Ich kann leider kein Bild mit einer von der Gleba bedeckten Stinkmorchel liefern, aber vielleicht kann jemand dies noch ergänzen.
Im ersten Bild kann man aber gut sehen, welche Anziehungskraft die Stinkmorchel auch dann noch hat, wenn von der Gleba nichts mehr übrig ist. Ich habe davon noch einen Ausschnitt gemacht, damit man deutlicher sehen kann, was sich da abspielt.
Ansonsten ergänze ich ein paar Bilder, die ich in meinem Fundus noch hatte und bin gespannt, was ihr noch ergänzen könnt.

