Auen Schenkelbiene - Wildbiene des Jahres 2020
Verfasst: 5. Mär 2020, 18:13
Diese kleine Schenkelbiene entdeckte ich am Felberich in meinem Garten, die dicken Hinterschenkel sind gut zu erkennen. Ich denke es ist eine Auen Schenkelbiene (Macropis europaea), allerdings hat sie große Ähnlichkeit mit der Wald Schenkelbiene (Macropis fulvipes) die auch "Gelbbeinige Schenkelbiene" oder "Braunbeinige Schenkelbiene" genannt wird und ebenfalls ein häufiger Gast an Felberich ist.
Die Weibchen der Auen Schenkelbiene lassen sich am letzten Beinpaar gut von Wald Schenkelbienen Weibchen unterscheiden. Auen Schenkelbienen tragen an ihren Hinterbeinen dicke weiße Haarbüschel, die sogenannten Scopae. Die Weibchen der Wald-Schenkelbiene unterscheiden sich durch eine gelb-bräunliche Färbung dieser Haarbüschel. Sichtbar wird die Färbung bei beiden Arten allerdings nur, wenn die Hinterbeine gerade nicht von dem Öl-Pollen-Gemisch ummantelt sind, dass die Bienen vom Gilbweiderich aufnehmen. Da hier bei dieser Biene eher weiße Haare zu erkennen sind, vermute ich, dass es sich um eine Auen Schenkelbiene handelt.
Der Felberich, auch Gilbweiderich genannt ist die Pflanze, auf die diese Bienenarten angewiesen sind.
Die Auen Schenkelbiene ist wählerisch; Pollen sammelt sie nur an Gilbweiderich-Arten, weil es nur dort Blütenöl gibt. Statt für ihre Larven nur Pollen und Nektar in ihr Nest zu tragen, sammelt sie Pflanzenöle und vermengt sie mit Pollen zu einem „Ölkuchen“. Dadurch wird der Energiegehalt größer als beim zuckerhaltigen Nektar. Das Öl wird auch benutzt um Brutzellen, die in der Erde angelegt werden, mit dem Öl auszukleiden und gegen Feuchtigkeit bzw. Austrocknung zu schützen. Diese Nester werden gut versteckt in der Nähe der Nahrungspflanzen angelegt, zum Beispiel unter Gras oder Moos, und umfassen einen Hauptgang von etwa acht Zentimetern Länge. Von dort gehen bis zu vier Seitengänge mit je zwei Brutzellen am Ende ab.
Diese Wildbiene brütet solitär, das heißt es wird kein Staat gebildet wie man ihn beispielsweise von der Honigbiene kennt.
Der Punkt-Gilbweiderich (Goldfelberich) ist in Gärten als Zierpflanze verbreitet. Auf der Suche nach dem Pflanzenöl kommt die Auen-Schenkelbiene somit auch in unsere Gärten. Für die Eigenversorgung müssen die erwachsenen Bienen an anderen Pflanzen Nektar sammeln, da Gilbweiderich keinen Nektar abgibt.
Die Bienen erreichen eine Körperlänge von 8 bis 9 Millimetern. Sie fliegen 1 Generation im Jahr von Ende Juni bis Ende August.
Das Kuratorium „Wildbiene des Jahres“ hat die Auen Schenkelbiene zur "Wildbiene des Jahres 2020" gewählt, da sie sich durch eine für Mitteleuropa einzigartige Lebensweise auszeichnet.
Die Weibchen der Auen Schenkelbiene lassen sich am letzten Beinpaar gut von Wald Schenkelbienen Weibchen unterscheiden. Auen Schenkelbienen tragen an ihren Hinterbeinen dicke weiße Haarbüschel, die sogenannten Scopae. Die Weibchen der Wald-Schenkelbiene unterscheiden sich durch eine gelb-bräunliche Färbung dieser Haarbüschel. Sichtbar wird die Färbung bei beiden Arten allerdings nur, wenn die Hinterbeine gerade nicht von dem Öl-Pollen-Gemisch ummantelt sind, dass die Bienen vom Gilbweiderich aufnehmen. Da hier bei dieser Biene eher weiße Haare zu erkennen sind, vermute ich, dass es sich um eine Auen Schenkelbiene handelt.
Der Felberich, auch Gilbweiderich genannt ist die Pflanze, auf die diese Bienenarten angewiesen sind.
Die Auen Schenkelbiene ist wählerisch; Pollen sammelt sie nur an Gilbweiderich-Arten, weil es nur dort Blütenöl gibt. Statt für ihre Larven nur Pollen und Nektar in ihr Nest zu tragen, sammelt sie Pflanzenöle und vermengt sie mit Pollen zu einem „Ölkuchen“. Dadurch wird der Energiegehalt größer als beim zuckerhaltigen Nektar. Das Öl wird auch benutzt um Brutzellen, die in der Erde angelegt werden, mit dem Öl auszukleiden und gegen Feuchtigkeit bzw. Austrocknung zu schützen. Diese Nester werden gut versteckt in der Nähe der Nahrungspflanzen angelegt, zum Beispiel unter Gras oder Moos, und umfassen einen Hauptgang von etwa acht Zentimetern Länge. Von dort gehen bis zu vier Seitengänge mit je zwei Brutzellen am Ende ab.
Diese Wildbiene brütet solitär, das heißt es wird kein Staat gebildet wie man ihn beispielsweise von der Honigbiene kennt.
Der Punkt-Gilbweiderich (Goldfelberich) ist in Gärten als Zierpflanze verbreitet. Auf der Suche nach dem Pflanzenöl kommt die Auen-Schenkelbiene somit auch in unsere Gärten. Für die Eigenversorgung müssen die erwachsenen Bienen an anderen Pflanzen Nektar sammeln, da Gilbweiderich keinen Nektar abgibt.
Die Bienen erreichen eine Körperlänge von 8 bis 9 Millimetern. Sie fliegen 1 Generation im Jahr von Ende Juni bis Ende August.
Das Kuratorium „Wildbiene des Jahres“ hat die Auen Schenkelbiene zur "Wildbiene des Jahres 2020" gewählt, da sie sich durch eine für Mitteleuropa einzigartige Lebensweise auszeichnet.