Blume des Jahres 2020: Der Fieberklee (Menyanthes trifoliata)
Verfasst: 14. Jan 2021, 16:21
Blume des Jahres 2020: Der Fieberklee (Menyanthes trifoliata)
Der Fieberklee wurde von der Loki Schmidt Stiftung zur Blume des Jahres 2020 gekürt.
Er ist die 41. Blume des Jahres, die seit 1980 von dieser Stiftung gekürt wurde.
Die Stiftung wollte mit dieser Benennung auf den dringend notwenigen Schutz der Lebensräume dieser Pflanzen, der Moore, aufmerksam machen. Die Moore sind für Mensch und Tier immens wichtig, da Moorlandschaften das Klima in erheblichem Maße beeinflussen.
Die Aktion „Moore retten“ der Loki Schmidt Stiftung soll ein Zeichen für Natur- und Klimaschutz setzen. Moore speichern mehr CO2 als jedes andere Ökosystem der Welt. Der BUND gibt an, dass alle Moore weltweit zusammen doppelt so viel Kohlendioxyd speichern wie alle Wälder zusammen.
Systematik
Der Fieberklee (Menyanthes trifoliata) ist die einzige Art der Gattung Menyanthes in der Familie der Fieberkleegewächse (Menyanthaceae). Als Sumpf- oder Wasserpflanze ist sie auf der gesamten Nordhalbkugel zu finden.
Andere Namen sind Bitterklee, Zottelblume oder Dreiblatt.
Merkmale
Die ersten Blätter treiben schon März/ April, die Blüten öffnen sich ab April bis in den Juni hinein. Die Blüten sind weiß und wirken zart, sie haben auffällige Wimpern.
Die Rhizome sind etwa finderdick. Sie kriechen sowohl im Wasser als auch im Sumpf. An ihren Knoten stehen die Laubblätter, die bis zu 30cm lange Blattstiele haben können, sie sind dreizählig.
Vorkommen und Gefährdung
Für den Fieberklee typisch sind Standorte in Sumpfgebieten von Seen, Flüssen, Bruchwäldern oder Rändern von Hochmooren.
In den Allgäuer Alpen ist er sogar im Hochalpsee am Widderstein im Kleinen Walsertal bis zu 2000 m Meereshöhe zu finden.
In Deutschland gilt der Fieberklee als gefährdet, weil viele seiner natürlichen Standorte trockengelegt wurden.
Tiere
Bienen und vor allem Hummeln
Inhaltsstoffe
Bitterstoffglykosoide, Cumarine, Flavonoide, Iridoitglykoside, Kaffeesäurederivate, Pyridinalkaloide, Triterpensaponine
Wirkung
Adstringierend, appetitanregend, magensekretfördernd
Gegenanzeige
Bei Magengeschwüren ist die Anwendung von Bitterklee-Blättern nicht angebracht.
Im Zusammenhang mit dem Fieberklee fand ich ein Zitat von J. W. von Goethe: Namen sind Schall und Rauch. Das passt zum Fieberklee sehr gut, da er weder ein Klee ist, noch Fieber senkt.
In unserem kleinen Gartenteich hat der Fieberklee ein sehr einnehmendes Wesen. Er vagabundiert durch den gesamten Teich und die Sumpfgebiete. Jedes Frühjahr müssen wir lange Rhizome entfernen, da sie sonst alles überwuchern. In manchen Jahren findet sich daher keine einzige Blüte in fotogenem Abstand oder Umgebung in anderen Jahren direkt am Teichrand im Überfluss.
Der Fieberklee wurde von der Loki Schmidt Stiftung zur Blume des Jahres 2020 gekürt.
Er ist die 41. Blume des Jahres, die seit 1980 von dieser Stiftung gekürt wurde.
Die Stiftung wollte mit dieser Benennung auf den dringend notwenigen Schutz der Lebensräume dieser Pflanzen, der Moore, aufmerksam machen. Die Moore sind für Mensch und Tier immens wichtig, da Moorlandschaften das Klima in erheblichem Maße beeinflussen.
Die Aktion „Moore retten“ der Loki Schmidt Stiftung soll ein Zeichen für Natur- und Klimaschutz setzen. Moore speichern mehr CO2 als jedes andere Ökosystem der Welt. Der BUND gibt an, dass alle Moore weltweit zusammen doppelt so viel Kohlendioxyd speichern wie alle Wälder zusammen.
Systematik
Der Fieberklee (Menyanthes trifoliata) ist die einzige Art der Gattung Menyanthes in der Familie der Fieberkleegewächse (Menyanthaceae). Als Sumpf- oder Wasserpflanze ist sie auf der gesamten Nordhalbkugel zu finden.
Andere Namen sind Bitterklee, Zottelblume oder Dreiblatt.
Merkmale
Die ersten Blätter treiben schon März/ April, die Blüten öffnen sich ab April bis in den Juni hinein. Die Blüten sind weiß und wirken zart, sie haben auffällige Wimpern.
Die Rhizome sind etwa finderdick. Sie kriechen sowohl im Wasser als auch im Sumpf. An ihren Knoten stehen die Laubblätter, die bis zu 30cm lange Blattstiele haben können, sie sind dreizählig.
Vorkommen und Gefährdung
Für den Fieberklee typisch sind Standorte in Sumpfgebieten von Seen, Flüssen, Bruchwäldern oder Rändern von Hochmooren.
In den Allgäuer Alpen ist er sogar im Hochalpsee am Widderstein im Kleinen Walsertal bis zu 2000 m Meereshöhe zu finden.
In Deutschland gilt der Fieberklee als gefährdet, weil viele seiner natürlichen Standorte trockengelegt wurden.
Tiere
Bienen und vor allem Hummeln
Inhaltsstoffe
Bitterstoffglykosoide, Cumarine, Flavonoide, Iridoitglykoside, Kaffeesäurederivate, Pyridinalkaloide, Triterpensaponine
Wirkung
Adstringierend, appetitanregend, magensekretfördernd
Gegenanzeige
Bei Magengeschwüren ist die Anwendung von Bitterklee-Blättern nicht angebracht.
Im Zusammenhang mit dem Fieberklee fand ich ein Zitat von J. W. von Goethe: Namen sind Schall und Rauch. Das passt zum Fieberklee sehr gut, da er weder ein Klee ist, noch Fieber senkt.
In unserem kleinen Gartenteich hat der Fieberklee ein sehr einnehmendes Wesen. Er vagabundiert durch den gesamten Teich und die Sumpfgebiete. Jedes Frühjahr müssen wir lange Rhizome entfernen, da sie sonst alles überwuchern. In manchen Jahren findet sich daher keine einzige Blüte in fotogenem Abstand oder Umgebung in anderen Jahren direkt am Teichrand im Überfluss.