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Verfasst: 29. Jan 2009, 17:08
von Radomir Jakubowski
Zunächst wäre interessant welches Bajonett du verwendest. ;)
Ich würde dir aus Erfahrung, wenn du noch nicht viel im Makrobereich gemacht hast, ein Makroobjektiv der 100mm klasse empfehlen. Bei Canon das Tamron DI 2,8 90mm und bei Nikon das Nikkor 2,8 105mm VR oder das (nur noch gebraucht) Nikkor AF 2,8 105mm Micro für das es die Burzynskistativschelle gibt.
Mit etwas Erfahrung wird sich zeigen ob du eher ein längeres oder ein kürzeres Makroobjektiv verwenden möchtest. wenn du dann ein kürzeres Makro verwenden möchtest( was ich mir beim Vollformat nicht vorstellen kann) wirst du bei Canon mit dem Sigma 2,8 50mm Makro und bei Nikon mit dem Nikkor 2,8 60mm glücklich, wenn es länger sein soll, gibt es bei Canon das 3,5 180mm L und bei Nikon das 4,0 200mm.
Dazu kannst du, wenn du gerade scheue Insekten fotografieren willst, ein Tele verwenden, mit einer Brennweite von 300-500mm und Zwischenringen oder Konvertern.

Makrofotogeafie-Profis? ich kenne keinen einzigen, der von der Makrofotografie lebt, daher kenn ich einen solchen Profi nicht.

Ach ja, ein gutes Stativ, mit einem Ordentlichen Stativkopf und einen Kabelauslöser würde ich dir ans Herz legen. (ein einstellschlitten ist nützlich, muss aber nicht sein)

Verfasst: 29. Jan 2009, 17:35
von Radomir Jakubowski
Cosma hat geschrieben:Ist für Canon das Tamron DI 2,8 90mm besser als das 100mm-Makroobjektiv von Canon?


Muss gerade grübeln ... längere Brennweite bedeutet bei der Makrofotografie einfach, dass man weiter weg vom Objekt gehen kann? Oder dass man einen grösseren Abbildungsmassstab bekommt?



Welches Tele ist denn da besonders gut und wird von "Qualitätsfanatikern" ;) favorisiert? Und welcher Hersteller produziert da die besten Zwischenringe und Konverter? Bzw. welche Zwischenringe und Konverter sind da sehr zu empfehlen, wenn es um hohe Qualität geht?
Ich habe schon das Canon 300mm f/4.0 - die Variante ohne diese IS-Funktion.


Hi,
von dem Canon 100er Makro halte ich garnix, da es schon bei Offenblende eckige Unschärfekreise produziert, für meine Art der Naturfotografie ist das nix.
längere Brennweite heißt nur, dass du weiter weg von deinem Motiv kannst, außerdem werden deine Bilder oft "platter" wirken durch die Brennweite und du hast einen anderen Schärfeverlauf durch die längere Brennweite.

Also ich würde dir erstmal ein Tele mit IS empfehlen, nicht wegen dem IS (mit SVA machst du den eh aus) sondern, weil die non IS varianten alle eine so schlechte Naheinstellgrenze haben, dass es keinen Spass macht damit zu arbeiten. Wenn du ein günstiges Tele im Nahbereich verwenden willst, dann würde ich das Canon 4,0 300mm L IS oder das Canon 4,5-5,6/100-400mm L IS verwenden. Ansonsten machen sich auch das 2,8 300mm L IS und 4,0 500mm L IS gut im Nahbereich, allerdings sind das Objektive, die du dir nicht primär für den Nahbereich kaufen solltest.
Wenn es um die Qualität von Zwischenringen und Konvertern geht, würde ich immer die Canonsachen kaufen (sofern die passen), die sind einfach stabiler. Die Konverter der 1,4x II und 2x II finde ich subjektiv optisch besser als die konkurenzprodukte (habe auch den Soligor Pro 1,4x und 1,7x im einsatz) der Canon 2x II ist deutlich besser der 1,4er einen Tick. Die Zwischenringe kannst du wenn es dir nicht auf stabilität ankommt auch von Soligor/Kenko holen, mir sind die von Canon zu teuer.
lg
Rado

Re: Anfängerfrage: Welches ist die optimale Makroausrüstung?

Verfasst: 29. Jan 2009, 18:06
von HCS
Cosma hat geschrieben:...Ich möchte von Blüten bis hin zu kleinsten Insekten gerne formatfüllende Bilder machen können.
...Setzt man dabei primär auf Makroobjektive? Oder ein Balgengerät?

Hallo Cosma,
(Voll-)Formatfüllende Bilder von kleinsten Insekten machen zu wollen, ist ein wirklich anspruchsvolles Vorhaben. Damit kommst Du leicht in Vergrößerungsbereiche, die ein Mikroskop erfordern. Oder anders gesagt, "normale" Makroobjektiven erlauben von Haus aus meist nur 1:1, darüber geht noch ein bißchen mit Telekonvertern, Zwischenringen oder Vorsatzlinsen. Darüber liegt der Bereich der echten Lupenobjektive, die die Lücke bis zum Mikroskop ausfüllen. Also die Photare, Luminare und so weiter. Die meisten werden nicht mehr produziert, sind äußerst schwer zu bekommen und dementsprechend teuer. Fast genauso brauchbar sind aber gute Vergrößerungsobjektive, die es vergleichsweise preiswert in allen Brennweitenbereichen gibt. Für alle diese Objektive ist immer ein Balgengerät o.ä. erforderlich. Automatik ist leider nicht mehr, nur noch manuelles Arbeiten. Speziell für das Canon-Bajonett gibt es aber das MP-E 65, ein "teilautomatisches" Lupenobjektiv.

Verfasst: 29. Jan 2009, 23:22
von Benjamin
Hallo Andreas EDIT: Susanne,

die Raynox DCR-250 hat 8 Dioptrien. Allerdings hat beträgt der Durchmesser nur 49mm, d. h. auf Objektiven mit zu großer Frontlinse vignettiert da gern mal was. Je höher dann die Brennweite des Objektivs, desto höher ist die Vergrößerung.
Was du vermutlich bzgl. des MP-E meinst ist dieser Beitrag hier: http://www.makro-forum.de/ftopic12041.html
Die dort verwendeten Raynox DCR-5320 haben einen Durchmesser von 72mm, sind aber auch etwas teurer als die DCR-250.

Da du ja anscheinend noch kein Makro-Objektiv hast, würde ich mir statt eines Zörk lieber ein Tamron 90 holen. Ist deutlich komfortabler und bis 1:1 wird die Bildqualität sicher besser sein.
Wenn du den Maßsstab dann noch erhöhen willst, kannst du immer noch Zwischenringe verwenden.

Verfasst: 29. Jan 2009, 23:48
von smile
Gerade das 90er ist in meinen Augen keine schlecht Ergänzung, da es sich auch sehr gut für Porträts eignet. Es hat ein schöneres Bokeh, als vergleichbare Linsen von Canon oder Sigma und (was viele als Nachteil sehen) ist relativ leicht, so dass man es gut noch irgendwo mit hinpacken kann ;)
Es hat keine Innenfokussierung, was mich bisher allerdings noch nicht gestört hat.

smile

Verfasst: 30. Jan 2009, 06:59
von Benjamin
Hallo Susanne,

tut mir leid mit dem Namen, aber tröste dich, du bist nicht die Erste, die hier mit falschem Namen angesprochen wird.

Diese Default-Vornamen in der Forums-Software sind aber auch irgendwie sinnfrei...