Anzahl der Bilder beim Stacken

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Beitragvon maine-coon » 15. Okt 2019, 17:26

Hallo liebe Experten der Markofotografie.
Ich bin auf diesem Gebiet leider (noch) sehr unerfahren.

Ich habe hier Bilder gesehen, die mit mehr als 100 Einzelaufnahmen gestackt wurden.
Ich frage mich nun, wie ihr das gemacht habt mit der Menge der Einzelbilder?
Manuell den Schlitten um - was weiß ich - 0,05mm weitergedreht - oder habt ihr dafür eine angetriebene Einheit
mit der man in vorgegebenen Einzelschritten die Kamera auf dem Schlitten verschiebt?

Ich habe heute mein Raynox DCR-5320 PRO bekommen und sogleich mal an unserem aktuellen Haustier, einer Kreuzspinne getestet.
Hatte leider nicht viel Sinn, weil sich das Netz vom Wind leicht bewegt hat.

Ich hatte das Tamron 180mm Makro 1:1 mit Blende f5,6 und den 5 Dioptrien von Raynox drauf...
Dann mit HELIOS Variante B mal gestackt..... Fuck... das war nix.... 16 Bilder, aber wie schon gesagt, das Netzt hat gewackelt...

Aber ich frage mich wirklich wie das mit 100 Bildern abläuft.
Klärt mich doch mal auf....

Vielen Dank
Gruß Achim
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Die Kamera ist nicht die beste, aber der Spass an meinen schlechten Bildern ist enorm gestiegen.
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Beitragvon Adalbert » 15. Okt 2019, 18:06

Hallo Achim,

bin zwar kein Experte, habe aber schon Stacks aus über 800 Einzelbilder erstellt.
Die sind aber im Studio entstanden, nicht draußen.
Bei einer solch großen Anzahl von Einzelbildern sind auch hohe ABMs im Spiel, wobei keine Vibrationen während der Foto-Session erlaubt sind.
Dabei werden elektrische Schlitten verwendet, die elektronisch gesteuert werden.
z.B. WeMacro, MJKZ, StackShot, StackUnit, Novoflex Micro oder DYI :-)

Wenn Du aber draußen stacken möchtest, dann wäre der Einsatz einer Kamera mit dem internen Focus-Bracketing empfehlenswert.

BTW, die in dem Titel angesprochene Anzahl der Bilder beim Stacken hängt von der Schärfentiefe ab.
Man soll mindestens ein Foto innerhalb der Schärfentiefe erstellen.
Angenommen, Du willst ein Foto-Objekt stacken, das 10mm tief ist, und die Schärfentiefe Deiner Optik 1mm beträgt, dann musst Du 10 Fotos erstellen.
Entweder entsprechend fokussieren oder Kamera bzw. Objekt verschieben.
Für die Berechnung der Schärfentiefe gibt es auch einfache Formeln, die ausreichend genau sind.

Gruß, ADi
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Beitragvon maine-coon » 15. Okt 2019, 20:01

Erstmal vielen Dank für deine Aufklärung zu meinem Anliegen.
Da muss man ja richtig Glück haben, dass sich das Insekt während der 100 Einzelbilder nicht bewegt.

Vor allem frage ich mich wie hier die Bilder mit Schmetterlingen so dermaßen scharf sein können. Die sitzen doch nicht bewegungslos auf der Blüte.

Da müsste man eine Serienaufnahme starten bei viel Licht und mit jeder Aufnahme den Fokus um 0,1mm verändern.

Na egal... Also muss ich mich nicht wundern, warum meine Makros bei weitem nicht an die Qualität heranreichen wie von vielen Experten hier zu sehen sind.

Außerdem ist meine Ausrüstung dafür auch nicht ausreichend genug...
Zuletzt geändert von maine-coon am 15. Okt 2019, 20:03, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Achim
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Beitragvon fossilhunter » 15. Okt 2019, 21:14

Hi Achim,

maine-coon hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Vor allem frage ich mich wie hier die Bilder mit Schmetterlingen so dermaßen scharf sein können. Die sitzen doch nicht bewegungslos auf der Blüte.


Also früh morgens sitzen die Schmetterlinge und auch andere Insekten in der Kältestarre sehr wohl regungslos auf ihrem Ansitz !
Bei fragilen Ansitzen kommen dann noch Pflanzenklammern zum Einsatz ... und dann klappt das schon mit dem Stack !

Aber im Hochsommer um 04:00 aufstehen gefällt nicht jedem ....
Wie in letzter Zeit immer häufiger vorkommend kann man nach Tropennächten (20 Grad) allerdings nicht mehr mit der Kältestarre rechnen ... da machen die Insekten einfach den Abflug :wink:

lg

Karl
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Beitragvon Adalbert » 15. Okt 2019, 21:31

Hallo Achim,
Da müsste man eine Serienaufnahme starten bei viel Licht und mit jeder Aufnahme den Fokus um 0,1mm verändern.
Ja, das macht Focus-Bracketing automatisch.
Falls Deine Kamera das nicht unterstützt, kannst Du das mit verschiedenen Apps oder mit Helicon-Tube umsetzen.
Falls ich Dich richtig verstanden habe, möchtest Du draußen Schmetterlinge stacken.
Dafür brauchst Du eine Kamera mit dem schnellen Focus-Bracketing, Optik mit einem großen Arbeitsabstand,
ein stabiles Stativ und einen Wecker um richtig früh aufzustehen (wie Karl bereits erwähnt hat :-)
Gruß, ADi

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