Seltenes Glück
Verfasst: 7. Jun 2018, 08:11
Dieses Jahr scheint weitgehend ein gutes Libellenjahr zu sein.
Gestern hatte ich großes Glück, als ich bei einer Tour mit Ortskundigen im Schönbuch mehrere
Männchen und ein Weibchen einer Art sichtete, die ich in den vergangenen 6 Jahren vergeblich
zu beobachten und zu fotografieren versuchte.
Die Gestreifte Quelljungfer hat Jean heuer schon mit Schlupf und ähnlichen Beobachtungen
gezeigt und vorgestellt, nun kann ich auch mit diesem Bild eines ausgefärbten männlichen
Exemplars diese Beobachtungen ergänzen.
Die Gestreiften Quelljungfern fliegen am liebsten in quellnahen so genannten "Klingen", d. h.
V-förmige Taleinschnitte im Waldhangbereich, die durch sich ins Gelande "fressende" Quellbäche
entstanden sind.
Im oberen Bereich gibt es meist Quellsümpfe. Beide Quelljungfernarten - die Gestreifte (C. bidentata)
und die Zweigestreifte (C. boltonii) nützen die sand- und kiesgründigen Quellgewässer im Waldbereich,
meist im Bergland. So auch bei uns im "Schurwald", im "Welzheimer Wald" und im "Schönbuch".
Gemeinsam haben diese Erhebungen, dass sie vorwiegend sandgründige Bäche aufweisen und dass
sie weitgehend bewaldet sind.
Die Gestreifte Quelljungfer fliegt hier etwas früher im Jahr als die Zweigestreifte, und außerdem
eher in den quellnäheren und weniger besonnten Bereichen bis zu den Quellsümpfen. Auch die
Larven leben quellnäher als die der Zweigestreiften.
Man kann daher sagen, dass die Gestreifte Quelljungfer verborgener lebt als die Zweigestreifte,
welche man oft in besonnteren Bachabschnitten patrouillieren sieht.
Gemeinsam haben beide Arten, dass die Weibchen weitgehend in den Baumwipfeln leben und jagen
und nur zur Paarung und Eiablage an die Bäche kommen. Die Männchen lauern auf diese Gelegenheit,
indem sie die Bachsysteme abfliegen und dort die auftauchenden Weibchen suchen.
Dazu fliegen die Männchen kontinuierlich in relativ geringer Geschwindigkeit ca. 20cm bis 1,5m über
der Wasseroberfläche den Bachlauf entlang und man kann auch immer wieder suchende Abstecher
unter überhängende Vegetation beobachten, wo sie Eier ablegende Weibchen vermuten.
All diese Beobachtungen konnte ich gestern an einer scheinbar günstigen Stelle machen, jedoch
leider aufgrund der grauenhaft ungünstigen Lichtverhältnisse nicht dokumentieren. Auch eine
Eiablage in komplett verkrautetem Bereich und ein dazu kommendes Männchen, welches das
Eier legende Weibchen fand, ergriff und mit in die Baumwipfel entführte, konnte ich zusammen
mit 4 anderen Beteiligten an dieser Tour beobachten.
Immerhin sprang eine Aufnahme eines ruhenden Männchens dabei heraus, die ihr hier sehen könnt.
Danke an Eberhard für den Tipp und das Zeigen dieses günstigen Gebiets. Ohne ihn hätte ich
lange suchen müssen!
Gestern hatte ich großes Glück, als ich bei einer Tour mit Ortskundigen im Schönbuch mehrere
Männchen und ein Weibchen einer Art sichtete, die ich in den vergangenen 6 Jahren vergeblich
zu beobachten und zu fotografieren versuchte.
Die Gestreifte Quelljungfer hat Jean heuer schon mit Schlupf und ähnlichen Beobachtungen
gezeigt und vorgestellt, nun kann ich auch mit diesem Bild eines ausgefärbten männlichen
Exemplars diese Beobachtungen ergänzen.
Die Gestreiften Quelljungfern fliegen am liebsten in quellnahen so genannten "Klingen", d. h.
V-förmige Taleinschnitte im Waldhangbereich, die durch sich ins Gelande "fressende" Quellbäche
entstanden sind.
Im oberen Bereich gibt es meist Quellsümpfe. Beide Quelljungfernarten - die Gestreifte (C. bidentata)
und die Zweigestreifte (C. boltonii) nützen die sand- und kiesgründigen Quellgewässer im Waldbereich,
meist im Bergland. So auch bei uns im "Schurwald", im "Welzheimer Wald" und im "Schönbuch".
Gemeinsam haben diese Erhebungen, dass sie vorwiegend sandgründige Bäche aufweisen und dass
sie weitgehend bewaldet sind.
Die Gestreifte Quelljungfer fliegt hier etwas früher im Jahr als die Zweigestreifte, und außerdem
eher in den quellnäheren und weniger besonnten Bereichen bis zu den Quellsümpfen. Auch die
Larven leben quellnäher als die der Zweigestreiften.
Man kann daher sagen, dass die Gestreifte Quelljungfer verborgener lebt als die Zweigestreifte,
welche man oft in besonnteren Bachabschnitten patrouillieren sieht.
Gemeinsam haben beide Arten, dass die Weibchen weitgehend in den Baumwipfeln leben und jagen
und nur zur Paarung und Eiablage an die Bäche kommen. Die Männchen lauern auf diese Gelegenheit,
indem sie die Bachsysteme abfliegen und dort die auftauchenden Weibchen suchen.
Dazu fliegen die Männchen kontinuierlich in relativ geringer Geschwindigkeit ca. 20cm bis 1,5m über
der Wasseroberfläche den Bachlauf entlang und man kann auch immer wieder suchende Abstecher
unter überhängende Vegetation beobachten, wo sie Eier ablegende Weibchen vermuten.
All diese Beobachtungen konnte ich gestern an einer scheinbar günstigen Stelle machen, jedoch
leider aufgrund der grauenhaft ungünstigen Lichtverhältnisse nicht dokumentieren. Auch eine
Eiablage in komplett verkrautetem Bereich und ein dazu kommendes Männchen, welches das
Eier legende Weibchen fand, ergriff und mit in die Baumwipfel entführte, konnte ich zusammen
mit 4 anderen Beteiligten an dieser Tour beobachten.
Immerhin sprang eine Aufnahme eines ruhenden Männchens dabei heraus, die ihr hier sehen könnt.
Danke an Eberhard für den Tipp und das Zeigen dieses günstigen Gebiets. Ohne ihn hätte ich
lange suchen müssen!

