Europäischer Flussherrscher (Macromia splendens)
Verfasst: 25. Jun 2019, 18:21
Seit 6 Jahren (mit Unterbrechung) versuche ich in Frankreich Fotos dieser Libelle machen zu können - jeweils
nicht immer gleich intensiv.
Der Europäische Flussherrscher (Macromia splendens), eine schwarze, recht große, mit den Falkenlibellen
weitläufig verwandte Art mit gelben Punkten und für Libellen elends langen Beinen.
Genauer gesagt in 3-4 Urlauben suchte ich mehr oder weniger nebenbei. Soll ja auch der Erholung dienen,
und Familie bzw. Partner haben ja viel mehr Rechte als die Libellen (auch wenn das sich hier öfters mal anders
anhören mag).
In den ersten Jahren hatte ich kaum eine Ahnung, wo man sie überhaupt finden kann. Infos über Vorkommen
fließen selbst in Libellenfachkreisen nicht gerade üppig. Und so war ich zunächst in den falschen Gebieten.
Dieses Jahr war es nun soweit, dass ich das vor 2 Jahren selbst ausgespähte Gebiet gezielt besuchte, wo diese Libellenart
an mehreren Flüsschen mehr oder weniger häufig fliegt und ich sie auch schon ganz kurz selber sah. Letztes Jahr
waren sie in der Zeit meines Urlaubs noch nicht geschlüpft, dieses Jahr schon. Und beim Baden flogen immer wieder
an einigen Stellen jeweils ein oder 2 Männchen Patrouille entlang der Felsen am Flusslauf an uns vorbei, jedes ungefähr
eine Strecke von gut 300-400 Metern, um dann zu wenden und zurück zu fliegen und uns wieder passierend.
Zwei Schwierigkeiten ergeben sich aus ihrem Verhalten: Die erste: Sie setzen sich so gut wie nie hin, und wenn dann
in über 5-10m Höhe unerreichbar in die Vegetation. Die zweite: Die Routen sind bei jeder Patrouille-Runde ein klein
wenig abgewandelt und der Flug erfolgt in einem Affenzahn.
So stellte sich nach einigen Versuchen heraus, dass Flugfotos sehr problematisch sind, obwohl ich jetzt nicht gerade
Anfänger bei Flugfotos bin. Man kann keine vernünftige Schärfeebene voreinstellen weil sie immer in unterschied-
lichem Abstand an den Uferstrecken vorbeifliegen und die hohe Fluggeschwindigkeit tut dann noch das Ihre dazu, dass
man nur unscharfen Datenmüll auf der Speicherkarte produziert.
Also beantragte ich bei meiner Liebsten einen halben Libellentag, der nur für Fotos dieser Art dienen sollte.
Rita sagte zu und ging so lange ihrer Wanderleidenschaft nach, was ihr zum Glück auch ohne mich viel Spaß machte.
So fuhr ich in diesen 4,5 Stunden 2 Strategien: Flugfotos an einer günstigen Stelle, die 2 Patrouillierende immer
wieder in mitttelprächtiger Regelmäßigkeit durchflogen.
Und 2,5 Stunden verbrachte ich mit Warten auf Felsen mit Büschen in Nachbarschaft zu den Flugstrecken, wo ich
vermutete, dass sie ihre seltenen und sehr kurzen Flugpausen verbringen könnten, weil ich zweimal je ein Männchen
langsam an diesen Büschen vorbei segeln sah, was aussah wie die Suche nach einem Ruheansitz.
Und tatsächlich setzten sich 2 Männchen dann auch jeweils für knapp 2 Minuten je einmal in der Nähe ab, so dass ich
abzüglich der vorsichtigen Annäherung jeweils etwa 30-40 Sekunden für Bilder hatte. Einer dieser Boxenstopps ist hier
dokumentiert.
Edit: Noch 2 Habitat-Aufnahmen beigefügt, in welchen der Europäische Flussherrscher fliegt. Meist sind die Habitate
mit Felsen versehen, die direkt ins Wasser gehen, und immer ist Ufer- und starker Hangbewuchs drumherum vorhanden.
Diese Stelle war übrigens auch eine erstklassige Bade- und Faulenz-Stelle mit Kiesstrand und Schatten spendenden Bäumen
zum darunter Ruhen und Lesen. Kaum eine Menschenseele außer uns kam dort hin.
.
nicht immer gleich intensiv.
Der Europäische Flussherrscher (Macromia splendens), eine schwarze, recht große, mit den Falkenlibellen
weitläufig verwandte Art mit gelben Punkten und für Libellen elends langen Beinen.
Genauer gesagt in 3-4 Urlauben suchte ich mehr oder weniger nebenbei. Soll ja auch der Erholung dienen,
und Familie bzw. Partner haben ja viel mehr Rechte als die Libellen (auch wenn das sich hier öfters mal anders
anhören mag).
In den ersten Jahren hatte ich kaum eine Ahnung, wo man sie überhaupt finden kann. Infos über Vorkommen
fließen selbst in Libellenfachkreisen nicht gerade üppig. Und so war ich zunächst in den falschen Gebieten.
Dieses Jahr war es nun soweit, dass ich das vor 2 Jahren selbst ausgespähte Gebiet gezielt besuchte, wo diese Libellenart
an mehreren Flüsschen mehr oder weniger häufig fliegt und ich sie auch schon ganz kurz selber sah. Letztes Jahr
waren sie in der Zeit meines Urlaubs noch nicht geschlüpft, dieses Jahr schon. Und beim Baden flogen immer wieder
an einigen Stellen jeweils ein oder 2 Männchen Patrouille entlang der Felsen am Flusslauf an uns vorbei, jedes ungefähr
eine Strecke von gut 300-400 Metern, um dann zu wenden und zurück zu fliegen und uns wieder passierend.
Zwei Schwierigkeiten ergeben sich aus ihrem Verhalten: Die erste: Sie setzen sich so gut wie nie hin, und wenn dann
in über 5-10m Höhe unerreichbar in die Vegetation. Die zweite: Die Routen sind bei jeder Patrouille-Runde ein klein
wenig abgewandelt und der Flug erfolgt in einem Affenzahn.
So stellte sich nach einigen Versuchen heraus, dass Flugfotos sehr problematisch sind, obwohl ich jetzt nicht gerade
Anfänger bei Flugfotos bin. Man kann keine vernünftige Schärfeebene voreinstellen weil sie immer in unterschied-
lichem Abstand an den Uferstrecken vorbeifliegen und die hohe Fluggeschwindigkeit tut dann noch das Ihre dazu, dass
man nur unscharfen Datenmüll auf der Speicherkarte produziert.
Also beantragte ich bei meiner Liebsten einen halben Libellentag, der nur für Fotos dieser Art dienen sollte.
Rita sagte zu und ging so lange ihrer Wanderleidenschaft nach, was ihr zum Glück auch ohne mich viel Spaß machte.
So fuhr ich in diesen 4,5 Stunden 2 Strategien: Flugfotos an einer günstigen Stelle, die 2 Patrouillierende immer
wieder in mitttelprächtiger Regelmäßigkeit durchflogen.
Und 2,5 Stunden verbrachte ich mit Warten auf Felsen mit Büschen in Nachbarschaft zu den Flugstrecken, wo ich
vermutete, dass sie ihre seltenen und sehr kurzen Flugpausen verbringen könnten, weil ich zweimal je ein Männchen
langsam an diesen Büschen vorbei segeln sah, was aussah wie die Suche nach einem Ruheansitz.
Und tatsächlich setzten sich 2 Männchen dann auch jeweils für knapp 2 Minuten je einmal in der Nähe ab, so dass ich
abzüglich der vorsichtigen Annäherung jeweils etwa 30-40 Sekunden für Bilder hatte. Einer dieser Boxenstopps ist hier
dokumentiert.
Edit: Noch 2 Habitat-Aufnahmen beigefügt, in welchen der Europäische Flussherrscher fliegt. Meist sind die Habitate
mit Felsen versehen, die direkt ins Wasser gehen, und immer ist Ufer- und starker Hangbewuchs drumherum vorhanden.
Diese Stelle war übrigens auch eine erstklassige Bade- und Faulenz-Stelle mit Kiesstrand und Schatten spendenden Bäumen
zum darunter Ruhen und Lesen. Kaum eine Menschenseele außer uns kam dort hin.
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