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meine erste Wespenspinne

Verfasst: 31. Jul 2014, 13:35
von Lutz Sternberg
Hallo zusammen

Erst mal vielen Dank für die zahlreichen Kommentare zur meiner Flug-Libelle!

Heute hatte ich meine erste Wespenspinne entdeckt, leider etwas ungünstig angetroffen.
Sie saß hinter dem Netz und dahinter lauter Gras und anschließend Wasser!! Also war von hinten schon mal nichts zu machen. Habe mal Blende 9-11 probiert, da ist der Hintergrund zu Dominant, also wieder mehr offene Blende, aber mit weniger TS. Mehr von der Seite ging auch nicht, sonst hätte ich einen Rasenmäher gebraucht!

Bin aber froh, das ich meine erste mal entdeckt habe, vielleicht ist sie ja so nett und sitz Morgen mal anders herum.

Gruß Lutz

Verfasst: 31. Jul 2014, 14:16
von Harmonie
Hallo Lutz,

na, für deine 1. Wespenspinne iast das doch gar nicht so schlecht.
Die sind auch wirklich nicht einfach zu foten. Einmal durch die Schrägelage der Netze und zum 2. duch
die bodennahe Position.
Da es sehr viele in diesem Jahr davon gibt, such mal weiter nach einer, die nicht so dicht vom Gras
umgeben ist.
Zu Bild 1: Die Bauchlage sieht recht gut aus, wobei die Schärfe natürlich durch die Netzschnüre vorm Körper
leidet. Du mußt genau aufpassen, dass du dich mglst. parallel zur Spinne mit Kam ausrichtest.
Ist nicht einfach, ich weiß, geht aber.
Bei diesem Bild geht der HG für mich gerade noch so, obwohl er auch recht unruhig ist. Hängst auch damit zusammen, das dahinter nicht viel Luft zum nächsten Gras war. Die Blende ist sonst o.k.
Bild 2: Da scheinst du wohl vor Aufregeung etwas gezittert zu haben :lol: .Es sieht etwas verwackelt aus.
Du hättest bei dieser Seitenansicht mit der Kamera weiter nach rechts gehen müssen. Du liegt hier leicht hinter dem Netz. Auch hier: mglst parallel ausrichten.
Der HG gefällt mir beim 2.- Bild nicht so, bedingt durch die dicken brauen Gräser im HG, die doch sehr.
ablenken.
Tröste dich, meine ersten Versuche mit dieser Spinne sahen ähnlich aus.
Also immer schön weiter üben......dann klappts auch mit den Wespenspinnen. :wink:

LG
Christine

Verfasst: 31. Jul 2014, 16:01
von Ganbatte
Hallo Lutz,

ein Klassiker den ich auch schon oft vor der Linse haben durfte.
Dies Tiere sind so groß (Weibchen),
so das die Bildgestaltung oft vor Ort nicht leicht zu handhaben ist.
Von der Rückseite der Spinne ist es immer etwas schwieriger den Fokus zu finden.
Das kommt von dem auffallenden Fadenaufbau in Form eines Zickzackbandes, dass sogenannte Stabiliment.
Es gibt viele Interessante Ausführungen dazu, manchmal fehlt es auch ganz.
Da die Spinne meist in Bodennähe ihr Netz baut macht es auch schwierig sie freizustellen.

Man kann unter RAW unterbelichten (aber mit niedriger Iso), um damit ein niedriges ISO und ausreichende Verschlusszeiten schneller als 1/100 bei 100 er Brennweite zu erreichen (Freihandfotografie).
Ich denke Dein Objektiv bringt bei hunderter Brennweite bei f 4.0 - 5.6 die beste Auflösung in Linien bei einer APS-C Sensor Kamera.
So war die Wahl der Blende hier schon sehr gut.
Dies ist hier aber nicht von Relevanz da Du das Bild hier zum einstellen eh verkleinerst,
und dann fällt die Auflösung eh nicht mehr viel ins Gewicht.
Von der Bildgestaltung her,
könnte man das Bild je nach gefallen drehen,
30 - 45 Grad,
so das die Spinne etwas schräg im Netz sitzt und dann das Bild beschneiden.
Das ist wie gesagt Geschmacksache.

Zwei Bilder eines nicht leichten Motives,
das man so nehmen muss wie es eben geht.

Bild zwei hat etwas.
Trotz schwierigem Winkel,
meiner Meinung nach einen schönen künstlerischen Effekt.
Die Cheliceren bilden hier das Zentrum und von dort aus baut sich das Bild auf.
Gefällt mir.

Gut Licht

Michael

Verfasst: 31. Jul 2014, 16:35
von fossilhunter
Hi Lutz !

Bild 1 finde ich als Freihandaufnahme recht gut gelungen - für meinen Geschmack schön gestaltet und auch die Schärfe finde ich passend.
Im kommenden Herbst wirst du sicherlich noch viele dieser Wesepenspinnen entdecken und dann einfach mal warten, bis eine Spinne ihr Netz an einer makrotaugleichen Stelle erbaut. Auch das kommt vor - man muss nur Geduld haben. Daher meine Empfehlung nicht sofort bei der ersten gefunden Wespenspinne loslegen, sondern wirklich zu warten bis auch das Umfeld passt !
Bei Bild Nr. 2 darf ich ganz ehrlich sein - das ist ams nicht gelungen ...

lg

Karl

Verfasst: 31. Jul 2014, 20:30
von Christian Zieg
Hallo Lutz,

die Viecher machen es dem ambitionierten Kleinsttierlichtbildner nicht
unbedingt leicht. sie sitzen tief, sie sitzen vor viel Gemüse. Sie wissen,
was sie tun. Wir mögen das nicht so sehr. :DD
Bei Bild 1 kommt es mir so vor, als hättest Du nicht ganz 90° zur Spinne
gestanden. Ich denke, wenn Du minimal im Uhrzeigersinn um sie herum-
getapert wärst, hättest Du auch mit Blende 3,5 noch ein Bild machen
können und dadurch schon eine Kleinigkeit mehr Auflösung des Hinter-
grundes bekommen. Wobei das marginal gewesen wäre. Und so schlecht
sieht das ja gar nicht aus. Nur die Füße links sind halt nicht mehr in der
Schärfeebene. Das wäre auf alle Fälle durch eine bessere Ausrichtung
machbar gewesen.
Das zweite Bild zweigt, wie schwer es die Tiere dem Fotografen machen.
Deutliche Gemüsespuren im Hintergrund versuchen alles, um aufzufallen,
selbst bei f4. Das kann man dann unter die Rubrik "natürlich" stellen, was
ja auch ok ist. ABer was mir hier sehr fehlt, ist die Schärfe an der Spinne.
Ich kann keinen Fokuspunkt finden. Dass sie das Auge verbirgt, ist schade.
Da hättest Du nur durch einen Perspektivwechsel was ändern können.

Momentan gibt es viele Wespenspinnen. Ich würde einfach nach einer
suchen, die etwas besser freigestellt sitzt. Und dann geh um das Motiv
rum. Ohne Kamera. Suche Dir die Stark- und Schwachstellen. Konstruiere
das Bild im Kopf. Und dann ran an den Speck mit der Kamera. Ich bin sicher,
Dir wird da was Gutes gelingen.

Gruß, Christian

Verfasst: 31. Jul 2014, 20:55
von Freddie
Hallo Lutz,

die ersten Früchte sind am süßesten.
So ist es verständlich, dass du dich erst mal freust.
Die Bilder wurden ja schon gut besprochen.
Bild 1 zeigt gute Ansätze, Bild 2 ist eher zum Löschen.
Die Bildprobleme sind ohne dein Verschulden durch die ungünstige Situation entstanden.

Du musst einfach weiter suchen.
Im Hoch- und Spätsommer sind die Spinnen sehr häufig.
Einige davon sitzen höher und gut freistellbar.
Dann werden die Ergebnisse ganz schnell perfekt.

Verfasst: 1. Aug 2014, 10:52
von dirk
Hallo Lutz,
ich möchte mich hier meinen Vorrednern anschließen. Ein tolles Motiv mit schwierigen Umständen.
Schön, dass Du es hier gezeigt hast.
LG Dirk

Verfasst: 1. Aug 2014, 11:02
von MichaSauer
Hallo Lutz,

das erste Bild finde ich im Vergleich weit besser. Technische Tipps zu diesem hast Du ja bereits bekommen. Du schreibst, dass hinter der Spinne Wasser war. Vielleicht kannst Du ja zum Sonnenauf- oder untergang nochmal zu dieser Spinne gehen (je nach Ausrichtung von Spinne und Wasser morgens oder abends). Ich könnte mir gut vorstellen, dass Du mit kleinerer Blende, weicherem Licht und evtl. Lichtreflexionen auf dem Wasser ein noch viel besseres Bild hinbekommst. Oder Du suchst Dir, wie mehrfach angesprochen, ein anderes Tier, das besser sitzt. Aber das mit dem Wasser hört sich für mich einfach interessant an...

Viele Grüße
Michael

Verfasst: 1. Aug 2014, 21:27
von rincewind
Hallo Lutz,

Dein Bild zeigt ein typischen Problem beim Fotografieren von Wespenspinnen.
So wie die im Gras sitzen ist es sehr schwierig bei ausreichender ST einen schönen HG
hinzubekommen da hilft eigentlich nur Geduld eine zu finden die passend sitzt.
Bei den guten Ansätzen des ersten Bildes wirst Du bestimmt Deine Freude daran haben.
Das zweite Bild ist ein Versuch einer anderen Perspektive, aber unter den beschriebenen Umständen
ist es schwierig daraus etwas sehenswertes zu machen.

LG Silvio

Verfasst: 2. Aug 2014, 19:22
von Gabi Buschmann
Hallo,Lutz,

du hast versucht, aus der schwierigen Situation
das Beste zu machen.
Auf jeden Fall ist es dir gut gelungen, das Typische des
Wespenspinnenetzes gut im Bild einzufangen, das
Stabilement, v.a. auch durch die Wahl des HF und den
kleineren ABM.