Heuschrecke

Neueinsteiger ins Forum präsentieren hier ihre Bilder. Anfänger in der Makrofotografie erhalten Tipps zur Verbesserung ihrer Fotos.
Il-as
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Beitragvon Il-as » 16. Jun 2018, 00:18

Ein neuer Versuch. Diesmal habe ich eine halbwegs akzeptable Bildgröße hinbekommen. Da muss ich noch ein wenig experimentieren.

Diese kleine Heuschrecke konnte ich erwischen. Ich mag die kleinen Hüpfer sehr.

Irgendetwas ist schiefgelaufen Das Bild hatte 345 KB und jetzt hier 101,94 KiB. Was ist KiB???
Dateianhänge
Kamera: SLT-A58
Objektiv: DT 50mm F1.8 SAM @ 50mm
Belichtungszeit: 1/1000s
Blende: f/3.5
ISO: 250
Beleuchtung:
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG):
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe):
Stativ:
---------
Aufnahmedatum: 03.06.2018
Region/Ort:
vorgefundener Lebensraum:
Artenname:
kNB
sonstiges:
vorsichtig.jpg (101.94 KiB) 297 mal betrachtet
vorsichtig.jpg
Zuletzt geändert von Il-as am 16. Jun 2018, 00:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Lao-Tse
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Beitragvon Katharina » 16. Jun 2018, 00:58

Liebe Astrid,
Dein Bild gefällt mir - schön, wie der Hüpfer uns schräg entgegenblickt... Fast springt er einem bald aus dem Bild.
Ich finde den Hintergrund auch sehr schön unscharf durch die kleine Blende. Angesichts der kurzen Belichtungszeit, hättest Du auch ISO noch niedriger legen können...
Zur Bildgestaltung zum Ausprobieren ein anderes Mal: es unterstreicht die Dynamik mehr, wenn Du in Blickrichtung mehr Platz im Bild lässt, als im Rücken. Das Insekt kommt von rechts unten und geht nach links oben... Da wäre ein optimaler Platz im rechten unteren Bereich des Bildes, um noch mehr die Dynamik und die Bewegungsrichtung zu unterstreichen.
Dann ist es wichtig, möglichst alles von den Fühlern zu erwischen und nichts abzuschneiden - einer der beiden Fühler ist nur knapp auf dem Bild.
In einem meiner Bilder, die ich im Form gezeigt habe, fand ich den Hinweis interessant, das bei längerer Belichtungszeit bei der Kompression der Bilder mehr Schärfe erzielt wird, als wenn sie sehr kurz belichtet werden.
Eine Herausforderung bei Insekten ist vor dem Hintergrund, dass sie gerne fliehen, sie von der Seite auf Augenhöhe der Insekten abzubilden und die Kamera so auszurichten, dass das Objektiv genau senkrecht zum Körper des Insekts zeigt. Dann "nur noch" auf die Augen scharf stellen und dann "knipps".
Meine Vorschläge sollen Dein jetzt gezeigten Bild nicht mindern! Es hat auch schon jetzt Stärken - und Insekten müssen nicht immer von der Seite aufgenommen werden. Es ist nur leichter, Insekten ganz scharf abzubilden, wenn Du sie von der Seite erwischst. Liebe Grüße Katharina
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Beitragvon schaubinio » 16. Jun 2018, 01:14

Hallo Astrid, Katharina hat sich Deiner ja schon etwas angenommen :good:


Aufgeben ist was für Feiglinge....also hat das alles schon einen Zweck :wink:

Vieles hätte ich nicht besser erklären können.

Hier wäre es sinnvoll das Bildfeld weiter nach rechts zu verlagern,
so das in Blickrichtung mehr Platz entsteht.

Das der Fühler angeschnitten ist finde ich echt schade :sorry:

Beim nächsten mal eben.... :wink:

Die Schärfe ist trotz Reduktion sehr gut geworden. Klappt doch.


Ein Satz noch zu Deiner Waldeidechse.

Ich würde gerne einen Workflow mit PS 11 erstellen.
Dazu bräuchte/n ich/wir das RAW.




HIER :blush2:

viewtopic.php?f=5&t=66660


kannst Du es hochladen wenn Du magst.

So können wir ein Optimum herauskitzeln, bzw.
Vorschläge aufzeigen und gegebenenfalls umsetzten.

Wünsche Dir weiterhin viel Spaß :clapping:
L.g Stefan, der mit dem -f-

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Beitragvon Gabi Buschmann » 16. Jun 2018, 13:23

Il-as hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Das Bild hatte 345 KB und jetzt hier 101,94 KiB. Was ist KiB???


Hallo, Astrid,

zum Bild ist schon alles gesagt worden, deshalb beantworte ich mal
deine Frage. KiB ist nur eine andere Abkürzung für Kilobyte.
Dass das Bild beim Hochladen kleiner wird, kann nicht sein. Überprüfe
doch nochmal deinen Workflow, ob du zwischendrin was gemacht hast,
was dazu führen könnte
Liebe Grüße Gabi
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Beitragvon Werner Buschmann » 16. Jun 2018, 21:03

Hallo Astrid,

irgend etwas stimmt mit Deinem EBV-Workflow nicht.
Der Kopfbereich der Heuschrecke wirkt so glattgebügelt,
so detaillos.
Hast Du ggf. insgesamt zu stark entrauscht?

Hallo Astrid,

habe noch mal recherchiert.

Das ist doch eine Portraitlinse von Sony.
Mit einem Vergrößerungsfaktor an der Naheinstellgrenze von 0,2
ist sie für Makrofotografie nicht sonderlich geeignet.

Wahrscheinlich hast Du das Bild deshalb auch stärker beschnitten,
um eine Ausschnittsvergrößerung zu erreichen.
________________
Liebe Grüße Werner
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Beitragvon Il-as » 16. Jun 2018, 23:32

Oh je!
Da sind jetzt viele Fragen zu beantworten.

Am besten in einer Zusammenfassung.

Also.... Meine "Ausrüstung" ist mehr als bescheiden.
Ein Makroobjektiv habe ich noch nicht, das wird evtl. auch noch ein wenig dauern. Trotzdem macht es Freude die Dinge, vor allem Insekten, so nah wie möglich festzuhalten.
Meine Bilder sind so gut wie nie beschnitten, sondern so wie sie aus der Kamera kommen. Ich versuche mit dem größtmöglichen Zoomfaktor der kleinen Sony zurechtzukommen. Der ist leider nicht mit RAW möglich, also sind alle Aufnahmen mit JEPG gemacht.

Die Bildverarbeitung mache ich überwiegend mit Photoshop lightroom 3. Auch nicht das neueste :cry:
Bei RAW Aufnahmen wird es kompliziert. Da müsste ich mui Captur one arbeiten, mit dem ich mich aber noch nicht so gut auskenne. In RAW funktioniert außerdem der Zoom der Sony nicht und normal aufgenommen, müsste ich ausschneiden bis zum geht nicht mehr. Das geht gar nicht.
Mit meiner Notlösung funktioniert es eigentlich gut.
Die Originalaufnahmen sind durchweg o.k.(dieses Original hatte 2MB) aber das extreme verkleinern halten sie nicht aus.
Ich versuche noch, ob ich mit dem verkleinern besser klar komme und nicht bei Briefmarken lande
Ansonsten :?:
L G Astrid
Zuletzt geändert von Il-as am 16. Jun 2018, 23:35, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Clouser » 17. Jun 2018, 08:55

Hallo Astrid,

ich könnte mir vorstellen, daß du im Modus "Telezoom-Serienaufnahme AE-Priorität" fotografierst. Dann hast du 8 schnelle Fotos, die aufgrund der Rechenleistung der A58 auf 5MPixel reduziert sind. Daher auch deine 2MB Ausgangsdateigröße.
Das SAL501,8 ist in meinen Augen ein sehr schönes Portraitobjektiv und gut für z.B Familienfeiern geeignet, ich besitze es selbst und bin sehr zufrieden. Für Makrofotografie ist es nur sehr bedingt geeignet.
Wenn es deine Rechnerleistung hergibt, könntest du LR5 mal installieren ( Ich habe beim kurzen Nachschauen im Netz zumindest einen Probeinstallatonslink gefunden. Ausprobiert habe ich ihn nicht). Dann könntest du die ARWs problemlos entwickeln. Die ARWs haben 20MP und damit ein viel besseres "Ausgangsmaterial", als die 5MP deiner jetzigen bereits in der Kamera beschnittenen und automatisch verrechneten Dateien.
Wenn alle Stricke reißen und bevor du völlig gefrustet bist... Ich hab' noch ein 60/2.0 Tamron Makroobjektiv, welches ich selten benutze ( Fokusring dreht sich ein klein Wenig hakelig nach einem Tauchgang im Bach), das könnte ich dir gerne mal leihen. Die Abbildungsqualität hat nicht gelitten.

Nicht verzweifeln, deine kleine Sony kann mehr als du momentan glaubst...
Viele Grüße
Berthold
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Beitragvon Reinold » 17. Jun 2018, 10:17

Hallo Astrid,
aller Anfang ist schwer, ich kann mich noch gut an meine bescheidenen Anfänge erinnern.
Und nun nach einer längeren Pause, Stehe ich vor Allem was die Ausrichtung der Kamera betrifft fast wieder am Anfang.
Aber weiter üben und die Kritik nicht persönlich nehmen hilft und in einem 1/2 Jahr bist du sicher schon fast ein "Profi".
Gruss Reinold
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Beitragvon Il-as » 17. Jun 2018, 10:18

Hallo Berthold,
mit deiner Einschätzung, dass ich die Tekezoomfunktion benutze liegst du richtig.
Die Einschätzung des klerinen "Turnschuhobjektivs" wird diesem nicht ganz gerecht.
Ich bin viel in einem nahegelegrnen Naturschutzgebiete unterwegs und fotografiere am liebsten Motive, die man nicht so oft erwischt . Da ist die Schnelligkeit meistens die Hauptsache. Langes einstellen und exaktes fokussieren ist da meistens kontraproduktiv. Da ist das Motiv weg ehe ich fertig bin.

Ich mag auch Aufnahmen mit Schärfeverläufen gerne, wo der scharfe Fokuspunkt nur klein ist. Das schafft die kleine Festbrennweite gut. Ich fotografiere zum Vergnügen und oft zum Stressabbau, Wenn de Fotos keine Meisterwerke werden, das macht nichts. Ich freue mich über "erwischtes" und versuche immer weiter es so gut wie möglich hinzukriegen.
Einen Erfolg haben die kritischen Kommentare schon gebracht. Ich habe rausgefunden, mit welcher Kaneraenstellung es möglich ist, bei der schnellen Serienaufnahme die Blende einstellen zu können.

Dafür hat sich der Besuch hier schon gelohnt.

L G Astrid
Zuletzt geändert von Il-as am 17. Jun 2018, 10:20, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Bettina » 19. Jun 2018, 21:57

Hallo Astrid,
lass dich dich nicht entmutigen.
Die Hinweise hören sich nach großen Baustellen an. Die sind aber gut gemeint und zu Beginn überfordert das alles evtl.
Ich hatte es im Gegensatz zu dir total einfach. Mein Mann Harald (ist auch hier vertreten) fotografierte schon länger und
ich musste mir zu Beginn einfach nur den gleichen Kamerabody kaufen. Alles was nicht in meinem Rucksack zu finden war,
konnte ich mir einfach kurz "ausleihen". Tips und Hinweise natürlich inclusive vor Ort.

Da hast du es ungemein schwerer. Mit deiner Kamera kenne ich mich leider nicht aus. Dazu kann ich dir leider wenig weiterhelfen.
Das Objektiv ist vielleicht nicht optimal aber das du gute Bilder machen kannst ist sicher.
Jepg`s zu entwickeln ist mir noch nie befriedigend gelungen. Wenn sie dann auch nur eine so kleine Datenmenge haben wird es noch schwieriger.
Jetzt mach doch mal ein Bild in RAW. Entwickle und beschneide das heftig bis es dir gefällt. Wäre mal interessant was dann da für eine
Qualität rauskommt.

Katharina hat schon viel richtiges zum Bild geschrieben.
Für mich ist das einzig wirklich für dich schnell zu lösende Manko der Sitz der Schrecke.
Die gehört für mich in die rechte obere Ecke.
Da würde das Bild sofort mehr Dynamik ausstrahlen weil in Sprung- und Blickrichtung mehr Platz wäre.
Den Fühler hätte es dann auch nicht erwischt.

Die Perspektive wolltest du aber sicherlich genau so und nicht klassisch von der Seite.
Das ist für mich auch die interessantere und spannendere Variante.
Der Fokus auf den Augen/Kopf und der Körper in die Unschärfe auslaufend.
Hätte ich auch so gemacht.

Also nicht verzagen.
Mal die goldenen Schnitt Regeln googlen oder hier nachschlagen. Das entspricht schon sehr oft unseren
Sehgewohnheiten und kommt meistens am Besten rüber. Muss nicht immer - aber passt oft super.

Du machst sehr vieles richtig und mit deiner Ausrüstung und Alleine ohne Unterstützung vor Ort,
erzielst du gute Ergebnisse. Das andere wird schon. Du musst dir einen Workflow erarbeiten mit dem du das Beste herausholen kannst
aus deinen Möglichkeiten. Die Bilder machst aber immer noch du und da bist du auf einem guten Weg.
Übrigens kann man Objektive auch gut gebraucht kaufen.

Das wichtigste ist eh die Freude daran und die vermiesen wir dir hoffentlich noch nicht.
LG
Bettina

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