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Er kam zu Besuch

Verfasst: 6. Aug 2020, 17:03
von Il-as
In meinem Garten habe ich gestern diesen Faulbaumbläuling (Celastrina argiolus) am wilden Basilikum erwischt. Zwar um die Mittagszeit und in der Sonne aber die Freude war riesengroß. Endlich kommen wieder mehr Schmetterlinge. :yahoo:
Der Wasserdost im Garten fängt jetzt richtig an zu blühen, da ist meistens auch einiges dran anzutreffen. Heute habe ich einen Zwerg-Schmetterlingsflieder gekauft, dafür habe ich noch Platz. Da war auch sofort Betrieb. :dance3:
Ich bin gespannt, was sich noch alles so einstellt.

Er kam zu Besuch

Verfasst: 6. Aug 2020, 17:35
von Steffen123
Hallo Astrid

Für mich ist das ein wunderbares Bild von diesem tollen Bläuling. Gefällt mir insgesamt sehr gut.

Liebe Grüße
Steffen

Er kam zu Besuch

Verfasst: 6. Aug 2020, 17:39
von JürgenH
Hallo Astrid,

sehr schöne Aufnahme, die ich mir auch sehr
gut im HF vorstellen könnte.

Gruß
Jürgen

Er kam zu Besuch

Verfasst: 7. Aug 2020, 07:55
von jo_ru
Hallo Astrid,

der Faulbaumbläuling ist tatsächlich ein Gartenbläuling,
und so kann ich auch bei mir immer wieder mal einen beobachten.
Die rastlosen Gesellen so gut ausgerichtet abzulichten, gelingt aber nicht oft.
Viell. dürfte er noch ein wenig weiter links im Bild sitzen?

Er kam zu Besuch

Verfasst: 7. Aug 2020, 08:31
von Il-as
jo_ru hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Viell. dürfte er noch ein wenig weiter links im Bild sitzen?


Hallo Joachim,

mit dem 50er Objektiv kann ich bei so kleinen, unruhigen Faltern nicht lange ausrichten.
Der Kleine war ständig in Bewegung und ich musste jede Bewegung vermeiden, weil ich schon weit in der Fluchtdistanz war.
Hier hat es mit einer schnellen Serienbildaufnahme und quasi "Fokusfalle" geklappt.

L G. Astrid

Er kam zu Besuch

Verfasst: 7. Aug 2020, 10:52
von charlyw64
Hallo Astrid,
Il-as hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Der Kleine war ständig in Bewegung und ich musste jede Bewegung vermeiden, weil ich schon weit in der Fluchtdistanz war.


Ich kommentiere nur noch selten, aber hier muss es sein. Schmetterlinge haben keine Fluchtdistanz! Sie hatten noch nie eine, sie werden auch niemals (zumindest in unseren Lebzeiten) eine bekommen. Sie haben einen Fluchtreflex den man als Fotograf mit bestimmten Bewegungen auslösen kann - aber der hat nichts mit der Entfernung zu tun sondern mit der Bewegungsrichtung relativ zum Motiv und es ist nicht die Annäherung sondern Querbewegungen zur Ansitzorientierung.

Zum anderen finde ich es seltsam dass keiner der bisherigen Kommentierenden auch nur ansatzweise auf das meiner Ansicht nach grösste Problem des Bildes eingegangen ist. Der Kopf des Schmetterlings ist nicht scharf. Die Schärfeebene liegt mehrere Millimeter davor, als hätte Dein Autofokus (bei Makro aus meiner Sicht eh ein hoffnungsloses Unterfangen) die vordere Kante der Ansitz-Blüte angepeilt. Bei Schmetterlingen lohnt es sich oft (um etwas mehr Toleranz bzgl. der Schärfentiefe auf den Flügeln zu bekommen) die Fokusebene einen Millimeter hinter dem dem Fotografen zugewandten Auges zu plazieren, mit Autofokus auf dem Auge verschenkt man oft vorhandene Schärfentiefe weil das Auge steht etwas aus der von den Flügeln gebildeten Ebene heraus und die Schärfentiefe verteilt sich recht gleichmässig vor und hinter der Fokusebene.

Mit freundlichem Gruss
Karl Günter

Er kam zu Besuch

Verfasst: 7. Aug 2020, 11:25
von Il-as
charlyw64 hat geschrieben:Quelltext des Beitrags
Ich kommentiere nur noch selten, aber hier muss es sein. Schmetterlinge haben keine Fluchtdistanz! Sie hatten noch nie eine, sie werden auch niemals (zumindest in unseren Lebzeiten) eine bekommen. Sie haben einen Fluchtreflex den man als Fotograf mit bestimmten Bewegungen auslösen kann


Warum so aggressiv?

Dann nennt man es eben "Fluchtreflex"
Gemeint habe ich damit dasselbe.

charlyw64 hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Bei Schmetterlingen lohnt es sich oft (um etwas mehr Toleranz bzgl. der Schärfentiefe auf den Flügeln zu bekommen) die Fokusebene einen Millimeter hinter dem dem Fotografen zugewandten Auges zu plazieren, mit Autofokus auf dem Auge verschenkt man oft vorhandene Schärfentiefe


Erstens habe ich nicht mit Autofokus fotografiert und zweitens ist das kein schlafender oder kältestarrer Falter.
Spätestens beim auslösen per Hand ist der Fokus oft verrutscht, selbst wenn der Falter stillhält. Bei beidem zusammen kommt dann Glück ins Spiel.

Vielleicht passe ich mit meiner persönlichen, großzügigen Einstellung zum "perfekt fokussierten Auge" nicht hier hin aber mir ist das nicht das wichtigste.

Weder habe ich die super Ausrüstung noch die Zeit mich früh morgens um perfekte Bilder schlafender Insekten zu bemühen.

Ich habe nur Freude an meinem Hobby

L.G. Astrid

Er kam zu Besuch

Verfasst: 7. Aug 2020, 11:34
von Harald Esberger
Hi Astrid

Das wichtigste ist das du Freude hast, und das hast Du, das merkt man.

Nur musst du auch verstehen das es für die meisten wichtig ist das bestimmte Teile des Motiv's scharf sind,

für mich ist das ein KO-Kriterium.

Nur als Tipp, wenn ich aktive Insekten MIT AF fotografiere, dann stelle ich meine Kamera auf AF/C (Kontinuierliche Fokusierung)

dabei folgt der AF, bei angedrückten Auslöser, mit, das bedeutet das deine Bewegung die DU oder das Motiv macht automatisch mitführt.

Das sit eine grosse Hilfe.


VG Harald

Er kam zu Besuch

Verfasst: 7. Aug 2020, 11:53
von charlyw64
Il-as hat geschrieben:Quelltext des Beitrags
charlyw64 hat geschrieben:Quelltext des Beitrags
Ich kommentiere nur noch selten, aber hier muss es sein. Schmetterlinge haben keine Fluchtdistanz! Sie hatten noch nie eine, sie werden auch niemals (zumindest in unseren Lebzeiten) eine bekommen. Sie haben einen Fluchtreflex den man als Fotograf mit bestimmten Bewegungen auslösen kann


Warum so aggressiv?

Dann nennt man es eben "Fluchtreflex"
Gemeint habe ich damit dasselbe.


Nur dass die beiden Begriffe nicht das gleiche bedeuten! Das ist wichtig, gerade in einem öffentlichen Forum. Und deswegen auch meine Korrektur, weil es einen der übelsten Mythen der Makrofotografie kolportiert, nämlich besagte nicht existente "Fluchtdistanz".

Mit freundlichem Gruss
Karl Günter

Er kam zu Besuch

Verfasst: 7. Aug 2020, 16:56
von Corela
Hallo Astrid,

das ist einer der wenigen Bläulinge, die ich sicher erkenne :)
weil es sie auch bei uns im Garten gibt.
Daher weiß ich auch, wie schwierig es ist, sie zu erwischen,
Haralds Tipp befolge ich auch, weil ich selber einfach zu langsam bin mit dem Fokusieren.
Ich finde das Bild sehr schön anzuschauen und bin immer wieder erstaunt,
wie du mit der kurzen Brennweite es schaffst, die Motive so schön in Szene zu setzen.


charlyw64 hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Nur dass die beiden Begriffe nicht das gleiche bedeuten!

Hallo Karl,

ich kannte den Unterschied zwischen diesen beiden Begriffen auch nicht.
Danke fürs Aufklären.