Hi nochmal,
nein, ein Weibchen ist das definitiv nicht, denn die Hinterleibsanhänge sind männlich (paarige obere Anhänge,
wobei die beiden oberen eng neben einander stehen, und unpaariger unterer Anhang, der beim Ergreifen der
Weibchen zu den oberen Anhängen als Widerlager der "Zange" dient). Außerdem sieht man (zwar schlecht,
aber wenn man weiß wie die aussehen müssen gar nicht mal soooo schlecht) das sekundäre Genital an der
Unterseite des 2./3. Segments. Zudem ist der Hinterleib tailliert, was er bei Weibchen nie ist - der wäre dann
einfach nach hinten relativ gleichmäßig verjüngend.
Die Farbe hat mit dem Geschlecht zunächst nicht so viel zu tun, denn sowohl Männchen als auch weibchen wech-
seln im Laufe des Lebens die Farbe. Jung sind die Großen Heidis zunächst blass beige bis gelblich gefärbt (Männchen
wie auch Weibchen). Nach 1-2 Tagen färben sie in die Jugendfärbung um, welche bei
Männchen und
Weibchennahezu identisch ist (gelber Thorax und gelblich bis beige-gelb-orangener Hinterleib und auch die Vorderseite des
Thorax wie der Hinterleib). Dann mit der Reife (10-14 Tage nach dem Schlupf) färben sie in die geschlechtsdiverse
Adultfärbung um, die Männchen eher in Richtung Rot/Rotorange und die Weibchen
idR bräunlicher, dann vergrauen
beide im Alter, vor allem die Weibchen. Jedenfalls haben adulte Männchen und Weibchen dann am Thorax zwei blass-
gelbe Flecken, unten etwas stärker ausgeprägt, nach oben in die Thoraxfärbung übergehend. Dieser ist z. B. bei der
Gemeinen nicht vorhanden.
Bernie hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Ein gelbes Männchen? Ich dachte die sind immer rot.
Was für ein Weibchen der Großen Heidelibelle spricht, ist die schräg abstehende Legeröhre (8. Segment). Man muss reinzoomen, sonst sieht man sie nicht. Ist wirklich schlecht zu erkennen. Ich habe gelesen, die ist - neben dem schwarzen Strich, der an den Augen endet - charakteristisch für die Große Heidelibelle, während die Legeröhre der Weibchen der Gemeinen Heidelibelle rechtwinkelig vom Körper absteht.