Nelkenwurz

Landschaftsfotos sowie Fotos aus Flora und Fauna, die keine Makrofotos sind, also einen Abbildungsmaßstab < 1:15 haben.
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manne
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Beitragvon manne » 16. Mai 2022, 19:25

Falls das Bild in der falschen Kategorie ist, biete verschieben oder löschen.
Ich hoffe, ich habe das Bild etwas besser getroffen als bei der Erdbeerschnecke.

LG Manne
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Kamera: DC-GX9
Objektiv: OLYMPUS M.60mm F2.8 Macro @ 60mm
Belichtungszeit: 1/100s
Blende: f/6.3
ISO: 200
Beleuchtung:
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG):
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Enrico
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Beitragvon Enrico » 16. Mai 2022, 21:45

Hallo Manfred,

Farblich macht das was her.

Blau und Gelb sind herrliche Komplementärfarben.

Ich gehe davon aus, das Du das Umfeld und Teile der Pflanzen Blau umgefärbt hast.

Dann ist das Bild für mich ein Fall für den Art Bereich.

Die Schärfe sieht ganz gut aus, obwohl ich gern auch das Blütenzentrum scharf gesehen hätte.

Dafür liegt die Schärfeebene aber minimal zu weit hinten.

Was mir aber leider schon in der Vorschau negativ aufgefallen ist

ist der unglückliche Anschnitt der Blüte am oberen Bildrand.

Hier hätte man auf jeden fall so viel Platz zum Rand lassen sollen, wie seitlich oder unten.

Das klingt jetzt vielleicht sehr negativ, soll Dich aber nicht entmutigen.

Bin gespannt auf dein nächstes Foto.

Immer am Ball bleiben.
Zuletzt geändert von Enrico am 16. Mai 2022, 21:51, insgesamt 1-mal geändert.
LG Enrico
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Beitragvon manne » 17. Mai 2022, 00:24

Ich gehe davon aus, das Du das Umfeld und Teile der Pflanzen Blau umgefärbt hast.
Die Schärfe sieht ganz gut aus, obwohl ich gern auch das Blütenzentrum scharf gesehen hätte.
ist der unglückliche Anschnitt der Blüte am oberen Bildrand.

Ich habe das Bild mit Affinity Photo bearbeitet. Orginal schaut etwas anders aus.

Danke Enrico, für deinen ehrlich und guten Kommentar.

LG Manne
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Beitragvon HärLe » 17. Mai 2022, 11:00

Hallo Manne,
zunächst möchte ich Dich hier im Forum recht herzlich begrüßen. Schon, dass Du Deinen Weg durchs Netz bis zu uns gefunden hast :)

Jetzt zu Deinem aktuellen Foto.
Hinsichtlich der spektakulären Farbgebung hätte ich gerne mal das Originalfoto gesehen um einschätzen zu können, was "Natur" und was "Kunst" im Bild ist.
In der konventionellen* Makrofotografie ist die Schärfelegung immer ein Thema. Wohin mit dem Fokus? Welche Blende für den passenden Schärfekorridor und die Freistellung gegenüber dem Umfeld wählen?
Du hast Dich für einen weit hinten liegenden Schärfepunkt entschieden. Die von Dir gewählte Blende reicht so nicht aus, um weite Teile der Blüte in die Schärfeebene zu bekommen. Oft ist es in solchen Situationen besser, den Fokus auf eine Struktur zu legen, die dem Betrachter zugewandt ist - etwa ein vorne liegendes Blütenblatt, das Blütenzentrum... . Allemal bei statischen Motiven wie Pflanzen kann man, wenn man sich nicht sicher ist, mehrere Aufnahmen mit unterschiedlicher Blende und unterschiedlicher Schärfelegung machen. Probier's mal aus... :)

Hoffentlich habe ich Dir mit meinem Gefasel jetzt nicht die Freude am Knipsen und Bilderzeigen vergällt :(
Bleib dran :) Schalt die Vollautomatik ab, spiele rum und stelle Deine Ergebnisse zur Diskussion. Das bringt's voll :)
Viel Spaß mit den gewonnenen Erkenntnissen :)

Gruß Herbert

*in den letzten Jahren wurde das Stacking immer beliebter. Diese Technik ermöglicht ganz andere Dimensionen der Schärfentiefe.
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Plantina
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Beitragvon Plantina » 17. Mai 2022, 14:26

Hallo Manne,

auch von mir ein herzliches Willkommen, die Freude am Fotografieren hier zu teilen und Spaß am Austausch zu haben!
Oft ist es ja so, dass andere die geschriebenen Kommentare auch lesen und das für sie auch interessant sein kann.

Deine Freude an Farbkombinationen, Experimentieren und mutige, aber interessante Wege auch in der Bearbeitung aufzutun, gefällt mir.

Für mich ist es wichtig, dass jeder das, was er selbst realisieren möchte, handwerklich auch nach seinen Wünschen verwirklichen kann.

Dabei kann der Austausch immer wieder neue Dinge bewusst machen, um das für sich zu optimieren.

Das, was Herbert schreibt, hatte mir Stefan (schaubinio) auch einmal als Tipps gegeben, als ich den Tropfen am hinteren Rand eines Pilzes schön scharf hatte, aber die Kappe des Pilzes vorne im Bild völlig unscharf war (das sah dann schon ein bisschen matschig aus). Ja, da hätte ich die Perspektive verändern und den Pilz so aufnehmen können, dass der Tropfen dem Betrachter am nahesten zugewandt war... Das war mir danach dann sonnenklar geworden.

Manchmal funktioniert es auch so, dass die Motive scharf erscheinen , wenn der Fokus gelegt wird auf die Motive umringt von der hellsten Stelle im Bild und Motive, die im Schatten gleichzeitg stehen, dann weniger geeignet sein können für die Fokuslegung, auch wenn sie näher zum Betrachter stehen.
Manchmal kann man auch mit Komplementärfarben spielen, wo an der Grenzfläche der komplementären Farben das Auge (oder das Gehirn?) oft einen dunklen Saum dazu erfindet, der eine gewisse Schärfe ersetzt... (z.B. Mohnblüte rot vorne im Bild unscharf und nicht im Fokus, eine grüne Knospe weiter hinten im Bild scharf und alles vor grünem HG).
Fotografen suchen auch oft an den Schnittpunkten der Drittellinien oder im goldenen Schnitt die Schärfe, weil sie wesentliche Bildelemente aus Harmonie-Gründen dort gerne hinlegen.
Das wollte ich ohne Bezug zu Deinem Bild noch ergänzen...

Bei der ganzen Sache geht es nicht um die Frage, wo der Fokus verallgemeinernd zu liegen hat, sondern vornehmlich darum, wie man als Fotograf den optimalen Schärfeeindruck ermöglicht, und das ist jetzt entscheidend: WENN MAN DAS SO MÖCHTE. Man kann dann sehr schön mit der Unschärfe spielen, wenn das Auge dann den gewünschten (Ruhe-)Punkt findet, wo es Schärfe sucht.

Manchmal aber passt es nicht, einen Ruhepunkt zu schaffen und man möchte als Fotograf, dass der Betrachter im Bild umherwandert (z.B. indem man gerade helle Stellen im Bild defokussiert) - auch das kann Thema eines Fotos sein. Auch dafür ist es gut, diese Regeln zu kennen, um sie bewusst zu brechen.

Manchmal macht man es aus dem Bauch heraus genau richtig.

Gleiches bei den Anschnitten im Bild. Manchmal hat man es einfach nur vermasselt und beim Abdrücken kam ein Windzug oder man ist ein wenig selbst geschwankt - und ein Teil des Motivs ist nicht mehr im Bild (das passiert mir gerne bei filigranen Beinchen von Insekten oder Fühlern)... Da war man einfach nicht Herr der Lage und bei mir kommt dann auch Betriebsblindheit dazu, wenn ich das nicht bemerke.
Wenn man sich aber einmal auf den Seiten der Gesellschft der Tierfotografen (GdT) umschaut, wird man sehen, dass originelle und gelungene, bewusste Anschnitte für einen interessanten Teilbereich eines Motivs auch willkommen sind... (so wie vielleicht in meinem Avatar-Bild, wo der Mund fehlt, weil da meine kleinen schiefen Hexenzähnchen beim Lachen heraus schauen :-D)

Wenn ich nicht immer wieder von einigen Mitforisten Rücklauf bekommen hätte über die Wirkung eines Bildes, wäre ich in meinem Bewusstseinprozess, was ich alles mit meinem Foto steuern kann, nicht so weit wie heute!

Deswegen - viel Spaß beim Experimentieren!
Ich sehe, Du hast da auch Gefallen dran und das verspricht ein interessanter Austausch zu werden!

Viele liebe Grüße
Ina
Zuletzt geändert von Plantina am 17. Mai 2022, 14:47, insgesamt 3-mal geändert.
Viele Grüße
Ina
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Beitragvon manne » 17. Mai 2022, 22:40

Danke Herbert für deinen sachlichen Kommentar.
Da habe ich mir ja was ausgesucht, die Makrowelt scheint ein Buch mit sieben Siegeln zu sein. Das Originalbild habe ich beigefügt.

LG Manne
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Beitragvon manne » 17. Mai 2022, 22:59

Hallo Ina, auch dir danke ich für deinen Kommentar. Als ich die Blume fotografiert habe, war es leicht windig und zudem fotografiere ich alles ohne Stativ. Aus diesem Grunde habe mir die kleine Lumix GX9 gekauft, da sie einen Bildstabilisator hat. Leider hat Olympus 60 mm Macro keinen Bildstabilisator. Aber eben dieses Objektiv wurde mir von vielen empfohlen. Heute würde ich eher zur Panasonic Leica 45 mm greifen mit Bildstabilisator.

Das Bild habe ich mit der Einstellung A gemacht. Laut Handbuch sollte man den iA Modus mit dem Blumen Symbol wählen. Vielleicht versuche ich es mal mit Post Focus oder 4K Modus. Es gibt ja viele Möglichkeiten bei der kleinen Kamera.

LG Manne
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Beitragvon Plantina » 17. Mai 2022, 23:54

Hallo Manne,

ich arbeite auch gerne mit Kameras von der Firma (Panasonic Kameras arbeiten mit dem Dual-IS viel besser mit Panasonic/Leica-Objektiven in Sachen Bildstabilisation, aber das 60mm von Olympus ist auch okay an einer Lumix. So richtig was falsch macht man da mit keinem Hersteller etwas).

Du hast im A-Modus für Pflanzen den Modus gewählt, den ich auch verwende.
Da hat man die besten Variationsmöglichkeiten in Sachen Blende, Fokus und ISO-Einstellungen.

In der Vogelfotografie gibt es andere Empfehlungen. Da hat Fabian Fopp einige gute Tipps bei YouTube über optimale Kameraeinstellungen in der Vogelfotografie gegeben (auch wenn er mit einer anderen Firma arbeitet, ist das übertragbar).

Viele Grüße
Ina
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Beitragvon manne » 18. Mai 2022, 06:51

Hallo Ina, da du dieselben Einstellungen verwendest wie ich, habe ich eine Frage fotografierst du im Einzelbild Modus, Post Focus oder mit 4K?

LG Manne
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Beitragvon Plantina » 18. Mai 2022, 15:27

Hallo Manne,

ich verwende den Single Shot Modus für Pflanzen und nehme Jpeg und Raw auf. Bei Windstille wähle ich AFC und wenn es windet oder wenn sich Motive bewegen wähle AFS (Motivverfolgung und stelle dabei dann auch Augenverfolgung ein, die mal mit einem Update bei meiner G9 mal nachgeliefert wurde - glaube das haben Dir bei der GX9 auch gemacht). Der AF der Panasonic kann auch bewegte Motive recht gut verfolgen.

4K verwende ich eher, wenn ich viele Bilder hintereinander schieße bei bewegten Motiven... und dann bin ich eher im Serienbildmodus.
Post Fokus mit den zahlreichen jpegs - da fehlen mir die raw-Dateien, die ich aber für die Bildqualität lieber bearbeite.
Aber zuweilen spiele ich auch damit mal herum. Das schöne ist ja heute bei der digitalen Fotografie, dass man auch mal löschen kann, wenn ein Experiment nicht glückt.

LG Ina
Viele Grüße
Ina

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