noch einmal Orion

Landschaftsfotos sowie Fotos aus Flora und Fauna, die keine Makrofotos sind, also einen Abbildungsmaßstab < 1:15 haben.
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mosofreund
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noch einmal Orion

Beitragvon mosofreund » 2. Feb 2019, 18:31

Hallo zusammen,

die Astrofotografie lässt mich einfach nicht los. Dabei mangelt es mir vor allem an entsprechendem Equipment, um auch länger belichten zu können (Montierung mit Nachführung), modifizierte Kamera für Astro usw. Und vor allem werde ich vor große Probleme gestellt, da gerade die Astrofotografie an die Bildbearbeitung sehr hohe Ansprüche stellt. Und da bin ich ja leider eine Niete.
Trotzdem macht es mir Spaß zu experimentieren mit dem was ich habe.

Ich hab mir mal das Tamron 60 mm geschnappt. Auch wenn dieses Makroobjektiv vor allem für den Nahbereich gerechnet ist, ist es auch in der Ferne brauchbar. Bei dieser Brennweite kann ich ja länger belichten als mit 150 mm Brennweite. Auch wollte ich hier die maximale Blendenöffnung von 2,0 nutzen, um möglichst viel Licht einzufangen. Hatte ich auch alles so eingestellt, aber als die Session fast zu Ende war, stellte ich fest, dass ich als Blende "nur" 2,8 eingestellt hatte, muss ich im Dunkeln irgendwie verstellt haben, keine Ahnung :evil:

Mit 60 mm Brennweite passte Orion gerade gesamt ins Bild. Auch hierbei ist der Große Orionnebel M 42 deutlich zu erkennen.

Ich habe dann mehrere Aufnahmen (Lightframes) von jeweils 5 Sekunden gemacht. Zusätzlich noch einige Dunkelbildabzüge (Darkframes).
14 Aufnahmen a' 5 Sekunden und 9 Darks habe ich dann vom Programm deepskystacker zusammenrechnen lassen. Durch das Stacken, insbesondere mit den Darks wird das Hintergrundrauschen reduziert und zugleich werden störende Hot und Cold-Pixel eliminert.

Es hat soweit funktioniert und so möchte ich euch 2 Bilder zeigen. Einmal Orion in Gänze und einen Ausschnitt davon.
In dem Ausschnitt ist unten der große Orionnebel und oben ist immerhin der Flammennebel links vom Stern Alnitak ( der linke der drei Gürtelsterne) zumindest ansatzweise zu erkennen.

Ja, da ginge noch viel mehr mit entsprechender Ausrüstung und längerer Belichtungszeit - träumen davon darf man ja. :)

Vielleicht gefallen euch die beiden Bilder ja trotzdem ein wenig.

Danke und liebe Grüße aus dem Norden
Wolfgang
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Kamera: Canon EOS 500 D
Objektiv: Tamron 60mm F 2,0
Belichtungszeit: 14 x 5 Sek.
Blende: 2,8
ISO: 3200
Beleuchtung: starlight
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe):
Stativ: rollei fotopro ct 5 A
Infos zu Multishot-Techniken (z.B. Stack, HDR, Stitch): gestackt mit DSS, 14 Lights uund 9 Darks
---------
Aufnahmedatum: 31.01.2019
Region/Ort: Stade
vorgefundener Lebensraum:
Artenname: Orion
kNB
sonstiges: frisch war's
orion gesamt.JPG (448.72 KiB) 167 mal betrachtet
orion gesamt.JPG
Kamera: Canon EOS 500 D
Objektiv: Tamron 60mm F 2,0
Belichtungszeit: 14 x 5 Sek.
Blende: 2,8
ISO: 3200
Beleuchtung:
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe): deutlich
Stativ: rollei fotopro ct 5 A
Infos zu Multishot-Techniken (z.B. Stack, HDR, Stitch): gestackt mit DSS, 14 Lights und 9 Darks
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Aufnahmedatum: 31.01.2019
Region/Ort: Stade
vorgefundener Lebensraum:
Artenname: Orionnebel, Alnitak
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Sei gebogen, und du wirst gerade bleiben.
Sei leer, und du wirst voll bleiben.
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Lao-tse
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Beitragvon Werner Buschmann » 2. Feb 2019, 19:33

Hallo Wolfgang,

ich sehe mir solche Bilder immer sehr gerne an.
Gerade das erste gefällt mir sehr gut.
________________
Liebe Grüße Werner
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Beitragvon HärLe » 2. Feb 2019, 20:42

Hallo Wolfgang,
ein Foto-Metier, mir dem ich mich noch nie befasst habe. Von daher bedanke ich mich schon mal für Deine Ausführungen. Scheint sich doch ziemlich von der Makrofotografie zu unterscheiden - nicht nur wegen der Entfernung der Motive. Für mich sind die Bilder gelungen. Ich sehe jede Menge Sterne, die keine "Bahnen" geogen haben und das Rauschen fällt kaum auf.

Gruß Herbert
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Beitragvon Fietsche » 3. Feb 2019, 09:42

Hallo Wolfgang,

auch wenn ich nicht die Bohne verstehe von Sternen und Bahnen sehe ich es

mir gerne an und wünsche dir viel Erflog bei deinen Versuchen.
LG. Fietsche

http://www.fietsche.fi
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Beitragvon Hans.h » 3. Feb 2019, 10:07

Hallo Wolfgang,

Wieder ein sehr schöner und gelungener Versuch!
Sehr erstaunlich, daß man sogar den Flammennebel recht gut erkennen kann. :shock:
Mir gefällt das ausgezeichnet.
Wenn Du ein altes Uhrwerk auftreiben kannst, könntest Du eine Nachführung evtl.auch selber bauen.
Wie das mit den DSLR-Sensoren geht, weiß ich nicht, aber in Analog-Zeiten konnte ich mit einem 50mm Objektiv
um die 15 sek. belichten, ohne daß die Sterne Striche wurden.
Bin schon gespannt auf weitere Versuche!

Kosmische Grüße...Hans. :)
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Beitragvon Gabi Buschmann » 3. Feb 2019, 13:42

Hallo, Wolfgang,

ich finde, du hast gute Ergebnisse erzielt. Habe ich mir
sehr gerne angeschaut!
Liebe Grüße Gabi
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Beitragvon Corela » 4. Feb 2019, 18:01

Hallo Wolfgang,

du bleibst wirklich hardnäckig an einem Thema.
Das ist positiv gemeint, sehr sogar.
Ich betrachte diese Bilder als StarTreck und Krieg der Sterne Fan sehr gerne.
Das 1. erscheint mir etwas schärfer.
Ich würde nichts zuordnen können.
lG
Conny

- hinfallen - aufstehen - Krönchen richten - weitergehen -
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Beitragvon fossilhunter » 4. Feb 2019, 18:16

Hi Wolfgang,

ich finde die Astronomie generell ausgesprochen faszinierend und speziell die Kosmologie hat es mir angetan.
Ich würde auch gerne diesbeüglich fotografisch aktiv werden - ich vermute aber doch, dass da nicht unerhebliche Investitionen zu tätigen wären um ansprechende Bilder zu erstellen.

Betreffend der von dir verwendeten Technik muss ich mich erst mal schlau machen ... da versteh ich nur Bahnhof (lightframes, darkframes ...)

Mit "Orion" meinst du das Sternbild "Orion" oder ? Ich hab da einfach Schwierigkeiten die entsprechenden Sterne zu identifizieren ...

lg

Karl
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Beitragvon mosofreund » 5. Feb 2019, 17:32

Hans.h hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Hallo Wolfgang,

Wieder ein sehr schöner und gelungener Versuch!
Sehr erstaunlich, daß man sogar den Flammennebel recht gut erkennen kann. :shock:
Mir gefällt das ausgezeichnet.
Wenn Du ein altes Uhrwerk auftreiben kannst, könntest Du eine Nachführung evtl.auch selber bauen.
Wie das mit den DSLR-Sensoren geht, weiß ich nicht, aber in Analog-Zeiten konnte ich mit einem 50mm Objektiv
um die 15 sek. belichten, ohne daß die Sterne Striche wurden.
Bin schon gespannt auf weitere Versuche!

Kosmische Grüße...Hans. :)


Moin Hans,
freut mich, dass es dir gefällt. Ja, wegen der Nachführung: bin absolut nicht der Heimwerker und müsste da wohl doch auf konfektionierte Ware zurückgreifen. Schaun wir mal.

Zur Belichtungszeit ohne Nachführung: keine Rolle spielt wohl das Fotomedium, sei es ein Film oder ein Sensor.
Entscheidend ist die verwendete Objektivbrennweite in Bezug auf das Film/Sensorformat.

Gibt ja eine griffige Faustformel dafür:
Bei Vollformat äquivalent Kleinbildfilm: 500 : verwendete Objektivbrennweite > mögliche Belichtungszeit in Sekunden ohne Strichbildung
bei Cropformat: 300 : verwendete Objektivbrennweite

Da du zu analogen Zeiten sicherlich Kleinbildformat hattest, ergibt das 500:50 = mindestens 10 Sekunden

Also treffen deine Angaben zu, wobei man noch etwas Spielraum nach oben hat, je näher das Bildfeld dem Himmelspol liegt. (weniger Weg in der Zeit).

Übrigens: Stellarium habe ich mir runtergeladen, ist wirklich ein super Astroprogramm.

lg
Wolfgang

fossilhunter hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Hi Wolfgang,

ich finde die Astronomie generell ausgesprochen faszinierend und speziell die Kosmologie hat es mir angetan.
Ich würde auch gerne diesbeüglich fotografisch aktiv werden - ich vermute aber doch, dass da nicht unerhebliche Investitionen zu tätigen wären um ansprechende Bilder zu erstellen.

Betreffend der von dir verwendeten Technik muss ich mich erst mal schlau machen ... da versteh ich nur Bahnhof (lightframes, darkframes ...)

Mit "Orion" meinst du das Sternbild "Orion" oder ? Ich hab da einfach Schwierigkeiten die entsprechenden Sterne zu identifizieren ...

lg

Karl


Moin Karl,

dann haben wir ja auch weitere gemeinsame Interessen. Ja, in der Tat faszinierend. :D Es gibt ja das geflügelte Wort, dass zumindest ambitionierte Astrofotografie ein Groschengrab sein kann. Das stimmt irgendwie auch. Aber es geht auch was mit low budget. Ich arbeite ja auch nur mit meinem vorhandenen bescheidenen Equipment. Kommt drauf an, was du dann unter ansprechenden Bildern verstehst.

Fang doch einfach mal an und lese dich ein wenig schlau- so wie ich es auch gemacht habe. :) Wenn du die gängigen Suchmaschinen mit Begriffen wie Astrofotografie ohne Nachführung, deep sky mit dslr o.ä. fütterst, wirst du mehr als fündig. Und wenn sogar ich mit dem freeware-Programm deepskystacker zurechtkomme..... :?

Ja, und ich meinte das Sternbild Orion, zur Zeit am südlichen Abendhimmel nicht zu übersehen. Stellarium ist ein tolles Astrotool, was zur Orientierung und Suche am Sternenhimmel sehr hilfreich ist.
lg
Wolfgang

@ all: danke für euer Interesse zu meinen unvollkommenen Astrofotos. :)

lg
Wolfgang
Sei gebogen, und du wirst gerade bleiben.
Sei leer, und du wirst voll bleiben.
Sei abgenutzt, und du wirst neu bleiben.

Lao-tse

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