1:1 Einstellung mit Makroobjektiven

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1:1 Einstellung mit Makroobjektiven

Beitragvon boskop » 26. Jun 2005, 19:30

Hallo allerseits
Ich überlege mir, ein Marko anzuschaffen, habe aber mit dem Abbildungsmassstab ein Problem:
So wie ich das verstehe, bedeutet 1:1 soviel wie gleiche grösse der Abbildung wie im Original. Also haben auf einem Kleinbilddia etwa 36mm eines Massstabs Platz, auf einem APS-C-Sensor einer D70 etwa 24mm. Der grösste Abbildungsmasstab ist eine Funktion aus Brennweite und minimaler Einstelldistanz. Bei einem 50mm-Makro sind das etwa 18cm, bei einem 100er ca 31cm, bei einem 150er ca 36cm und bei einem 200er ca. 50cm.
Nun habe ich ein 28-200er welches bis auf 49cm fokussiert. Das sollte also den gleichen Massstab wie die obigen Makros ergeben. Allerdings habe ich bei der D70, 200mm und 49cm Minimaldistanz locker 80mm auf dem Bild (anstatt der erwarteten 24mm). Wo mache ich den Denkfehler oder erreichen diese Makros den 1:1-Massstab anders?
Vielen Dank für eure feedbacks!
Urs
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Beitragvon Hooker » 26. Jun 2005, 19:54

Hallo Urs,

also zu Deiner Rechnung kann ich nichts sagen. 1:1 bedeutet : das was auf dem Film/Sensor ist, ist im Original gleich groß. Also, beim Analogbild entspricht es einer Originalgröße von 24 x 36 mm. Bei den Digitalen mußt Du das auf die Sensorgröße ca. 16 x 24 mm beziehen. Der Abstand der von den Objektivherstellern angegeben wird bezieht sich auf die Entfernung Objekt - Filmebene/Sensor, also nicht wie viele meinen bis zur vorderen Linse. Der geringste Abstand eines Objektivs ist auch nicht automatisch 1:1. Das ist ausschließlich den Makroobjektiven vorbehalten.

Gruß Volker
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Beitragvon boskop » 26. Jun 2005, 20:03

Hallo Volker
besten Dank für Dein feedback! Habe gerade auf der Tamron-Seite nachgesehen. Da steht, dass bei dieser Linse die kürzeste Einstelldistanz 49cm beträgt und ein maximaler Abbildungsmassstab von 1:4 erreicht wird. Das bedeutet also, die ca.96mm auf einem APS-C-Sensor werden auf eben die 24 mm abgebildet. Muss da noch weiter forschen!
Liebe Grüsse
Urs

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Beitragvon maik » 26. Jun 2005, 21:45

Hallo Urs,

ich vermute stark, daß die 49cm Naheinstellgrenze ab Frontelement gemessen werden. Probier das mal aus und miß mal die Entfernung Frontlinse-Schärfeebene bei Naheinstellung.

Bei Makroobjektiven wird, wie Volker schon erwähnte, ab Filmebene gemessen und man muß den Abstand bis zum Bajonett und die gesamte Objektivlänge erst abziehen, bis man auf den Arbeitsabstand bei 1:1 kommt.

Du kannst aber auch mit Deinem Zoom auf höhere Maßstäbe kommen, indem Du Zwischenringe einsetzt. Bei 200mm brauchst Du allerdings schon auch 200mm Abstand, wobei das Objektiv ohnehin schon einen gewissen Abstand mitbringt. Du könntest mal ausprobieren, wie es mit 50mm Zwischenring aussieht. Makroobjektive sind im Prinzip auch nichts weiter als auf Nahbereichsfokussierung optimierte normale Objektive mit eingebauten Zwischenringen, quasi.

Wenn Dein vorhandenes Objektiv optisch gut ist, spricht nichts dagegen, aus ihm erstmal rauszuholen was drin steckt, bevor Du ein spezielles Makroobjektiv kaufst.

Höhere Vergrößerungen kannst Du außerdem mit gestapelten Objektiven erzielen. Auf die 200mm ein umgedrehtes 100mm draufsetzen und schon hast Du 2X Vergrößerung, und das sogar mit relativ wenig Lichtverlust. Schärfentiefe geht dann allerdings gegen null, aber bei 100mm auf 100mm hast Du im Prinzip 1:1.

Gruss
Maik
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Beitragvon boskop » 27. Jun 2005, 07:06

Hallo zusammen
besten Dankfür die Hinweise - der Makrotest ist sehr informativ. Bezüglich der 49cm: die stimmen exakt mit der Filmebene überein. Der Massstab entspricht dann etwa 1:4, wie auch der Hersteller aussagt. Rätselhaft ist mir einfach, wieso zB. ein Micronikkor 200mm mit Nahgrenze 47cm dann auf 1:1 kommt - hier fehlt mir noch ein Stück Theorie um den Zusammenhang zu verstehen.
Liebe Grüsse

Urs



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Beitragvon Jimbo » 1. Jul 2005, 20:28

Hallo
Ich wüßte gerne mal, ob jemand Erfahrungen mit dem Canon EF-S 600 1:1 Macro gemacht hat. Ich benötige ein Makro für meine EOS 20D. Vielleicht gibt es ja noch bessere Alternativen ?

Ich habe extra keinen neuen Thrad aufgemacht, da es ja hier auch um Macros geht.

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Beitragvon Gast » 1. Jul 2005, 20:29

Jimbo hat geschrieben:Hallo
Ich wüßte gerne mal, ob jemand Erfahrungen mit dem Canon EF-S 600 1:1 Macro gemacht hat. Ich benötige ein Makro für meine EOS 20D. Vielleicht gibt es ja noch bessere Alternativen ?

Ich habe extra keinen neuen Thrad aufgemacht, da es ja hier auch um Macros geht.

Jimbo


Muss natürlich Canon EF-S 60 heissen ! Sorry !

Jimbo
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Beitragvon dl1ggt » 1. Jul 2005, 20:39

Hi Jimbo,

du mußt dir im klaren sein, daß bei einem 60er Makro der Abstand zum Objekt schon sehr klein ist. für Insekten m.E. fast nicht verwendbar.
Für Insekten möchte ich mein 150mm Makro nicht missen.

ansonsten hab ich nur Gutes über das EF-S 60 gehört. Also für Models die nicht flüchten sicher recht brauchbar.


Gruß
Thomas
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Beitragvon Kavo » 13. Nov 2005, 01:46

Hallo allerseits,
1:1 heisst natürliche Lebensgrösse (bei grüßeren Motiven entsprechender Ausschnitt) oder eben für das Kleinbildformat gerechnet 24x36 mm.
Bei längeren Makrobrennweiten wird der unwissende Konsument vom Objektivhersteller ein wenig betrogen.
Die sagen wir mal 200mm Brennweite gelten nur für die Einstellung unendlich.
Je größre der Abbildungsmasstab umso kürzer wird die Brennweite.
Z.B beträgt die Brennweite bei einem Pentax 200mm Macro im AM 1:1 nur noch 135mm.

Gruß Karl
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Beitragvon Kavo » 13. Nov 2005, 01:47

Hallo allerseits,
1:1 heisst natürliche Lebensgrösse (bei grüßeren Motiven entsprechender Ausschnitt) oder eben für das Kleinbildformat gerechnet 24x36 mm.
Bei längeren Makrobrennweiten wird der unwissende Konsument vom Objektivhersteller ein wenig betrogen.
Die sagen wir mal 200mm Brennweite gelten nur für die Einstellung unendlich.
Je größre der Abbildungsmasstab umso kürzer wird die Brennweite.
Z.B beträgt die Brennweite bei einem Pentax 200mm Macro im AM 1:1 nur noch 135mm.

Gruß Karl

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