Moin Steffi,
danke für dein Interesse, und so werde ich versuchen, deine Fragen zu beantworten.
Die Nachführung erfolgt mit motorisierten Montierungen, wobei ich nur einen einfachen Tracker, die Skywatcher Staradventurer benutze, die allerdings bei 300 mm Brennweite an ihre Grenzen kommt.
Da Rauschen ist unvermeidlich und hat verschiedene Ursachen:
Photonenrauschen, Dunkelstromrauschen, Ausleserauschen und zusätzlich Rauschen durch aufgehellt en Himmelshintergrund.
Die meisten Fotografen verwenden dedizierte Astrokameras mit empfindlichen Sensoren und Kühlung, welche das Dunkelstromrauschen minimiert.
Am meisten gewinnt man durch Fotografie unter richtig dunklem Himmel und richtig länger Gesamtbelichtungszeit. Das erhöht den Signal-Rauschabstand, sodass das relevante Signal besser rauskommt und das Rauschen herausmittelt.
Zum Schluss gibt es in meisten kostenpflichtiger Bearbeitungssoftware Tools zum Entrauschen .
Von alldem bin ich mit meinem einfachen Equipment meilenweit entfernt. So kostet allein eine vernünftige Astrocam locker das Zehnfache meiner einfachen, gebraucht gekauften
DSLR.
Wenn man also in die Vollen geht mit allem drum und dran mit starker Nachführungsmontierung, Astrocam, entsprechend guter Optik davor und und und.... kann man ein schönes Groschengrab aufmachen.
Das will ich nicht, und es schmälert meine Freude nicht, wenn ich dann trotzdem ein für mich halbwegs zufriedenstellendes Bild machen kann.
Zum Thema wie stark man letztlich entrauschen kann bzw. möchte, dazu gibt es sogar Grundsatzdiskussionen. Viele, mich eingeschlossen, finden, dass ruhig ein feiner Rest Grundrauschen bleiben sollte, da dies dem Bild etwas Natürlichkeit verleiht.
Ich hoffe, dir etwas Klarheit verschafft zu haben und sende liebe Grüße
Wolfgang