Galaxien im Sternbild Jagdhunde

Landschaftsfotos sowie Fotos aus Flora und Fauna, die keine Makrofotos sind, also einen Abbildungsmaßstab < 1:15 haben.
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Beitragvon mosofreund » 4. Sep 2026, 21:34

Moin Ernst,

schön, dass du dich informiert hast. Bei der Himmelsqualität ist fotografisch durchaus was zu machen, im Gegensatz zu rein visueller Beobachtung, welche bessere Bedingungen benötigt.

Ich müsste auch nur 30 km fahren, um unter deutlich besseren Bedingungen fotografieren zu können.
Ziehe es aber trotzdem vor, bequem aus dem Garten abzulichten.
Wenn ich da alles eingerichtet habe, was vielleicht 20 Minuten dauert, startet die automatische Aufnahmesequenz. Dann kann ich mich wieder ins Wohnzimmer verziehen. :)

Auswärts irgendwo in der Pampa dann stundenlang ausharren ist gerade im Winter ja kein Vergnügen.

Wie du siehst, die Bequemlichkeit siegt in meinem Falle. 8)

Wenn du mit Astrofotografie beginnen möchtest und Fragen dazu hast, gerne PN an mich.

Clear Skies und lg
Wolfgang
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Beitragvon Lidschlag » 4. Sep 2026, 22:21

Hallo Wolfgang

»Faszinierend«, wie Spock immer sagte.
Klasse, dass du dir soviel Zeit nimmt, um in den Himmel zu gucken. Bei der Belichtungszeit hast du sicher nachgeführt.
Da ich von Astrofotografie nur sehr bedingt was verstehe, frage ich dich mal, wie das mit der Nachführung geht. Macht man das manuelle oder gibt es Geräte, die das automatisch erledigen?
Wenn ich mir deine beiden Bilder angucke, sehe ich für mich ziemliches Rauschen. Ist das nun Rauschen oder ist die Ursache eine andere, wiet etwa noch mehr Sterne weiter weg?
Wenn es Bildrauschen ist, geht da noch was mit Entrauschen oder gibt es Gründe das nicht zu tun?

Live long and prosper
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Beitragvon mosofreund » 5. Sep 2026, 11:21

Moin Steffi,
danke für dein Interesse, und so werde ich versuchen, deine Fragen zu beantworten.
Die Nachführung erfolgt mit motorisierten Montierungen, wobei ich nur einen einfachen Tracker, die Skywatcher Staradventurer benutze, die allerdings bei 300 mm Brennweite an ihre Grenzen kommt.

Da Rauschen ist unvermeidlich und hat verschiedene Ursachen:
Photonenrauschen, Dunkelstromrauschen, Ausleserauschen und zusätzlich Rauschen durch aufgehellt en Himmelshintergrund.

Die meisten Fotografen verwenden dedizierte Astrokameras mit empfindlichen Sensoren und Kühlung, welche das Dunkelstromrauschen minimiert.

Am meisten gewinnt man durch Fotografie unter richtig dunklem Himmel und richtig länger Gesamtbelichtungszeit. Das erhöht den Signal-Rauschabstand, sodass das relevante Signal besser rauskommt und das Rauschen herausmittelt.

Zum Schluss gibt es in meisten kostenpflichtiger Bearbeitungssoftware Tools zum Entrauschen .

Von alldem bin ich mit meinem einfachen Equipment meilenweit entfernt. So kostet allein eine vernünftige Astrocam locker das Zehnfache meiner einfachen, gebraucht gekauften DSLR.

Wenn man also in die Vollen geht mit allem drum und dran mit starker Nachführungsmontierung, Astrocam, entsprechend guter Optik davor und und und.... kann man ein schönes Groschengrab aufmachen.

Das will ich nicht, und es schmälert meine Freude nicht, wenn ich dann trotzdem ein für mich halbwegs zufriedenstellendes Bild machen kann. :)

Zum Thema wie stark man letztlich entrauschen kann bzw. möchte, dazu gibt es sogar Grundsatzdiskussionen. Viele, mich eingeschlossen, finden, dass ruhig ein feiner Rest Grundrauschen bleiben sollte, da dies dem Bild etwas Natürlichkeit verleiht.

Ich hoffe, dir etwas Klarheit verschafft zu haben und sende liebe Grüße
Wolfgang
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Beitragvon Lidschlag » 5. Sep 2026, 16:35

Hallo Wolfgang

Danke dir für das ausführliche Beantworten meiner Fragen.
...kann man ein schönes Groschengrab aufmachen.

Und wahrscheinlich brauchst du dann für die kostbare Ausrüstung ne Versicherung und zur Schonung deiner Bandscheiben ein Wägelchen, um die Ausrüstung zu transportieren.

Das will ich nicht, und es schmälert meine Freude nicht, wenn ich dann trotzdem ein für mich halbwegs zufriedenstellendes Bild machen kann. :)

Da schwingen wir gleich. Den Sternenhimmel finde ich sehr interessant. Ich sitze in klaren Nächten auf meinem Balkon und studiere die Sternbilder. Ein Bild, das eine Galaxie zeigt, das kann ich mit meiner Ausrüstung garnicht machen. Ich habe nicht mal eine Nachführung. Aber immerhin habe ich die Milchstraße schon fotografiert. Ich freue mich schon auf den Dark Sky der Insel Nyord (Dänemark) und hoffe, dass das Wetter für eine Milchstraßenaufnahme passt.

Zum Thema wie stark man letztlich entrauschen kann...

Was das Rauschen betrifft: Ja, das ist so ne Sache. Je mehr du entrauscht, desto mehr Details gehen verloren und das Bild wirkt immer matschiger.

Ich wünsche dir gutes Licht
Steffi
Zuletzt geändert von Lidschlag am 5. Sep 2026, 16:36, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Erich » 5. Sep 2026, 18:03

Hallo Wolfgang,

mit solchen Bildern weckst Du sofort mein Interesse und was ich sehe gefällt mir wieder.
Einen Neutronenstern zu finden ist für dich kein Problem, oder ?
Beste Grüße, Erich

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Beitragvon mosofreund » 5. Sep 2026, 20:57

Moin Erich,

freut mich, dass es dir gefällt. Das mit dem Neutronenstern ist ja wohl eine Scherzfrage oder?
Na klar, ist ja ein Klacks, eine 30 km große Kugel in einer Entfernung von hunderten oder tausenden Lichtjahren aufzuspüren und abzulichten. :wink: :DD


lg
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