Gestern habe ich schon diese Raupe entdeckt. Es ist die etwa 8-10 mm große Raupe eines Dreikant-Zwerg-Sackträgers (Dahlica triquetrella). Jedes Jahr kann ich sie im Garten finden. Sie ernähren sich von Algen und Flechten und daher findet man sie mal an der Wand, mal im Steingarten und gestern - na wo denn - am welken Frauenmantel, dem beste Winterhabitat.
Der Dreikant-Zwerg-Sackträger ist ein Nachtfalter aus der Familie der Echten Sackträger. Er kommt in zwei Formen vor. Als bisexuelle Form mit Männchen und Weibchen und parthenogenetische nur mit Weibchen.
Fliegen können nur die Männchen. Die Weibchen sehen aus wie Maden.
Bei dieser Raupe handelt es sich um die parthenogenetische (Jungfernzeugung) Form. Die bisexuelle Form ist in Deutschland nur in Bayern und Baden-Württemberg anzutreffen und wird auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft.
Die Weibchen legen direkt nach ihrem Schlupf ungefähr 50 bis 100 Eier am und in ihrem Säckchen ab. Die geschlüpften Raupen bauen sich dann ein Säckchen aus Sandkörnchen und kleinen Pflanzenteilen in dreieckigem Querschnitt. Im vorderen Teil sind die Säckchen oft mit Insektenteilen belegt. Die Raupen überwintern und verpuppen sich dann in ihren Säckchen. Zum Winterende schlüpfen dann wieder die Weibchen und der Kreislauf beginnt von neuem.
- Kamera: SLT-A58
Objektiv: MACRO 50mm F2.8 @ 50mm+Raynox DCR 250
Belichtungszeit: 1/125s
Blende: f/6.3
ISO: 1600
Beleuchtung:Aufsteckblitz Godox TT350-S
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): JPG
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe):19%, 14%
Stativ: Freihand, abgestützt
Infos zu Multishot-Techniken (z.B. Stack, HDR, Stitch):
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Aufnahmedatum: 15.02.2024
Region/Ort: Nordeifel
vorgefundener Lebensraum:mein Garten
Artenname:Dahlica triquetrella
NB
sonstiges: - Raupe des Dreikant-Zwerg-Sackträgers.jpg (470.67 KiB) 722 mal betrachtet

Edit:
Diese Bilder konnte ich in den letzten Jahren von dieser Raupe machen. Die zeigen, wie toll sie getarnt ist. Ich würde mich freuen, mal ein geschlüpftes Weibchen zu finden aber das ist extrem schwierig. Die Raupen verpuppen sich meistens in größerer Höhe an Stämmen oder Wänden. Nach dem Schlupf leben die Weibchen dann meistens nur einige Stunden. In der Zeit legen sie ihre Eier.
An der Hauswand konnte ich mehrmals Raupen beim Aufstieg erwischen.
- Kamera: SLT-A58
Objektiv: MACRO 50mm F2.8 @ 50mm
Belichtungszeit: 1/125s
Blende: f/6.3
ISO: 250
Beleuchtung:
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG):
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe):
Stativ: Dörr Cybrit Mini 4-BA, Einbein
Infos zu Multishot-Techniken (z.B. Stack, HDR, Stitch):
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Aufnahmedatum: 22.02.2023
Region/Ort:
vorgefundener Lebensraum:
Artenname:
kNB
sonstiges: - Raupe 1.jpg (654.17 KiB) 623 mal betrachtet

Auch im Steingarten sind sie gut getarnt zu fnden.
- Kamera: SLT-A58
Objektiv: MACRO 50mm F2.8 @ 50mm
Belichtungszeit: 1/160s
Blende: f/6.3
ISO: 2000
Beleuchtung:
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG):
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe):
Stativ: Dörr Cybrit Mini 4-BA, Einbein
Infos zu Multishot-Techniken (z.B. Stack, HDR, Stitch):
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Aufnahmedatum: 26.02.2022
Region/Ort:
vorgefundener Lebensraum:
Artenname:
kNB
sonstiges: - Raupe 2.jpg (816.92 KiB) 623 mal betrachtet

- Kamera: SLT-A58
Objektiv: MACRO 50mm F2.8 @ 50mm
Belichtungszeit: 1/125s
Blende: f/6.3
ISO: 800
Beleuchtung:
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG):
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe):
Stativ: Dörr Cybrit Mini 4-BA, Einbein
Infos zu Multishot-Techniken (z.B. Stack, HDR, Stitch):
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Aufnahmedatum: 22.02.2023
Region/Ort:
vorgefundener Lebensraum:
Artenname:
kNB
sonstiges: - Raupe 3.jpg (752.27 KiB) 623 mal betrachtet

In der Nähe wächst Sedum. Dort findet man sie auch .
- Kamera: SLT-A58
Objektiv: MACRO 50mm F2.8 @ 50mm
Belichtungszeit: 1/160s
Blende: f/6.3
ISO: 3200
Beleuchtung:
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG):
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe):
Stativ: Dörr Cybrit Mini 4-BA, Einbein
Infos zu Multishot-Techniken (z.B. Stack, HDR, Stitch):
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Aufnahmedatum: 26.02.2022
Region/Ort:
vorgefundener Lebensraum:
Artenname:
kNB
sonstiges: - Raupe 4.jpg (761.69 KiB) 623 mal betrachtet

Meine Bilder stelle ich für die Artengalerie gerne zur Verfügung.
Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.
Søren Kierkegaard (1813-1855)