Hallo Friedhelm,
ein
ABM nach meinem Geschmack! Die Details sind sehr gut sichtbar und auch in den relevanten Bereichen sehr sauber ausgearbeitet. Die wenigen dunkleren/helleren Bereiche in der Umgebung der Haare sind oft in solchen
ABM nicht durch die Stackingsoftware zu vermeiden und durch nachträgliche
EBV nicht angemessen gut zu retuschieren. Von daher holst du mich mit der Qualität des Stack sehr gut ab.
Bemerkenswert finde ich, dass bei deinem Bild ein hoher
ABM als Lebendstack erzeugt wurde mit 1/2 Sekunde Belichtungszeit je Bild. Bei 79 Bildern (zzgl der vorderen und hinteren Bilder, welche meist nicht zur Verrechnung verwendet werden) hat die Aufnahme also länger als 40 Sekunden gedauert. Wer schon mal draußen mit solchen Gesamtzeiten gestackt hat, weiß wie schwer es ist ein lebendes Insekt bei Wind und Wetter sauber über alle Bilder auf die Karte zu bekommen. Von daher ist Dir ein super Bild gelungen.
Was die Diskussion mit der
BG angeht, kann ich aus eigener Erfahrung nur sagen, dass eine geeignete
BG bei hohen
ABM viel schwieriger zu bewerkstelligen ist als bei
ABM welche sich im Bereich von 1:2 und kleiner bewegen. Erschwerend kommt beim Stacken dazu, dass tiefe Stacks - so wie dieser hier - deutlich an umgebenen Raum verlieren, im Vergleich vom ersten Bild (an welchen sich der Fotograf ja ausrichtet) und dem verrechneten Gesamtbild. Das heißt, wenn ich auf dem Monitor einen bestimmten Ausschnitt beim Startbild sehe, dann ist das resultierende Gesamtbild vom Ausschnitt kleiner und näher am Objekt dran, als wie man es beim Einstellen der Kamera am ersten Bild gesehen hat. Hier kann - wenn genügend Zeit vorhanden ist - der Fotograf nur manuell den Focus bis ganz hinten verlagern und schauen, ob der Ausschnitt für sein gewünschtes Ergebnis noch reicht. Oft ist diese Zeit aber nicht vorhanden und man sieht das Ergebnis erst zu Hause, wenn die Bilder verrechnet wurden. Manchmal passt es noch - so wie man es wollte - manchmal wird es aber auch mal enger.
Mein Empfinden ist im Bereich der
BG auch nicht optimal. Möglichkeiten hätte es ein paar gegeben - vom Drehen im Urzeigersinn bis hin zum ändern des
ABM. Dies sind aber alles persönliche Geschmäcker, welche
- Gott sei Dank - nicht gleich sind. Wäre ja auch langweilig, wenn immer alle Bilder gleich aussehen würden...
Ich habe mir das Bild sehr gern angesehen und finde die Details sehr schön.
Tschüss Olaf
Meine Passion in der Makrofotografie liegt vorrangig bei ABM von 1:2 bis 5:1. Für mich bieten solche Bilder die Möglichkeit in Welten zu schauen, welche ich mit dem bloßen Auge nicht erreichen kann. Details zu erkunden, steht für mich persönlich da an erster Stelle. Daher bevorzuge ich auch eine durchgehende Schärfe am fotografischen Objekt. Die technischen Möglichkeiten des Focus Bracketing / Stacking ermöglichen mir Bilder zu erzeugen, welche meiner Wunschvorstellung von einem Makro am Nächsten kommen.