anders als ürsprünglich angedacht, geht es doch floral weiter, denn Falter wurden schon tausendfach gezeigt,
darum bleiben meine erstmal auf der Platte. Den Fichtenspargel fand ich im Betzensteiner Wald.
Danke an Jürgen Fischer für die Bestimmung! Dass es sich um einen Schmarotzer handelt war schnell klar,
hat dieser "Spargel", welcher der Familie der Heidekrautgewächse zugeordnet wird, kein bisschen Chlorophyll.
Somit kann diese Pflanze auch keine Photosynthese betreiben.
Der Fichtenspargel ist die einzige mitteleuropäische chlorophyllfreie Gefäßpflanzenart, das macht sie schon zu etwas Besonderem.
Er bezieht seine Nährstoffe über Pilzgeflechte, meist von Ritterlingsarten, welche ich auch vor Ort finden konnte,
diese aber nicht in einen Zusammenhang mit dem Fichtenspargel brachte. Da die Ritterlinge wiederum in Symbiose mit Bäumen zusammen leben
welche wiederum von diesen benötigte Nährstoffe beziehen (Im Gegenzug gibt es Wasser und Mineralstoffe),
parasitiert der Fichtenspargel also indirekt an Bäumen, in diesem Fall sind es Fichten und/oder Buchen.
Der Fichtenspargel nutz die Hyphen der Pilze also wie eine "Brücke" und "zum Dank" verdaut er die in die Wurzeln eingewachsenen Hyphen auch noch zusätzlich
Diese indirekte Art der Ausbeutung wird als Epiparastismus bezeichnet.
Neben dem Fichtenspargel gibt es auch Buchenspargel und gemeinsame Übergangsformen, die schwer zu unterscheiden sind.
Ich fand diese Pflanzen nur in direkter Nachbarschaft von den wenigen Fichten, welche sich auch in diesem überwiegen aus Buchen bestehendem Wald befanden.
Die meisten Bilder sind herbstlich anmutend, die etwas freundlicheren möchte ich euch heute zeigen, ist ja noch Sommer
Die Ausrichtung ist ein Kompromis zwischen Schärfe auf den Blüten und Unschärfekreise im HG.
Viele Grüße
Sven








