Hallo,
Anfang Juni habe ich diese Libelle kurz nach dem Schlupf gefunden. Bei der Bestimmung komme ich aber nicht so recht zum Ziel.
Ich bin bei der Familie der Falkenlibellen angekommen, finde aber jetzt keine Unterscheidungsmerkmale ob es sich um eine "Gemeine Smaragdlibelle" oder eine "Glänzende Smaragdlibelle" handelt.
Für eure Unterstützung schon mal vielen dank vorab.
ERLEDIGT - Falkenlibelle - aber welche?
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Otto K.
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ERLEDIGT - Falkenlibelle - aber welche?
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- Kamera: Pentax K5 II
Objektiv: Pentax SMC DA 2,8/100
Belichtungszeit: 1/80
Blende: 6,3
ISO: 200
Beleuchtung: Tageslicht (Morgens)
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe): 0
Stativ: Freihand
---------
Aufnahmedatum: 06/2014
Region/Ort: Nordbayern
vorgefundener Lebensraum: Tümpel mitten im Wald
Artenname: -? -
NB
sonstiges: - 2014_09_14_IMGP4666.jpg (382.62 KiB) 666 mal betrachtet
- Kamera: Pentax K5 II
Zuletzt geändert von Otto K. am 16. Sep 2014, 17:48, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße
Otto
Otto
- daseff
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Hallo Otto,
hast du schonmal in unserer AG nachgesehen?
Christian (der_kex) hat hier eine wunderbare Übersicht über
die Corduliidae gemacht:
http://artengalerie.makro-forum.de/disp ... 1061&pos=0
hast du schonmal in unserer AG nachgesehen?
Christian (der_kex) hat hier eine wunderbare Übersicht über
die Corduliidae gemacht:
http://artengalerie.makro-forum.de/disp ... 1061&pos=0
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Otto K.
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Hallo Tobi,
danke für den Hinweis - ja da hatte ich auch schon mal nachgesehen, außerdem noch bei Wikipedia und bei dem guten H. Bellmann. Ich tendiere zu der "Glänzenden Smaragdlibelle" bin allerdings etwas irritiert wegen den Augen. Während die auf den Doku-Darstellungen sich deutlich abgrenzende Punkte haben gehen bei meinem Fund die Farben eher so ineinander über.
Ich habe aber auch gelesen, dass sich die Färbung der Augen und zum Teil auch der ganzen Libelle vom Schlupf bis zum adulten Tier noch deutlich ändern können.
Wenn es die Glänzende wäre würde ich mich um so mehr über meinen Fund freuen, laut Literatur ist sie deutlich seltener als die "Gemeine".
Trotzdem Danke!!!
danke für den Hinweis - ja da hatte ich auch schon mal nachgesehen, außerdem noch bei Wikipedia und bei dem guten H. Bellmann. Ich tendiere zu der "Glänzenden Smaragdlibelle" bin allerdings etwas irritiert wegen den Augen. Während die auf den Doku-Darstellungen sich deutlich abgrenzende Punkte haben gehen bei meinem Fund die Farben eher so ineinander über.
Ich habe aber auch gelesen, dass sich die Färbung der Augen und zum Teil auch der ganzen Libelle vom Schlupf bis zum adulten Tier noch deutlich ändern können.
Wenn es die Glänzende wäre würde ich mich um so mehr über meinen Fund freuen, laut Literatur ist sie deutlich seltener als die "Gemeine".
Trotzdem Danke!!!
Viele Grüße
Otto
Otto
- daseff
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- Vorname: Tobi
Hallo Otto,
bei Libellen ist immer wichtig zu wissen, welche Merkmale "hart" (also gut zur
Bestimmung geeignet) oder "weich" sind.
Ich muss gestehen, auch wenn ich mich prinzipiell mit Libellen ganz gut auskenne,
sind die Corduliidae nicht so meins
Ich denke aber, dass die Gesichtsfärbung
- vor allem wie in den Abbildungen ersichtlich die Gelbfärbung - ein recht gutes
Bestimmungsmerkmal ist. Allein daher fällt wohl die "Gemeine Smaragdlibelle" weg.
Ich würde auch auf die Glänzende tippen. Allerdings wäre es mir lieb, wenn Christian
und/oder Marco sich nochmal dazu äußern, da das wie gesagt nicht so ganz mein
Gebiet ist
bei Libellen ist immer wichtig zu wissen, welche Merkmale "hart" (also gut zur
Bestimmung geeignet) oder "weich" sind.
Ich muss gestehen, auch wenn ich mich prinzipiell mit Libellen ganz gut auskenne,
sind die Corduliidae nicht so meins
- vor allem wie in den Abbildungen ersichtlich die Gelbfärbung - ein recht gutes
Bestimmungsmerkmal ist. Allein daher fällt wohl die "Gemeine Smaragdlibelle" weg.
Ich würde auch auf die Glänzende tippen. Allerdings wäre es mir lieb, wenn Christian
und/oder Marco sich nochmal dazu äußern, da das wie gesagt nicht so ganz mein
Gebiet ist
- der_kex
- Artenkenntnis Crew

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- Vorname: Christian
Hallo Otto und Tobi,
bei eurer Falkenlibellenbestimmung muss man sich auch mal grundsätzlich fragen,
welche Arten grundsätzlich in Frage kämen.
Grundsätzlich wären im Frühsommer alle Arten des heimischen Spektrums denkbar.
Also:
- Falkenlibelle (Cordulia aenea)
- Glänzende Smaragdlibelle (Somatochlora metallica)
- Gefleckte Smaragdlibelle (Somatochlora flavomaculata)
- Arktische Smaragdlibelle (Somatochlora arctica)
- Alpen-Smaragdlibelle (Somatochlora alpestris)
- Das Merkmal "gelber Stirnfleck" schließt hier nur die Falkenlibelle (Cordulia aenea) aus.
- Die Gefleckte müsste am seitlich Thorax einen vom Flügelansatz nach unten zeigenden gelben Fleck
aufweisen. Außerdem die gelben oder orangenen Dreiecksflecken seitlich an jedem Hinterleibssegment.
Weder der eine noch die anderen sind hier vorhanden.
- Für die Arktische und die Alpen-Smaragdlibelle müsste das Gewässer ein Hochmoor oder ein alpines
Gebirgsgewässer sein. Ein ganz normaler Waldtümpel wäre hier kaum denkbar. Und Nordbayern ...
das kommt jetzt darauf an, ob im Fichtelgebirge oder im Tiefland. Außerdem haben die beiden Arten ein
eher matt dunklen Hinterleib, nicht so stark grün wie hier. Also passt das auch nicht.
Daher bleibt aus meiner Sicht auch ganz eindeutig nur die Glänzende Smaragdlibelle, welche
im zweiten Teil der Libellensaison weit häufiger ist als andere Arten. OK ... kommt jetzt wieder darauf an,
wo wir uns befinden. In Brandenburg ist die Gefleckte dann die häufigste Art, in den meisten anderen
Teilen aber die Glänzende. Zu dieser Art passt auch die Form der Hinterleibsanhänge (spitz und
geschwungen).
Die Augen sind grundsätzlich schon recht irritierend, weil sie trüb sind und seltsam beleuchtet.
Das Tier sieht mit seinem noch recht hellen Hinterleib und dem stark ausgestülpten Penis noch
recht frisch aus. Man müsste auch die Flügel ansehen, um das abschließend beurteilen zu können,
aber bei einem recht frischen Exemplar wäre die Augenerscheinung auch eher passend.
Ich gehe also mal von einem recht jungen männlichen Exemplar der Glänzenden Smaragdlibelle
(Somatochlora metallica) aus.
bei eurer Falkenlibellenbestimmung muss man sich auch mal grundsätzlich fragen,
welche Arten grundsätzlich in Frage kämen.
Grundsätzlich wären im Frühsommer alle Arten des heimischen Spektrums denkbar.
Also:
- Falkenlibelle (Cordulia aenea)
- Glänzende Smaragdlibelle (Somatochlora metallica)
- Gefleckte Smaragdlibelle (Somatochlora flavomaculata)
- Arktische Smaragdlibelle (Somatochlora arctica)
- Alpen-Smaragdlibelle (Somatochlora alpestris)
- Das Merkmal "gelber Stirnfleck" schließt hier nur die Falkenlibelle (Cordulia aenea) aus.
- Die Gefleckte müsste am seitlich Thorax einen vom Flügelansatz nach unten zeigenden gelben Fleck
aufweisen. Außerdem die gelben oder orangenen Dreiecksflecken seitlich an jedem Hinterleibssegment.
Weder der eine noch die anderen sind hier vorhanden.
- Für die Arktische und die Alpen-Smaragdlibelle müsste das Gewässer ein Hochmoor oder ein alpines
Gebirgsgewässer sein. Ein ganz normaler Waldtümpel wäre hier kaum denkbar. Und Nordbayern ...
das kommt jetzt darauf an, ob im Fichtelgebirge oder im Tiefland. Außerdem haben die beiden Arten ein
eher matt dunklen Hinterleib, nicht so stark grün wie hier. Also passt das auch nicht.
Daher bleibt aus meiner Sicht auch ganz eindeutig nur die Glänzende Smaragdlibelle, welche
im zweiten Teil der Libellensaison weit häufiger ist als andere Arten. OK ... kommt jetzt wieder darauf an,
wo wir uns befinden. In Brandenburg ist die Gefleckte dann die häufigste Art, in den meisten anderen
Teilen aber die Glänzende. Zu dieser Art passt auch die Form der Hinterleibsanhänge (spitz und
geschwungen).
Die Augen sind grundsätzlich schon recht irritierend, weil sie trüb sind und seltsam beleuchtet.
Das Tier sieht mit seinem noch recht hellen Hinterleib und dem stark ausgestülpten Penis noch
recht frisch aus. Man müsste auch die Flügel ansehen, um das abschließend beurteilen zu können,
aber bei einem recht frischen Exemplar wäre die Augenerscheinung auch eher passend.
Ich gehe also mal von einem recht jungen männlichen Exemplar der Glänzenden Smaragdlibelle
(Somatochlora metallica) aus.
Liebe Grüße,
Christian
Christian
-
Otto K.
- Fotograf/in

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- Registriert: 1. Sep 2014, 16:54 alle Bilder
- Vorname: Otto
Hallo Christian und Tobi,
vielen Dank für eure Unterstützung!
@ Christian:
vielen Dank für deine Bestimmung, wie immer sehr detailliert und lehrreich.
Der Fundort ist der Spessart (ca. 350 m über N.N.) daher hatte ich die Arktische und die Alpen Smaragdlibelle ausgeschlossen, die Gefleckte wegen der fehlenden Flecken am Hinterleib. Dann war meine Kunst aber auch am Ende.
Die Libelle war zum Zeitpunkt des Auffindens vielleicht eine viertel oder eine halbe Stunde alt, als ich sie entdeckte hatte sie die Flügel noch geschlossen, wenig später öffnete sie diese dann.
Der Fundort liegt komplett im Wald und direkt über der Libelle ein Blätterdach aus Brombeere und Nusshecke, sie saß nur knapp 5 cm über dem Boden. Hier und da blinzelte die Sonne mal durch das Blätterdach, die Augen lagen aber die ganze Zeit im Schatten.
vielen Dank für eure Unterstützung!
@ Christian:
vielen Dank für deine Bestimmung, wie immer sehr detailliert und lehrreich.
Der Fundort ist der Spessart (ca. 350 m über N.N.) daher hatte ich die Arktische und die Alpen Smaragdlibelle ausgeschlossen, die Gefleckte wegen der fehlenden Flecken am Hinterleib. Dann war meine Kunst aber auch am Ende.
Die Libelle war zum Zeitpunkt des Auffindens vielleicht eine viertel oder eine halbe Stunde alt, als ich sie entdeckte hatte sie die Flügel noch geschlossen, wenig später öffnete sie diese dann.
Der Fundort liegt komplett im Wald und direkt über der Libelle ein Blätterdach aus Brombeere und Nusshecke, sie saß nur knapp 5 cm über dem Boden. Hier und da blinzelte die Sonne mal durch das Blätterdach, die Augen lagen aber die ganze Zeit im Schatten.
Viele Grüße
Otto
Otto
