Nicrophorus vespilloides - Schwarzhörniger Totengräber, Waldtotengräber

Eine sehr kleine Gruppe mit unter 300 Arten weltweit und 22 Arten in Deutschland. Viele - aber nicht alle - fressen an Aas. Der Körper ist oft mehr oder weniger deutlich abgeplattet und meist dunkel, wobei auch farbige Zeichnungselemente dominieren können. Familientypisch ist das recht große Schildchen, welches oft so breit wie der Kopf ist. Viele Arten üben ein sehr ausgeprägtes Brutpflegeverhalten aus.

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Nicrophorus vespilloides - Schwarzhörniger Totengräber, Waldtotengräber

Beitragvon Artengalerie » 18. Jul 2017, 22:18

Nicrophorus vespilloides - Schwarzhörniger Totengräber, auch Waldtotengräber



Familie:
FAMILIE
Gattung:
GATTUNG
Art:
ART







Wissenswertes:
Der tagaktive Schwarzgehörnige Totengräber zeigt ein sehr intensives Brutpflegeverhalten, welches dem des Gemeinen Totengräbers (Nicrophorus vespillo) weitestgehend entspricht (nähere Erläuterung des Verhaltens findet sich in der Artbeschreibung des Gemeinen Totengräbers). Die Käfer können gut fliegen und finden so zu neuen Nahrungsquellen. Oft werden sie dabei von Milben begleitet, die den Käfer als Transportmittel benutzen. Dieses als Phoresie bezeichnete Phänomen schadet dem Käfer im Grunde nicht. Gelegentlich finden sich jedoch so viele "blinde Passagiere" auf dem Käfer ein, dass es ihre Bewegungsfähigkeit stark einschränken kann.
Merkmale:
Der Käfer wird zwischen 12 und 18 mm lang und ist schwarz gefärbt. Die Flügeldecken weisen zwei breite orange-rote Querbinden auf, wobei die hintere Binde auch durch die Flügelnaht unterbrochen oder auf zwei Flecke reduziert sein kann. Die Beine sind kräftig gebaut. Die Fühler sind komplett schwarz.
Verwechslungsarten:
Der ähnliche und etwas häufigere Gemeine Totengräber Necrophorus vespillo wird etwas größer und seine Fühlerspitze ist rot.
Lebensraum:
Die Art kann von Europa bis Asien bis in die weit nördlichen Gebiete vor allem in Wäldern und an Waldrändern gefunden werden.
Aktivitätsmaximum:
April bis September
Gefährdung:
Die Art ist nicht selten und weit verbreitet.
Besonderheiten:
Die Art kann mit Hilfe der Flügeldecken zirpende Laute erzeugen.


Artbeschreibung: Frederik f56 (AGEID3024) (bearbeitet durch Ajott (AGEID6829))





Fotograf:
dommsen (AGFID3799)
Aufnahmeland:
Deutschland
Bundesland/Kanton:
Nordrhein-Westfalen (Dortmund)
vorgefundener Lebensraum:
Wiese
Aufnahmedatum:
22.07.2009
Dateianhänge
kaefer_431.jpg (202.08 KiB) 309 mal betrachtet
kaefer_431.jpg
Zuletzt geändert von Ajott am 10. Okt 2017, 23:05, insgesamt 8-mal geändert.

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