nach einem wunderschönem Urlaub in Slowenien mit ganz viel Natur und tollen Wanderungen melde ich mich zurück. Ich war zum ersten mal in diesem landschaftlich wunderschönen Land und kann es nur weiter empfehlen.
Slowenien ist das europäische Land mit der höchsten Braunbär-Dichte in Europa. Über die Anzahl der Tiere gibt es unterschiedliche Angaben, zumeist liest man, dass es um die 900 Bären in dem kleinen Land, das flächenmäßig nicht größer als Hessen ist, leben. Diese leben vorwiegend in den großen Wäldern im Süden des Landes.
Eines der Highlights der Reise war für mich ein Braunbär-Watching. Man trifft sich mit dem Veranstalter in einem kleinen Ort und bekommt erst einmal ausführlich Verhaltensregeln. Dann fährt man im eigenen Auto (Corona lässt grüßen) eine halbe Stunde hinter diesem auf (recht guten) Schotterpisten immer tiefer in den Wald. Am Zielort angekommen geht es dann noch - je nach Ansitzhütte, von denen es mehrere gibt und die immer wieder gewechselt werden, um die Tiere nicht dauerhaft zu stressen - bis zu mehreren Hundert Meter zu Fuß in den Wald (bei uns waren es nur rund 150m, dennoch ein kleines Abenteuer, wenn man weiß, dass man durch Bärenland streift).
In der Ansitzhütte selbst gibt es zwei Stühle, vorne Fensterscheiben und zwei Öffnungen für die Kamera (mit Stoff verkleidet). Die Hütte wird von innen verschlossen (mit der strengen Auflage, die Tür nicht zu öffnen bis man gegen Sonnenuntergang abgeholt wird). Dann wird man alleine gelassen und das richtige Abenteuer beginnt
Damit man eine Chance hat, Bären zu sehen, wird (außer in der Zeit der Winterruhe und wohl mengenmäßig staatlich reguliert) etwas angefüttert mit Mais oder Äpfeln.
In der ersten Stunde passierte... nichts. Ich war insgesamt im Vorfeld skeptisch, hoffte darauf, dass ich in den rund 5 1/2 Stunden zumindest ein Tier blicken lässt und ging bewusst mit nicht zu hoher Erwartung in den Tag, um nachher nicht enttäuscht zu sein - immerhin sind es ja wilde Tiere, da lässt sich nichts planen.
Dann sah ich im linken Augenwinkel etwas großes durch die Büsche kommen, tatsächlich der erste wildlebende Braunbär, den ich je gesehen habe. Beeindruckt bin ich davon, wie leise sich das Tier bewegt hat - gehört hat man nichts. Der Bär war sehr "huschelig". Beim kleinsten Windzug, der die Äste knacken lies, kam der Kopf hoch, die Umgebung wurde gemustert und er versuchte zu wittern. Er blieb einige Minuten, dann hat ihn irgendetwas erschreckt und er war blitzschnell weg. Ich bin immer noch ganz hin und weg von diesem Erlebnis, es ist einfach unbeschreiblich.
Für mich wären damit alle Wünsche erfüllt, aber es kam noch besser. Im Verlauf des Nachmittags tauchten acht mal Bären auf (geschätzt waren es vier oder fünf verschiedene Individuen), die über längere Zeit in unserem Sichtfeld waren. Interessant war zu beobachten, welch unterschiedliche Charaktere sie hatten - manche waren extrem gechillt, andere waren deutlich nervöser (auch wegen der Artgenossen).
Und als "Pausenclown" tauchte zweimal ein Fuchs auf.
Ich zeige Euch ein Bild von meinem ersten Bären. Ich denke, dass es nicht das letzte Bärenbild ist, das ich zeigen werde
Kommentieren werde ich dann die Tage, wenn etwas mehr Zeit ist.
Mit den besten Grüßen
Markus








