deine Idee, Theorie und Praxis zu vereinen find ich super!
Gerade beim Ausrichten an Faltern habe ich auch immer mal wieder meine Probleme, da sie dreidimensional zu betrachten sind.
Da gibt es die Achse vom Hinterleib bis zum Auge und dann noch die Fläche der Flügel, die oft einen ganz anderen Winkel besitzen.
Noch dazu kommt, dass die Flügel eines Falters nicht immer plan sind, dh sie haben Höhen und Tiefen und verlaufen
oft konkav, was gerade oft beim letzten Flügelspitzchen, wie auch bei deinem Bild, deutlich wird.
Je nach dem, ob die Flügel nach innen oder außen gebogen sind, muss man sich hierbei ausrichten.
In der Theorie ist es so, dass die Schärfentiefe zu 1/3 Drittel vor dem Fokus und zu 2/3 hiter dem Fokus liegt.
Das kann man sich zunutze machen, dass man den Fokus entwas nach vorne, also zu einem näher hin verlagert.
Funktioniert aber nur bei viel Zeit, einem ruhenden Motiv, keinem Wind und die Tage an denen man selbst viel viel Geduld hat
Dann ist es immer noch eine Frage der Blende und des Hintergrundes und wie üblich oft ein Kompromiss.
Kommt auch immer aufs Motiv an. Bei pyramidenförmigen Pflanzen wirkt das Pfläzchen optisch schärfer, wenn die obersten Blüten,
Knospen in der SE liegen. Dafür verzichte ich oft auf die perfekte Schärfe auf der Blüte, weil die Gesamtschärfe anders wirkt.
Bei Gegenlicht es ist oft ratsam, Blüten die am Rand, zur Seite liegen, in den Fokus zu nehmen.
Bei großen Blüten und geringer Schärfentiefe mit Streiflicht oder Licht von vorne, die Blüten vorne. Entweder auf die
größte dominante oder auf die meisten Blüten.
Schärfe entsteht durch Details und Kontrasten. Dort wo viele Hell-Dunkel-Kontraste aufeinander treffen, wirkt! es oft
schärfer. Das gilt dann auf das GEsamtbild betrachtet auch für Farbkontraste. Also kühle Farben werden weiter abgekühlt,
warme Farben werden weiter wärmer abgestimmt. So tritt das Motiv oft mehr aus dem Umfeld heraus.
Uuuui ist das Thema spannend!







