Mal kurz die Aussicht genießen

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ErnstP
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Mal kurz die Aussicht genießen

Beitragvon ErnstP » 12. Sep 2026, 14:35

Beim Spaziergang um den Wildsee bei Seefeld in Tirol fand ich ein paar schöne, freistehende Blüten und hatte diese bereits im Sucher positioniert. Gerade wollte ich abdrücken, da setzte sich diese Fliege auf die linke von drei Blüten. Um sie nicht zu erschrecken, hielt ich die Kamera ruhig, änderte bloß den Fokuspunkt auf die Fliege und drückte ab. Anschließend musste ich allerdings recht stark beschneiden, um zu verhindern, dass daraus ein Suchbild wird.
Ich hoffe, die Hübsche gefällt.
Grüße, Ernst
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Kamera: ILCE-7RM5
Objektiv: FE 100mm F2.8 Macro GM OSS @ 100mm
Belichtungszeit: 1/100s
Blende: f/5.6
ISO: 200
Beleuchtung: Tageslicht
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe): ca. 40%
Stativ: nein
Infos zu Multishot-Techniken (z.B. Stack, HDR, Stitch): -
---------
Aufnahmedatum: 20.08.2026
Region/Ort: Tirol / Seefeld
vorgefundener Lebensraum: Seeufer
Artenname: Goldfliege
kNB
sonstiges:
20260820-100618_crop.jpg (405.1 KiB) 271 mal betrachtet
20260820-100618_crop.jpg
Zuletzt geändert von ErnstP am 13. Sep 2026, 11:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Erich
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Mal kurz die Aussicht genießen

Beitragvon Erich » 12. Sep 2026, 17:24

Hallo Ernst,

trotz kräftigem Beschnitt ist das sehr ansehliches Bild geworden, gute Schärfe, evtl. könnte man die Tiefen noch etwas anheben. Faszinierend find ich immer die schönen Augen.
Beste Grüße, Erich

Die Natur ist wie sie ist, Sie ist kein Wunschkonzert.
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Beitragvon Kurt s. » 13. Sep 2026, 09:17

Hallo Ernst,

auch so eine kleine Fliege auf Blüte ist doch ein schönes Motiv
und du hast die Gelegenheit doch auch gut genutzt.

Das ist übrigens eine Goldfliege
und gehört zur Familie der Schmeißfliegen

LG. Kurt
Zuletzt geändert von Kurt s. am 13. Sep 2026, 09:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon ErnstP » 13. Sep 2026, 11:34

Kurt s. hat geschrieben:Quelltext des Beitrags
...
Das ist übrigens eine Goldfliege
und gehört zur Familie der Schmeißfliegen
...

Vielen Dank Kurt für die Identifikation. Ich bin zwar auch auf die Goldfliege gekommen, da ich aber weiß, dass es bei Insekten oft mehrere sehr ähnliche Arten gibt, war ich zu unsicher. Ich habe den Artnamen ergänzt.
Grüße, Ernst
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Beitragvon piper » 13. Sep 2026, 14:31

Hallo Ernst,

das ist doch schön geworden.
Mir gefällt besonders auch die 2. Blüte im HG.
Sie gibt dem Bild eine schöne Tiefe.
Liebe Grüße Ute

Die Freude am Kleinen ist die schwierigste Freude, denn es gehört ein großes Herz dazu.
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Beitragvon Harald Esberger » 13. Sep 2026, 18:24

Hi Ernst

Der Fokus sitzt und die Farben sind sehr gut gelungen, das metallische Grün des Körpers passt bestens.

Gestalterisch würde es mir allerdings etwas besser gefallen wenn die Fliege weiter rechts sitzen würde.


VG Harald
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Konfuzius


ich freue mich wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.

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Beitragvon rincewind » 13. Sep 2026, 19:14

Hallo Ernst,

Trotz des Beschnitts sieht das von der BQ des Motiv her immer noch gut aus.
Im HG erkennt man zwar ein paar Spuren des Beschnitts, diese sind aber unauffällig.
Die Tiefenstaffelung mit der zweiten Blüte ergibt eine schöne 3D Wirkung.

LG Silvio
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Beitragvon jo_ru » 14. Sep 2026, 19:25

Hallo Ernst,

Schmeißfliegen habe ich schon lange nicht ehr fotografiert, aber diese Goldfliegen sind ja gar nicht unattraktiv.

Hier hätte ich die Anordnung gerne weiter rechts im Bild und etwas weniger Rauschen.
Gerade bei grünem HG sollte man möglichst auf das Histogramm achten und "nach rechts" belichten,
was bedeutet, dass man so hell belichtet, dass der rechte Rand erreicht wird, also die Lichter ausgeschöpft werden.
Dann kann man bei der Bearbeitung die Helligkeit wieder reduzieren.
Gruß Joachim

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Beitragvon ErnstP » 14. Sep 2026, 20:53

jo_ru hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Hallo Ernst,

Schmeißfliegen habe ich schon lange nicht ehr fotografiert, aber diese Goldfliegen sind ja gar nicht unattraktiv.

Hier hätte ich die Anordnung gerne weiter rechts im Bild und etwas weniger Rauschen.
Gerade bei grünem HG sollte man möglichst auf das Histogramm achten und "nach rechts" belichten,
was bedeutet, dass man so hell belichtet, dass der rechte Rand erreicht wird, also die Lichter ausgeschöpft werden.
Dann kann man bei der Bearbeitung die Helligkeit wieder reduzieren.


Vielen Dank Joachim für die ausführliche Bewertung.
Bezüglich Anordnung - mir wäre etwas mehr Raum links von der Blüte mit der Fliege auch lieber. Inhaltsbasiert oder per KI nach links vergrößern wäre keine Hexerei. Warum ich's bei der Aufnahme nicht schon gemacht habe? Weil der Ausschnitt bereits gewählt war für die "Komposition ohne Fliege" und ich keine Bewegung mehr gewagt hatte, nachdem die Fliege gelandet war. Was man jetzt nach dem Beschnitt nicht mehr sieht, ist eine dritte Blüte weiter rechts im ursprünglichen Bild - der Grund dafür, dass die Blüte mit der Fliege nun recht knapp am linken Rand positioniert ist.
Was das Rauschen betrifft, muss ich gestehen, dass ich mir die auf 1200 Pixel verkleinerte Version vor dem Hochladen nicht mehr ausreichend genau angesehen hatte. Beim Original sieht es schön weich aus, hier sind eigenartige "rechtwinklige Raster" zu sehen.
Nach einer kurzen Ursachenanalyse scheint mir, dass es zweierlei Ursachen dafür gibt:
Bei den dunkelsten Grünbereichen im Hintergrund kam es bei der Umwandlung vom 16bit-RAW Bild zum 8bit-JPEG Bild zu leicht sichtbaren Stufen. Im Original JPEG-Bild stören die entstandenen Stufen noch nicht wirklich. Diese wurden im Zuge der Reduktion der Auflösung aber noch verstärkt.
Ein wenig Verbesserung erreiche ich durch leichtes Anheben der Tiefen. Vielleicht würde auch ein nachträgliches Weichzeichnen helfen.
Das "Belichten nach rechts" ist mir bekannt und ist auch in diesem Fall geschehen. Ich habe bei meiner Kamera fast immer das "Zebramuster" aktiviert (SONY-Kamera), welches mir überbelichtete Bereiche anzeigt. Da sich diese aber auf JPEG-Niveau beziehen, also dann bereits warnen, wenn im RAW-Format noch mindestens 2 Blenden Reserve vorhanden wären, gehe ich so vor: Als Warn-Level habe ich immer 109 anstatt 100 eingestellt - das ist der maximal konfigurierbare Level. Damit sind JPEG-Bilder bereits überbelichtet, wenn man sich am Zebramuster orientiert. Bei RAW gibt es aber immer noch gut 1 Blende Reserve. Mit dem Rad für die Belichtungskorrektur belichte ich dann je nach Bildinhalt so, dass nur noch kleine Spitzlichter oder unwichtige Bildteile deutliches Zebramuster zeigen.
In den RAW-Daten dieser Aufnahme ist nicht mal ein halbes Promille aller Pixel unterbelichtet und diese befinden sich nicht an den Stellen, wo das Rauschen hier im Bild stört Die hier als verrauscht sichtbaren Bereiche tragen RAW-Werte im Bereich zwischen 90 und 300 ungefähr - also eigentlich nicht mehr in einem Bereich von allzu großer Gefahr für Rauschen. In diesem Fall hätte ein wenig großzügigere Belichtung aufgrund der ohnehin weggeschnittenen Teile rechts aber tatsächlich nicht geschadet.
Allerdings betrug die Belichtungszeit schon 1/100 Sekunde und befindet sich bei Freihandaufnahme und diesem Abbildungsmaßstab schon im etwas riskanten Bereich. Weiter Aufblenden hätte der Schärfentiefe geschadet und eine höhere ISO-Zahl macht es auch nicht wirklich besser.
Pardon - meine Antwort ist ein wenig technisch ausgefallen. Aber der Hinweis auf das Rauschen hat meinen Forscherdrang geweckt ;-)
Grüße, Ernst
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Beitragvon jo_ru » 14. Sep 2026, 21:44

Hallo Ernst,

vielen Dank für die detaillierte Erklärung und die vertiefte Auseinandersetzung mit meinen Anmerkungen.
Gruß Joachim

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