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Die Nadelholz-Säbelschrecke (Barbitistes constrictus)

Die Nadelholz-Säbelschrecke ist neben der Schwesternart, der Laubholz-Säbelschrecke, sicher eine unserer schönsten und farbenprächtigsten Laubheuschrecken.
Sie zählt, wie die leicht sichelartig gebogene Legeröhre der Weibchen zeigt, zu den Sichelschrecken unter den Singschrecken.
Ist die Nadelholz-Säbelschrecke bei der Eiablage auf Nadelholz angewiesen? Diese Frage kann Jürgen in seinem Beitrag beantworten. Zusätzlich könnt ihr im Doku-Portal Bitte Klicken!
das Bild einer männlichen, einer weiblichen Nadelholz-Säbelschrecke und ein Larvenstadium der Nadelholz-Säbelschrecke bewundern.

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Danke an Jürgen Fischer für die Dokumentation und die beeindruckenden Bilder.




Unterscheidung der Geschlechter bei den Libellen

Das ist keine einfache Sache. Deshalb hat uns Christian (der_Kex) eine
wichtige und wertvolle Hilfe erstellt. Er sagt:
Grundsätzlich ist es ohne Vorwissen und ein wenig Übung nicht so ganz einfach, die Geschlechter bei Libellen zu erkennen.
Dabei sollte man sich auf keinen Fall verleiten lassen, die Geschlechtsbestimmung anhand der Körperfarben vorzunehmen. Besser geeignet sind die geschlechtsspezifischen anatomischen Merkmale.

Wenn ihr darüber mehr wissen wollt, müsst ihr seine Dokumentation selber lesen. Wie aufregend und unterschiedlich Merkmale ausfallen können, will ich an einer Bildzusammenstellung, die Christian erstellt hat,
am Beispiel der männlichen Hinterleibsanhänge zeigen. Ich hoffe, das hat Eure Neugier angeregt. Wer mehr wissen will und einen Kommentar oder eine Frage hinterlassen möchte:
Bitte Klicken!

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Danke an Christian (der_kex) für das Bild und die Dokumentation




Metamorphose, Häutung und achtsames Fotografieren

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Danke an Karl (fossilhunter) für sein Bild einer Gelbbauchunken Kaulquappe

Metamorphose und Häutung: Basisinformation
Als Metamorphose bezeichnet man die Abwandlung eines Tieres im Laufe seiner individuellen Entwicklung. Diese Umwandlung kann sowohl die Lebensweise, Funktionen, aber vor allem natürlich die Gestalt und das Aussehen betreffen. Die wohl bekanntesten Beispiele finden wir in der Welt der Amphibien und der Insekten.

Bei den Lurchen (Amphibien): Aus dem Laich schlüpft eine Kaulquappe, eine "Larve", die mit Kiemen an das Leben im Wasser angepasst ist. Nach der Metamorphose zum erwachsenen Lurch werden die Kiemen durch Lungen ersetzt, die Lebensweise verändert sich meist zwangsläufig.

Bei Insektenmetamorphosen sind grob zwei Varianten zu unterscheiden:

- Hemimetabole Metamorphose (Unvollkommene Verwandlung): Frisch aus dem Ei geschlüpfte Jungtiere gleichen im Wesentlichen bis auf die Proportionen ihren Eltern. Von einem Larvenstadium zum nächsten (von Häutung zu Häutung) entwickeln sich die Geschlechtsorgane und bei geflügelten Formen auch die Flügel. (Heuschrecken, Wanzen, Libellen, Schaben u.a.)

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Danke an Silvio (rincewind) für seine Bilder. Sie zeigen eine Hemimetabole Metamorphose - Aeshna cyanea.

- Holometabole Metamorphose (Vollkommene Verwandlung): Hier sehen die Larvenstadien völlig anders aus als die adulten Tiere. Nach einem Eistadium und darauffolgenden Raupen- oder Larvenstadien (die häufig ausgeprägte Fressstadien darstellen), wird ein weiteres Stadium gesetzt in dem dann im Verlauf einer Ruhephase die Umwandlung vorbereitet wird. In diesem Puppenstadium. wird das Lebewesen völlig neu organisiert. Aus der Puppe schlüpft dann das "fertige" Insekt (Käfer, Schmetterlinge, Hautflügler, Zweiflügler)

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Danke an Otto (Otto G.) für dieses Bild. Es zeigt eine Holometabole Metamorphose - Brenthis daphne.

Häutungen sind immer dann nötig, wenn ein Tier mit einem Exoskelett (Außenskelett) wachsen muss. Der starre Panzer kann sich ja nicht ausdehnen. Vor der Häutung wird eine neue Cuticula (Hautschicht) in Falten unter der alten Haut angelegt. Die alte Haut reißt auf und entlässt das Tier, das während der Häutung und kurz danach die neue Haut ausdehnen und ausweiten kann.
Bei Häutungen werden neben dem Wachstum oft viele Teile des Körpers regeneriert und erneuert. Sie stellen aber sehr problematische Abschnitte im Leben des Tieres dar, da es in dieser Phase schutzlos und verletzbar sind.

Ein Bewegen, ein Umsetzen oder auch nur eine Lageänderung kann für das Tier in dieser Situation schon zum Tod führen, da auch innere Organe Schaden nehmen können. Dies sollten wir bedenken, wenn wir z.B. schlüpfende oder frisch geschlüpfte Libellen fotografieren möchten. Hier gilt unbedingt: Abstand halten im Sinne des Insekts!!!

Danke an Jürgen Fischer für diesen Text.
Weitere interessante Beiträge findet ihr in unserer Doku-Galerie
Ich stelle den Beitrag auch ins Doku-Portal, dort kann man dann ggf. einen Beitrag einstellen oder diskutieren. Bitte Klicken!!!




Ragwurze

Am 1. April konnte Flo seine erste Orchidee in 2017 fotografieren, es ist eine Kleine Spinnen-Ragwurz (Ophrys araneola). Flo ist bereits darauf eingegangen, dass die eindeutige Bestimmung von Orchideen in vielen Fällen schon nicht einfach ist, und dass Hybride die Bestimmung zusätzlich erschweren. Hinzu kommt die enorme Variationsbreite der Erscheinungsform (Phänotyp).

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Danke an derflo für die tollen Bilder und die Dokumentation.

Flo hat einen sehr lohnenden Beitrag zur Hybridisierung geschrieben, mit Bildbeispielen.
Nähere Informationen findet Ihr hier - Bitte Klicken!!!

Flo hat aber auch einen Beitrag zur Variationsbreite von Spinnen-Ragwurz geschrieben. Weitere Informationen findet Ihr hier - Bitte Klicken !!!

Untenstehend in kleiner Darstellung eine Zusammenstellung verschiedener Blüten der Großen Spinnen-Ragwurz, die vergrößerte Version findet Ihr im Link zur Variationsbreite von Spinnen-Ragwurz.

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Engagement im Naturschutz lohnt sich:
Naturschutzgebiet "ehemalige Klebsandgrube bei Satzvey"


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Danke an Kurt S. für das Bild und die Dokumentation

Das oben erwähnte Naturschutzgebiet wird seit 1997 vom ehrenamtlichen Naturschutz betreut.
Viele ehrenamtliche Helfer sorgen dafür, dass dieses wertvolle Naturschutzgebiet mit Stillgewässer, Steilwänden, Abbruchkanten, offenen nährstoffarmen Sandflächen, Ruderalfluren, Gründlandflächen, Hecken und Gebüschstreifen nicht verbuscht und seine wertvolle Biotopqualität behält.

Das Gebiet der ehemaligen Klebsandgrube bietet Flora und Fauna einen interessanten Lebensraum, so z. B. gefährdeten Orchideenarten und seltenen Amphibienarten. Kurt S. ist einer der ehrenamtlichen Helfer, die in vielen Arbeitsstunden, unterstützt von der biologischen Station der unteren Landschaftsbehörde des Kreises Euskirchen, seit Jahren dafür sorgt, dass die Flächen gepflegt und offen gehalten werden.

Oben sieht man eine blühende Ordhideenwiese. Ohne ständiges Mähen und Mulchen hätte diese auf Dauer keinen Bestand.

Das Naturschutzgebiet "ehemalige Klebsandgrube bei Satzvey" ist ein gelungenes Beispiel dafür, dass sich Engagement für den Naturschutz lohnt und man den Erfolg seiner Arbeit auch unmittelbar erleben kann.

Im Folgenden verlinken wir auf einen Beitrag und Fotos, die Kurt S. in diesem Naturschutzgebiet machen konnte. Er möchte mit seinen Bildern für Engagement im Naturschutz werben.
Zusätzliche helfende Hände werden immer gesucht.
Interessierte Ehrenamtler können sich bei Franz-Josef Henkenmeier, Tel. 02443 / 7524, melden.

Wenn ihr Euch die Bilder und die Dokumentation von Kurt ansehen und oder kommentieren wollt, Bitte Klicken!




Natur des Jahres 2017
Mit der Natur des Jahres wird in Deutschland jedes Jahr auf bestimmte Lebewesen und Landschaftselemente in unserer Umwelt aufmerksam gemacht. Diese werden von geeigneten Organisationen mit dem Ziel gekürt, die Öffentlichkeit für sonst leicht zu übersehende Arten und Lebensräume zu sensibiliseren und die Neugier und das Interesse für die Natur und deren Schutz anhand dieser zeitweiligen Leitmotive zu wecken.

Wie in jedem Jahr möchten auch wir 2017 der Natur des Jahres wieder unsere besondere Aufmerksamkeit widmen und möglichst viele der Wesen des Jahres portraitieren.

Dafür brauchen wir eure Hilfe!

Als ein Beispiel für die ausgewählten Lebewesen des Jahres 2017 untenstehend das Weiße Waldvögelein.
Bild
Den Textbeitrag von Flo mit Ergänzungen durch andere User findent ihr Bitte Klicken!


Habt ihr bereits schöne Aufnahmen eines Wesens des Jahres und möchtet diese mit uns teilen? Oder wollt ihr den Anlass nutzen, euch gezielt mit einer der gekürten Arten im Jahresverlauf intensiver auseinanderzusetzen? Vielleicht seht ihr jedoch auch keine Möglichkeit eigene Bilder beizusteuern, aber möchtet gerne einen Textbeitrag verfassen? Alle Beiträge sind willkommen!
In jedem Falle wäre ein begleitender Informationstext zur vorgestellten Art wünschenstwert, aber den Umfang eures Beitrags bestimmt ihr dabei selbst! Also keine Scheu vor der Aufgabe!

Eine Auswahl der aktuellen und vergangenen Natur des Jahres findet ihr ganz oben im Doku-Portal an folgender Stelle: HIER. Im begleitenden Diskussionsthread: Bitte Klicken! könnt ihr nachlesen, welche Wesen aktuell noch einen Paten suchen. Registrierte Mitglieder können den aktuellen Thread auch in der Plauderecke finden.

Ihr seid auch herzlich dazu eingeladen, bei uns nicht aufgeführte Natur des Jahres zu bearbeiten, wenn ihr Interesse daran habt. Diese wird dann selbstverständlich in der Liste ergänzt. Wir freuen uns auch sehr über Beiträge zu noch nicht portraiterten Wesen der letzten Jahre, die wir dann gerne ergänzen werden.

Wir wünschen allen Usern viel Freude beim Entdecken der Natur des Jahres - bei und und draußen in der Natur.






Der Speiseplan von Eisvögeln
Frank (Frank66) hat mit viel Mühe und Ausdauer ein Eisvogelpärchen bei der Aufzucht beobachten können. Bezüglich des Speiseplanes hat er folgende Beobachtungen gemacht:

Der Lebensraum war ein Tümpel in einer Mergelkuhle, kein Frischwasserzulauf und meistens sehr abgestanden. Dort gibt es keine Fische im Tümpel, dafür aber eine Menge mehr, was auf ihrem Speiseplan gestanden hat: Kleine Frösche, kleine Molche, Larven von Groß-und Kleinlibellen, Wasserkäfer, Kaulquappen, Wasserläufer und ich glaube eigentlich alles, was sonst noch an "Wirbellosen" dort im Wasser war. Der "Fang" wurde dann mit dem Schnabel gegen den Ansitz geschlagen, um ihn zu betäuben oder zu töten, und dann solange gedreht, bis er in der richtigen Richtung im Schlund verschwand. Nach meinen Beobachtungen war es bei Fischen immer mit dem Kopf zuerst und bei den Libellenlarven ebenso.

Bild
Bild von frank66
Weitere schöne Eisvogel-Bilder von Frank findet ihr Hier! Bitte Klicken!



Die Heuschrecken Deutschlands und Nordtirols

Ich möchte der Öffentlichkeit ein Bestimmungsbuch über Heuschrecken vorstellen. Unser Jürgen Fischer ist der Erstautor und bis auf wenige Ausnahmen stammen fast alle Bilder von ihm.
Bild
ISBN 978-3-494-01670-2
Best.-Nr. 494-01670
http://www.quelle-meyer.de

Ich habe selten so ein gut gemachtes Feldbestimmungsbuch für Laien und Fortgeschrittene gesehen! Es ist mit so viel Liebe fürs Detail gemacht. Auf den ersten knapp 100 Seiten erfährt man alles, was man möglicherweise über Heuschrecken wissen wollen würde: Morphologie inklusive aller Bestimmungsmerkmale fotografisch unmissverständlich belegt, Allgemeine Biologie und Lebenszyklus von Heuschrecken, Lebensräume, Nachweismethoden inklusive Singzeiten der einzelnen Arten, Artenlisten und deren Gefährdungssituation und eine übersichtliche Bestimmungstafel der Heuschreckenfamilien. Im Artenteil beginnt jeder Abschnitt mit einer Übersicht über die Familie und nochmal einer klaren Darstellung der familientypischen Merkmale. Dann folgt auf 1-2 Seiten eine Kurzübersicht über die Merkmale der Arten innerhalb der Gruppe, bevor jede Art nochmal im Detail mit Bildern zu beiden Geschlechtern und Hinweisen auf die relevanten Merkmale, Verbreitungskarten und einem Text zur Biologie vorgestellt wird. Dabei ufert das ganze nie aus, bleibt kompakt und übersichtlich. Eine Doppelseite für eine Art. Dieses Buch arbeitet nicht mit Zeichnungen sondern mit Fotografien. Alle bestimmungsrelevanten Merkmale werden dabei zusätzlich herausgehoben und vergrößert. Anbei eine Beispielseite, die dies verdeutlicht:

Bild

(Sorry für die schlechte Bildqualität, sie ist im Buch bedeutend besser!)

Im Anschluss gibt es noch Sektionen zu extrem selten in Deutschland gefundenen Arten, Larvenbestimmung (wieder mit vielen hervorragenden Fotos), eine sehr hilfreiche tabellarische Darstellung der Hauptlebensräume aller Arten und der Hauptaktivitätszeit im Jahresverlauf. Was mich persönlich besonders begeistert, ist die umfangreiche Literaturangabe, die sowohl spezifisch in jedem Kapitel, als auch am Ende des Buches nochmal gesammelt gelistet wird. So hat man den perfekten Ausgangspunkt, falls man noch tiefer einsteigen will ins Thema. Das ist alles extrem durchdacht bis ins letzte Detail. So gibt's z. B. auf jeder Artenseite nochmal einen Balken zur Größenangabe mit Varianz. Sehr schlicht und unaufwändig, aber sehr hilfreich, sowas nochmal direkt auf der Seite zu haben, und nicht nur, wie bei vielen dieser Bestimmungsbücher, nur ein Millimetermaß am Ende oder Anfang des Buches (gibts hier aber zusätzlich auch noch). Man merkt, dass hier Autoren am Werk waren, die selbst im Feld mit solcher Literatur arbeiten, und die genau wissen, worauf es ankommt.

Eine laminierte Schnellübersicht zum Herausnehmen ist das i-Tüpfelchen. Das ganze Buch ist mit hervorragendem, eindeutigem und sehenswertem Bildmaterial unterlegt.

Also, schlagt zu, wenn ihr nur irgendein weiteres Interesse an Heuschrecken habt. Mit diesem Buch kann man nichts falsch machen.

Ein Dankeschön an Anja (Ajott) für die Rezension!
Wer kommentieren möchte bitte HIER!




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