Junior, deine Ausrufezeichen-Taste prellt.
Eine Ergänzung noch zu Mikes Frage und meiner Antwort darauf: Natürlich läßt sich EBV unter anderem auch sehr gut einsetzen, um weniger gelungene Aufnahmen nachträglich zu "retten". Richtig miese Aufnahmen bekommt man allerdings auch mit viel Aufwand nicht mehr hingebogen, und das wäre auch gar nicht der Sinn der Sache. Doch oft helfen schon kleine Korrekturen ... und das ist ja auch im Analog-Labor nichts anderes, wenn man die Gradation anpaßt oder hier etwas abwedelt und dort etwas nachbelichtet. Aber das ist nur ein Zusatznutzen der EBV. Die entscheidenden Gründe, warum EBV generell unverzichtbar ist, habe ich oben ausführlich erläutert.
-- Olaf
Welche Digitalkamera für Makros?
-
01af
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- Kavo
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Digitalfotografie ohne Bildberarbeitung ? Nicht wirklich dann kann man es auch gleich sein lassen.
Bei Deiner Ausrüstung empfehle ich Dir ganz klar eine D 80, die Nikon mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis.
Wenn Du die ersten Bildergebnisse siehst wirst Du mit Analog eh nicht mehr viel anfangen.
Ich kenne Keinen dem es bisher anders ergangen ist.
LG
Karl
Bei Deiner Ausrüstung empfehle ich Dir ganz klar eine D 80, die Nikon mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis.
Wenn Du die ersten Bildergebnisse siehst wirst Du mit Analog eh nicht mehr viel anfangen.
Ich kenne Keinen dem es bisher anders ergangen ist.
LG
Karl
- Hooker
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- Vorname: Volker
Moin Mike,
wenn Du wirklich in die digitale Fotografie einsteigen willst, mußt Du umdenken. Bei der
Diafotografie ist mit dem Druck auf den Auslöser fast alles erledigt. Außer Bildauswahl
und Rahmen passiert ja nicht mehr viel. Bei der digitalen Fotografie geht es nach dem
Auslösen erst los. Sicherlich kannst Du die ganzen Automatikfunktionen der Kamera nut-
zen und diese die Bilder verschlimmbessern lassen. Wenn Du jedoch diese Aufgaben selbst
in die Hand nimmst, hast Du auch das Ergebnis unter Kontrolle. Es bestehen einfach einige
gravierende Unterschiede zwischen analoger und digitaler Fotografie. Einige wurden hier
schon erwähnt.
Die aktuellen Kamerasensoren haben nicht den Kontrastumfang eines Diafilms. Von Negativ-
filmen ganz zu schweigen. Sicherlich geht auch ein Teil des Negativkontrastumfangs wieder
durch das Ausbelichten verloren. Du hast bei digitalen Bildern wesentlich schneller ausge-
brannte Lichter als bei analogen. Deshalb ist hier teilweise eine gezielte nachträgliche Bear-
beitung notwendig. Das ist auch ein Grund, warum das DRI-Verfahren entwickelt wurde. Bei
der Diafotografie bekommt man durch leichte Unterbelichtung sattere Farben, ohne daß die
Schatten gleich zulaufen. Bei digitalen Fotos sieht das etwas anders aus. Da kannst Du nur
durch nachträgliche Bearbeitung die entsprechenden Details herausholen, die eine Aufnah-
me dann auch wirklich zu einem Bild machen.
PS wenn ich mir Deine Geschichte und Bedenken so durchlese, dürften wir so ziemlich die
selbe Altersgruppe sein. Ich persönlich habe, nach langem Zögern, durch den Umstieg
einen völlig neuen Bezug zur Fotografie bekommen. Ich habe in den langen Jahren, die ich
in unterschiedlicher Intensität fotografiere, noch nie so intensiv fotografiert. Und wenn ich
mir in verschiedenen Foren so einige 'Biografien' durchlese, scheint das bei meiner Genera-
tion nicht ungewöhnlich zu sein.
wenn Du wirklich in die digitale Fotografie einsteigen willst, mußt Du umdenken. Bei der
Diafotografie ist mit dem Druck auf den Auslöser fast alles erledigt. Außer Bildauswahl
und Rahmen passiert ja nicht mehr viel. Bei der digitalen Fotografie geht es nach dem
Auslösen erst los. Sicherlich kannst Du die ganzen Automatikfunktionen der Kamera nut-
zen und diese die Bilder verschlimmbessern lassen. Wenn Du jedoch diese Aufgaben selbst
in die Hand nimmst, hast Du auch das Ergebnis unter Kontrolle. Es bestehen einfach einige
gravierende Unterschiede zwischen analoger und digitaler Fotografie. Einige wurden hier
schon erwähnt.
Die aktuellen Kamerasensoren haben nicht den Kontrastumfang eines Diafilms. Von Negativ-
filmen ganz zu schweigen. Sicherlich geht auch ein Teil des Negativkontrastumfangs wieder
durch das Ausbelichten verloren. Du hast bei digitalen Bildern wesentlich schneller ausge-
brannte Lichter als bei analogen. Deshalb ist hier teilweise eine gezielte nachträgliche Bear-
beitung notwendig. Das ist auch ein Grund, warum das DRI-Verfahren entwickelt wurde. Bei
der Diafotografie bekommt man durch leichte Unterbelichtung sattere Farben, ohne daß die
Schatten gleich zulaufen. Bei digitalen Fotos sieht das etwas anders aus. Da kannst Du nur
durch nachträgliche Bearbeitung die entsprechenden Details herausholen, die eine Aufnah-
me dann auch wirklich zu einem Bild machen.
PS wenn ich mir Deine Geschichte und Bedenken so durchlese, dürften wir so ziemlich die
selbe Altersgruppe sein. Ich persönlich habe, nach langem Zögern, durch den Umstieg
einen völlig neuen Bezug zur Fotografie bekommen. Ich habe in den langen Jahren, die ich
in unterschiedlicher Intensität fotografiere, noch nie so intensiv fotografiert. Und wenn ich
mir in verschiedenen Foren so einige 'Biografien' durchlese, scheint das bei meiner Genera-
tion nicht ungewöhnlich zu sein.
Gruß Volker
-
01af
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- Registriert: 29. Nov 2006, 17:44 alle Bilder
- Vorname: Olaf
Mike hat geschrieben:Offensichtlich scheint es so, daß es bei Digitalfotografie nicht mit dem Wechsel des Aufnahmemediums getan ist. Es ist eine völlig andere Art von Fotografie. Damit ist es aber nicht so mein Ding. Sehr gern hätte ich die offensichtlichen Vorteile wie sofortige Verfügbarkeit und erhöhte Lerngeschwindigkeit genutzt. Aber ich habe weder die Zeit noch das Interesse, mich mit der Thematik in einer Intensität auseinander zu setzen, die offenbar notwendig ist ...
"Eine völlig andere Art von Fotografie" ist übertrieben. Aber etwas anders ist es schon ... und zwar im wesentlichen zum besseren. Daß es "nicht so mein Ding" sei, dachte ich bis vor wenigen Jahren (nach über zwanzig Jahren Analogfotografie) auch. Doch die Erfahrung belehrte mich rasch eines besseren.
Der für mich wesentliche Vorzug der digitalen Arbeitsweise -- neben den offensichtlichen Dingen wie der sofortigen Verfügbarkeit -- ist der, daß man nicht mehr von Labors abhängig ist. Wie oft habe ich mich über schlampige Arbeit geärgert, über Kratzer und Fingerabdrücke auf unersetzlichen Dias und Negativen, über mitten im Bild zerschnittene Filmstreifen oder über die Unmöglichkeit, komplexere Sonderwünsche ohne Drama zu erfüllen!
Die digitale Fotografie erfordert einen erhöhten Zeitaufwand für die Nachbearbeitung ... doch ob man dies als Vorteil oder als Nachteil begreift, hängt ganz vom Standpunkt ab. Schließlich bekommt man auch etwas für diesen Aufwand! Ich kann meine Bilder selber bearbeiten und muß keine kostbaren Originale mehr in die Hände ignoranter, akkordarbeitender Fotolaboranten geben. Bestelle ich Abzüge, so gebe ich lediglich Kopien meiner fertig bearbeiteten Bilddateien an das Labor. Ich beabsichtige, mir in Kürze einen Fotodrucker zu kaufen, dann entfällt auch dies. Wollte ich dasselbe in analog erreichen, so müßte ich ein eigenes Fotolabor für Schwarzweiß und Farbe einrichten und betreiben ... und das erforderte einen noch weit größeren Zeitaufwand.
Wer willens und fähig ist, den zusätzlichen Arbeits- und Zeitaufwand zu spendieren, wird unterm Strich mit besseren Bildergebnissen belohnt. Nicht weil digital per se besser wäre. Sondern weil digital bessere, effizientere und effektivere Arbeitsabläufe erlaubt. Ich behalte meine Analogausrüstung und benutze sie auch weiterhin ... allerdings in weitaus geringerem Maße als früher. Wäre ich aus irgendwelchen Gründen gezwungen, in Zukunft entweder rein analog oder rein digital zu arbeiten, so würde ich mich ohne Zögern für digital entscheiden.
-- Olaf
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01af
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- Vorname: Olaf
Hooker hat geschrieben:Die aktuellen Kamerasensoren haben nicht den Kontrastumfang eines Diafilms. Von Negativfilmen ganz zu schweigen. [...] Du hast bei digitalen Bildern wesentlich schneller ausgebrannte Lichter als bei analogen. Deshalb ist hier teilweise eine gezielte nachträgliche Bearbeitung notwendig. Das ist auch ein Grund, warum das DRI-Verfahren entwickelt wurde.
Das stimmt nicht! Tatsächlich ist der Dynamikbereich einer modernen Digitalkamera mindestens so groß wie der von Diafilm und steht der eines Negativfilms nur wenig nach. Speziell auf großen Dynamikumfang getrimmte Digitalkameras wie die von Fujifilm mit ihren SR-Doppelpixel-CCDs übertreffen sogar den von Negativfilm.
Was tatsächlich verschieden ist, das ist das Verhalten bei der Überschreitung des Dynamikbereiches. Analog flacht die Gradationskurve allmählich ab, bevor sie in die Sättigung gerät; das ergibt trotz Bereichsüberschreitung immer noch einen visuell gefälligen Eindruck. Digital läuft sie streng linear in die Sättigung und bricht dort beinhart ab; das sieht im Bild furchtbar aus. Deshalb scheint der analoge Dynamikbereich größer zu sein. Er ist es aber nicht.
DRI-Verfahren (dynamic-range increase = Dynamikbereicherweiterung) dienen dazu, den Dynamikbereich noch viel weiter zu vergrößern, über ein Maß hinaus, das selbst das von Negativfilm weit übertrifft.
-- Olaf
- Werner Buschmann
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- Vorname: Werner
@ Olaf.
Wenn man sich ein Gesamtthema anschaut, wo du dich beteiligst, erkennt man das hohe Niveau deines Wissens.
Darüber hinaus kann ich meistens deinen Ausführungen folgen.
Das ist als Kompliment für deine guten Erklärungen gedacht.
Auch für die Folge der qualifizierten Beiträge hier im Thread also ein herzliches Dankeschön.
Gleichzeitig sind die Mitglieder der Makrocrew und auch ich immer wieder überrascht über deine
unbeherrschten und cholerischen Reaktionen.
In der unmittelbaren Gesicht-zu-Gesicht-Kommunikation kann so etwas passieren.
Hier, wo du, wenn du dich ärgerst, erst mal eine Pause machen kannst, trägst du die Verantwortung
für deine unbeherrschten Reaktionen anderen Mitgliedern gegenüber.
Du hast die Reaktion von "junior" auf deine unpassende Reaktion bagatellisiert.
Meine ernsthafte Bitte an dich ist, die Kommunikationsform deiner Beiträge an die inhaltliche Qualität anzupassen.
Ich schreibe dies deshalb so deutlich, weil ich auf deine qualifizierten Beiträge hier nur ungern verzichten
möchte.
Werner
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Darüber hinaus kann ich meistens deinen Ausführungen folgen.
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Werner
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Liebe Grüße, passt auf Euch auf und vergesst das Lächeln nicht!
Werner
5
ist mein Maximum bei einer Rückmeldung.
Meine Sternebewertung beziehen meine Bewertung immer auf die Gesamtheit der
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