Ich bin verwirrt - Nahlinsen, Raynox?

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der_kex
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Beitragvon der_kex » 26. Dez 2015, 13:23

Hallo Nicole,
kommt natürlich drauf an, welchen Abbildungsmaßstab du erreichen willst,
außerdem auf die gewünschten Motive (bewegt/unbewegt, ...).

Ich mache extremere Nahaufnahmen mit einem Satz Zwischenringen, welche
schlichtweg die Tube verlängern, aber die Belichtungsmessung und Automatik-
signale zwischen Kamera und Objektiv durch Kontakte weitergeben.
Die Tubenverlängerung bewirkt, dass du eine verringerte Naheinstellgrenze
bekommst und dadurch einen größeren Bildausschnitt beim näheren Herangehen.
In einem gewissen Rahmen dürfte das genau das sein, was du dir wünschst.
Die einfallende Lichtmenge wird halt etwas reduziert dabei, so dass du im
Unterschied zu einer Aufnahme ohne Zwischenringe längere Belichtungszeiten
erhältst. Außerdem reduziert sich die Schärfentiefe ein wenig. Aber mit Stativ
und bei nicht fliehenden Motiven (also z. B. bei durch Nachtkälte inaktiven Insekten
oder bei Pflanzen/Pilzen) funktioniert das einwandfrei.

Hier mal ein paar Bildbeispiele von mir:
http://www.makro-forum.de/download.php?id=153791
http://www.makro-forum.de/download.php?id=145133
http://www.makro-forum.de/download.php?id=145131
http://www.makro-forum.de/fpost1192687.html#1192687
Liebe Grüße,
Christian
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Beitragvon frank.m » 26. Dez 2015, 17:18

Hallo Nicole,

Nahlinsen sind sicher auch möglich. Ich verwende allerdings Zwischenringe.
Diese kannst du auch mit anderen Festbrennweiten sehr gut verwenden.

LG
Frank
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Beitragvon Werner Buschmann » 26. Dez 2015, 17:43

Hallo Nicole,

sowohl Zwischenringe als auch Nahlinsen sind ein Kompromiss.

Zwischenringe kosten Licht und verlängern damit die Belichtungszeit.
Du brauchst also zwingend ein Stativ und Windstille.

Nahlinsen kosten zwar kein Licht, durch das zwischengeschaltete Glas
aber Qualität, die erst durch größeres Abblenden wieder zu erreichen ist.

In beiden Fällen kannst Du nur noch in einem engeren Korridor
Abbildungsmaßstäbe realisieren. Du verlierst massiv an Flexibilität.

Als Besitzer eine 5D III kommt für Dich ja auch noch ein MPE 65
in Frage. Aber auch das ist ein schwieriges Geschäft und Du brauchst optimale
Licht- und Windbedingungen.

Dann gibt es auch noch die Möglichkeit, zwei Objektive miteinander zu kombinieren,
indem man das eine revers (umgedreht) auf das andere montiert.
Da verliert man meines Wissens nach keine Qualität.
________________
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Werner
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Beitragvon Corela » 26. Dez 2015, 17:54

Hallo Nicole,

so eine Foto-Krise erwischt mich auch jedes Jahr wieder.
Aber die Antwort ist nicht immer ein neues Objektiv.
Wenn du mehr machen möchtest, ist die 1.Frage: Was? oder Wen?
Mit deiner Kombi deckst du schon eine ganze Menge ab.
Einen Satz Zwischenringe einzuzpacken ist nie verkehrt,
aber wie fotografierst du? Freihand? Mit ZR ist ein Stativ nicht mehr zu vermeiden.
lG
Conny


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„Die Abende im Garten sind so schön, daß ich mich nicht entschließen konnte, mich an den Schreibtisch zu setzen“ – Max Liebermann, 1911.
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Beitragvon krimberger » 27. Dez 2015, 08:23

Hallo Nicole,
Zwischenringe haben den Vorteil, dass du Sie bei allen Objektiven einsetzen kannst. Aber Achtung je länger die
Brennweite, desto weniger bringen die Zwischenringe. Bei meinem 105mm Sigma ist die Verbesserung durch die Zwischenringe
minimal. Bei meinem 35mm extrem gut und bei meinem 60mm bin ich auch zufrieden. Ich habe allerdings Olympus mit Crop 2.
Ich weiß nicht, wie sich das bei deiner Kombi ohne Cropfaktor auswirkt. Dazu gibt es aber Seiten, wo du das berechnen
kannst.

Grüße
Kurt
didi
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Beitragvon didi » 28. Dez 2015, 11:43

Werner Buschmann hat geschrieben: Dann gibt es auch noch die Möglichkeit, zwei Objektive miteinander zu
kombinieren,
indem man das eine revers (umgedreht) auf das andere montiert.
Da verliert man meines Wissens nach keine Qualität.

Ob man dabei wirklich keine Qualität verliert?
Vermutlich ist ein Qualitätsverlust bei Objektiv-Vorsätzen gar nicht zu vermeiden.

Ein Objektiv besteht aus perfekt aufeinander abgestimmten Linsen. Deshalb kann ein Vorsatz die Abbildungsqualität des
Objektives nur verschlechten.
Ob man diese Verschlechterung bei einer Aufnahme sieht, oder ob sie nur meßtechnisch zu erfassen ist, sei dahin
gestellt.
Es gibt genügend Bilder, die mit solchen Kombinationen gemacht wurden.
Und die beweisen, daß man mit dieser preiswerten Lösung durchaus gute Ergebnisse erzielen kann.

Das vordere, umgekehrte Objektiv wirkt nicht anders wie eine Vorsatzlinse mit entsprechender Brennweite.
Deshalb bleibt das umgedrehte Objektiv immer voll aufgeblendet, abgeblendet wird mit dem Kamera-Objektiv.

Wie gut eine Linsenkombination mit einander harmoniert, kann man leicht ausprobieren.
Selbst ohne den Kupplungsring kann man erste Versuche machen, in dem man die Objektive mittels Pappringen verbindet.
Allerdings muß die Verbindung lichdicht sein, weil die Bilder sonst flau werden und man die erreichbare Bildqualität
nicht beurteilen kann.

Wenn man mit den Ergebnissen zufrieden ist, sollte man sich den recht preiswerten Objektiv-Umkehradapter (Kupplungsring)
in passender Größe kaufen.
Gruß, Uwe

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