IS in Makros sinnlos?

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IS in Makros sinnlos?

Beitragvon Radomir Jakubowski » 26. Sep 2006, 21:41

Hi,
als ich mir heute ein neues makro bestellt habe, ist mir aufgefallen, dass ich immer von einem Canon 2,5/135mm L IS Makro geträumt habe, aber ganz ehrlich, IS im makro bringt doch nix? Man arbeitet doch eh immer mit stativ und SVA und dazu noch Kabelauslöser?
würde man mit dem IS vom 105er Nikon Z.B. auf 1/13 freihand runterkommen?
was meint ihr, ist IS im Makro überhaupt sinnvoll? (unter der Vorraussetzung, dass man eh immer mit stativ arbeitet)
kann der IS so gut sein, dass man das Stativ nicht mehr braucht?
Gruß Radomir
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Beitragvon StefH » 27. Sep 2006, 07:27

Hi Radomir,
ich habe bei der S3 (natürlich nicht mit einer SLR vergleichbar) auch einen IS. Ich deaktiviere ihn auf jeden Fall, wenn ich mit Stativ fotografiere.
Freihand bringt er natürlich schon was. Aber die Bilder werden mit Stativ einfach besser, weil die freihand mit IS doch nicht soooo scharf werden.
Ich habe auch bei anderen Motiven festgestellt, daß sich Autofokus und IS scheinbar gegenseitig stören :( D.h. Bilder die bei guten Lichtverhältnissen ohne IS gemacht wurden, sind schlicht schärfer alsdie mit IS.
Deswegen bin ich dazu übergegangen, genau zu prüfen, wann der IS Sinn macht.
Viele Grüße von Stefanie
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Beitragvon Artpix » 27. Sep 2006, 12:00

Ich schließe mich Marlins Ausführungen an, eine zusätzliche Linsengruppe für den Bildstabilisator verschlechtert die Abbildungsqualitäten gegenüber dem gleichen Objektiv ohne Bildstabilisator.

Soviel ich weiss, wirkt der Bildstabilisator nur in 2 Ebenen (Vertikal und horizontal). Was ist aber mit der Schärfeebene in der Tiefe? Das kann ein Bildstabilisator nicht ausgleichen und da ich immer schwanke (liegt nicht am trinken :wink: ), verändere ich dann die Ebene der Schärfentiefe.

Seht ihr das auch so?

Gruß Jörn
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Beitragvon StefH » 27. Sep 2006, 12:08

Jörn,
das sehe ich genauso! Ohne Stativ finde ich es irre schwer, die kleine Schärfeebene wirklich optimal zu treffen. Selbst mit Stativ gelingt das nicht immer 100%ig und so mache ich eben mehrere Aufnahmen.

Nur mit IS und freihand mache ich höchstens Aufnahmen, wo ich kein Stativ nehmen kann, ich das Tierchen aber bestimmen möchte. Dafür reicht die Aufnahme dann meist aus, wird aber kein schönes Bild.
Viele Grüße von Stefanie
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Beitragvon Roman » 27. Sep 2006, 12:22

Für Freihand Aufnahmen lohnt es sich (wenn man sowieso freihand fotografiert) ,als Stativersatz nicht.Oft hat man ja längere Zeiten als is ausgleichen kann und dann??? Oder sharfstellen bzw ausrichten in der parallelebene ohne Stativ ist doch eine Qual!!!!!!
Für den Einsatz als Porträtobjektiv würde es sich lohnen ,für Makro nur Teilweise ,wenn man durch die Wiese hinter den Schmetterlingen rennt beim viel Licht ohne Stativ und kleineren Abbildungsmaßstäben
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Beitragvon Radomir Jakubowski » 27. Sep 2006, 13:50

marlin hat geschrieben:Etliche Nikon-User sind der Ansicht, daß z.B. das "alte" 105er Makro-Objektiv eine bessere Abbildungsleistung als das neue 105er mit VR bietet. Gleiches wird hinsichtlich des alten AF-S 2,8/80-200 im Vergleich zum aktuellen 2,8/70-200 VR behauptet. Ursache sind wohl die beweglichen Elemente.


klar, mehr linsen, also schlechtere leistung, es gibt nur ganz wenige Linsen, bei denen die IS version so gut ist wie die non IS. bei canon sind es nur 3 das 2,8 400er das 4,0 600er und das 4,0 500er wobei das 4,0 500er eine ganz neue linse ist und nur bedingt mit dem 4,5 500er verglichen werden kann.
Gruß Radomir
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Beitragvon digimakro.de » 10. Okt 2006, 17:49

Mir gehts da wie Thomas...da ich auch fast nur freihand arbeite, ist ein Makro mit IS schon lange mein Traum!!!
Grundvoraussetztung wäre allerdings, das die Abbildungsleistung keinesfalls schlechter ist als bei meinem Canon 100/2,8!!! :roll:
Liebe Grüße

Olaf
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Beitragvon Kavo » 21. Okt 2006, 21:07

Bei der Insektenjagd arbeite ich nahezu ausschliesslich ohne Stativ.
Da ich zwei Canon Objektive 2,8 80-200 und das 100-400er in Gebrauch habe möchte ich auf den IS nicht mehr verzichten. Er bringt locker zwei Blendenstufen was ja schon einiges ist.
Ein Makro mit IS das wärs.
Sinnigerweise baut neben Sona jetzt auch Pentax den Stabi ins Gehäuse.
Für meine Pentax-Makroausrüstung habe ich mir die Pentax K-10 D bestellt.
Bin mal gespannt wie das mit dem 200er Makro funktioniert.
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Beitragvon Artpix » 24. Okt 2006, 09:22

makro-tom hat geschrieben:Die "3te Dimension" übernimmt doch heutzutage jeder Autofokus, zumindest der an meinen Objektiven und Cams. :lol:



Dem kann ich nur bedingt zustimmen.

Wenn der Autofokus die 3. Ebene übernimmt, muss der Autofokus auch auf den Augen liegen.
So wird sicherlich, mit Übung, das Auge scharf. Wenn du dich dann noch seitlich zum Insekt ausrichtest, wird auch das ganze Insekt, von vorne bis hinten, scharf.
Was du aber nicht machen kannst, ist dich dann dabei um einen schönen Bildaufbau kümmern.

Die Bilder zeigen dann immer ein Insekt, meist formatfüllend, aber ohne interessanten Bildaufbau.

Mit einem Stativ hat man mehr Ruhe und Zeit, vor allem man sieht Dinge im HG, die man ohne Stativ meist nicht bemerkt.

Sicher fotografierst du ohne Stativ sehr gut, dass ist aber nicht allgemeingültig, da es die wenigsten beherschen.

Gruß Jörn

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