Leider kein Bernstein, ..

Interessante Beobachtungen aus dem Leben unserer Makromotive oder unserer Naturmotive mit dokumentarischem Charakter
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geggo
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Leider kein Bernstein, ..

Beitragvon geggo » 18. Feb 2019, 18:33

Grüßt Euch,

wie an anderer Stelle vermerkt, war ich Samstag und Sonntag frühs im Bot. Garten in Würzburg.
Die angelegten Teiche schau ich mir immer genau an, egal zu welcher Jahreszeit.

An der Stelle, an der ich die Motive gefunden habe, war Samstag früh nur eine Fliege eingefroren. ( Zu zertatscht zum shooten)
Sonntag früh, fand ich dann diese drei Libellenlarven im Eis.

Zumindest im Bild eins, ist die Libellenlarve wohl aktiv im freien Wasser hochgeklettert, um sich dann einfrieren zu lassen.
Haben sich wohl von den 15° Tagestemperatur täuschen lassen?

Schöne Grüsse ,...
Dateianhänge
Kamera: Canon EOS 70D
Objektiv: 105mm
Belichtungszeit: 1/125s
Blende: f/3.5
ISO: 200
Beleuchtung: neblig, keine Sonne
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): JPG
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe): 15%
Stativ: -
Infos zu Multishot-Techniken (z.B. Stack, HDR, Stitch):
---------
Aufnahmedatum: 17.02.2019
Region/Ort:
vorgefundener Lebensraum:
Artenname:
NB
sonstiges:
eisl.JPG (459.91 KiB) 616 mal betrachtet
eisl.JPG
Kamera: Canon EOS 70D
Objektiv: 105mm
Belichtungszeit: 1/60s
Blende: f/8
ISO: 200
Beleuchtung:
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG):
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe):
Stativ:
Infos zu Multishot-Techniken (z.B. Stack, HDR, Stitch):
---------
Aufnahmedatum: 17.02.2019
Region/Ort:
vorgefundener Lebensraum:
Artenname:
kNB
sonstiges:
eisl 2.JPG (499.72 KiB) 616 mal betrachtet
eisl 2.JPG
Kamera: Canon EOS 70D
Objektiv: 105mm
Belichtungszeit: 1/60s
Blende: f/8
ISO: 200
Beleuchtung:
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG):
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe):
Stativ:
Infos zu Multishot-Techniken (z.B. Stack, HDR, Stitch):
---------
Aufnahmedatum: 17.02.2019
Region/Ort:
vorgefundener Lebensraum:
Artenname:
kNB
sonstiges:
eisl 1.JPG (494.13 KiB) 616 mal betrachtet
eisl 1.JPG
Schöne Grüsse, ........
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HST
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Leider kein Bernstein, ..

Beitragvon HST » 18. Feb 2019, 20:10

Hallo Gerhard,

BEMERKENSWERT / SEHENSWERT, so habe ich Libellenlarven noch nie wahrgenommen!
Danke fürs Zeigen!

Grüße
Siegfried
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Werner Buschmann
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Beitragvon Werner Buschmann » 18. Feb 2019, 21:29

Hallo Gerhard,

das sind interessante Beobachtungen.
Danke, dass Du diese mit uns teilst.

Mit der Libelle kann ich mir auch nicht
erklären.
________________
Liebe Grüße, passt auf Euch auf und vergesst das Lächeln nicht!
Werner
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Beitragvon der_kex » 19. Feb 2019, 14:29

Hallo Gerhard,
das ist hochinteressant und alarmierend zugleich, da diese Libellenlarven das vermutlich
kaum überlebt haben dürften. Die Aufnahmen sind stark und ein sehr gutes Naturdokument!!!

Meine sehr spekulative Theorie geht in folgende Richtung:
Normalerweise kommt die sehr starke UV-Strahlung mit der Frühlingswärme und die Larven
testen beim Auftreten einer solchen aus, ob es bald Zeit zum Schlupfen sein könnte.
Normalerweise tritt nächtlicher Gewässerfrost und diese intensive UV-Strahlung nicht gemeinsam
auf.

Zur Zeit haben wir ein extrem großes Ozonloch über der Erd-Nordhalbkugel. Diese sorgt für
eine so intensive Sonnenbestrahlung wie sonst (wie ich Berichten entnehme) nur im Hochsommer.
Das täuscht die Tierwelt. Bei Eidechsen, die früh aus ihrer Winterruhe zum Sonnen aufstehen, mag
das noch nicht unbedingt schädlich sein. Aber bei Libellenlarven, die sich aus dem Teichschlamm
ausgraben oder vom Teichboden aufsteigen scheint das fatalere Folgen zu haben. Ich kann aber
nicht sagen, inwieweit dieses Verhalten abnorm ist oder ob ein gewisser Anteil von Frühstartern
in jedem Jahr in einem gewissen Prozentsatz vorkommt.
Die dritte Larve irritiert mich dabei aber, und sie widerspricht meiner Theorie: Es ist scheint mir
eine Edellibellenlarve im noch nicht schlupfreifen Stadium zu sein (1-2 Häutungen vor der
Imaginalhäutung = Schlupf). Sie testet gewiss noch nicht die Schlupfbedingungen aus.

Vielleicht hat das Ganze auch andere Gründe, aber so erkläre ich mir's momentan weil es mir ein
wenig plausibel erscheint (wenn auch nicht 100% durchgängig schlüssig).
Falls jemand mehr wissen oder irgendwo lesen sollte ... immer raus damit! Interessant ist das
Phänomen auf alle Fälle!!! Vielen Dank fürs Zeigen deiner Beobachtungen, Gerhard! :)

Es wäre auch interessant, ob die fotografierten Larven das nicht vielleicht sogar überlebt haben ... !

Darf ich die Aufnahme(n) in einem Forum hochladen (ich werde es nicht als meine ausgeben), in welchem
beschlagene Biologen mit Schwerpunkt Libellenforschung sich rumtreiben, um Näheres in Erfahrung
zu bringen?
Zuletzt geändert von der_kex am 19. Feb 2019, 15:15, insgesamt 8-mal geändert.
Liebe Grüße,
Christian
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Beitragvon Corela » 19. Feb 2019, 14:46

Hallo Gerhard,

das sind wirklihc interessante Bilder,
bei uns im Teich habe ich das noch nie gesehen.
Nur ein Jahr sind Frösche und Fische an einer sehr dicken Eisdecke eingefroren.
Konntest du erkennen, ob die Eisdecke geschlossen war?
Der Wunsch nach Sauerstoff könnte sie auch nach oben getrieben haben.
Ansonsten habe ich bei uns nachgeschaut und auch beim ersten Säubern keine Larven gesehen.
Danke fürs Zeigen. Ich bin gespannt, was noch an Theorien kommt.
lG
Conny


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„Die Abende im Garten sind so schön, daß ich mich nicht entschließen konnte, mich an den Schreibtisch zu setzen“ – Max Liebermann, 1911.
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Beitragvon der_kex » 19. Feb 2019, 15:01

Corela hat geschrieben:Quelltext des BeitragsDer Wunsch nach Sauerstoff könnte sie auch nach oben getrieben haben.

An sowas habe ich auch schon gedacht. Vielleicht ist in den unteren Wasserschichten die Sauerstoffkonzentration
zur Zeit zu niedrig ... oben dürfte sie auf alle Fälle höher sein. In diesem Stadium filtern die Libellen diesen ja mit Hilfe
der Kiemenblättchen (Kleinlibellen) bzw. Darmatmung aus dem Wasser. Darmatmung: Bei Großlibellen, welche Rektalkiemen
am Außengewebe des Enddarms besitzen, entnehmen dem durchgepumpten Wasser den Sauerstoff am Hinterleibsende.
Zuletzt geändert von der_kex am 19. Feb 2019, 15:13, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße,
Christian
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Beitragvon Corela » 19. Feb 2019, 15:08

der_kex hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Vielleicht ist in den unteren Wasserschichten die Sauerstoffkonzentration
zur Zeit sehr niedrig ...


Hallo Christian,
die hängt von vielen Faktoren ab. Die wichtigsten Paramater sind mM nach KEINE geschlossen Eisdecke damit das Faulgas entweichen kann, eine Unterwasser-Vegetation, die neuen kleinperligen Sauerstoff in die unteren Bereiche bringt und genügend Tiefe.
Also je nach Landstrich 0,8 bis 1,2 Meter.
Seit ich bei uns z.B. Quellmoos eingesetzt habe, haben wir ganzjährig glasklares sauerstoffreiches Wasser in unserer Pfütze mit 3500 Liter ohne Pumpen und Filter :lol:
lG
Conny


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Beitragvon geggo » 19. Feb 2019, 17:31

der_kex hat geschrieben:
Meine sehr spekulative Theorie geht in folgende Richtung:
Normalerweise kommt die sehr starke UV-Strahlung mit der Frühlingswärme und die Larven
testen beim Auftreten einer solchen aus, ob es bald Zeit zum Schlupfen sein könnte.
Normalerweise tritt nächtlicher Gewässerfrost und diese intensive UV-Strahlung nicht gemeinsam
auf.

Es wäre auch interessant, ob die fotografierten Larven das nicht vielleicht sogar überlebt haben ... !

Darf ich die Aufnahme(n) in einem Forum hochladen (ich werde es nicht als meine ausgeben), in welchem
beschlagene Biologen mit Schwerpunkt Libellenforschung sich rumtreiben, um Näheres in Erfahrung
zu bringen?


Grüß Dich Christian,

danke erstmal für Deine Ausführungen.
Meine Gedanken gingen in eine ähnliche Richtung.
Die hohen Tagestemperaturen und intensive Sonne verleiden halt zu Fehlverhalten.

Auch die Frage obs das jetzt war für die drei Larven, würde mich interessieren.

Selbstverständlich kannst Du die Fotos in einem Forum hochladen.
Die Antworten würden mich aber auch freuen.


Corela hat geschrieben:Konntest du erkennen, ob die Eisdecke geschlossen war?


Grüß Dich Conny,

die Eisdecke war geschlossen, wenn auch hier nicht allzu dick.
( ich konnte sie hier nicht wie an anderer Stelle benutzen, um meinen Ellenbogen als Stütze für Freihandfotos zu Nutzen.

An Sauerstoffmangel glaub ich persöhnlich nicht, da die Teiche ehr flach sind, max.50cm.
Wenn das der Grund sein sollte, würden Larven kaum einen Winter hier überstehen.

Ein Gedanke der mich allerdings umtreibt, ist das steingraue Wasser, welches meiner Meinung nach von Enten kommt.
Die sind hier bei eisfreiem Wasser oft zu sehen, ich denke die wirbeln hier den Grund auf.
Und evtl. spielt ihre Aktivität zusammen mit der Sonne eine Rolle?

Wie auch immer, danke für Euer Interesse.

Schöne Grüsse ,..
Schöne Grüsse, ........
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Beitragvon Il-as » 19. Feb 2019, 17:39

Hallo Gerhard,

was für eine tolle Entdeckung. Die Bilder sind schon sehr ungewöhnlich.
Was diese Tiere aushalten können und müssen, unglaublich. Überleben die das ? Ich glaube, mir wird es kalt. :swoon:

L G. Astrid
Zuletzt geändert von Il-as am 19. Feb 2019, 17:42, insgesamt 2-mal geändert.
Meine Bilder stelle ich für die Artengalerie gerne zur Verfügung.

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.  
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Beitragvon Corela » 19. Feb 2019, 17:51

geggo hat geschrieben:Quelltext des Beitrags An Sauerstoffmangel glaub ich persöhnlich nicht, da die Teiche ehr flach sind, max.50cm.

Hallo Gerhard,

genau das ist das Problem. Neben der Enten.
Das Wasser wird im Winter zu kalt und im Sommer zu warm bei diesen Tiefen bzw nicht vorhandenen Tiefen.
Es kann nicht genügen feinperligen Sauerstoff speichern, der dann durch die Enten sowieso wieder herausgeschlagen würde.
Auch Betonteiche sind ganz ungünstig.
Ob in diesem Gewässer Larven überleben wissen wir nicht. Ich kenne einige Parks,
in denen spätestens beim Frühjahrsputz alle Bewohner einen unschönen Tod sterben.
lG
Conny


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