DIY hat geschrieben:Was aber viel schlimmer ist:
In der Optikindustrie ist es ganz normal zu Filtern (und auch Linsen) den Formfehler anzugeben. Der wird in Wellenlängen (Lambda) angegeben.
Gute Filter haben zum Beispiel oft nur ein viertel Lambda Oberflächenfehler. Für die Astronomie mit deren langen Brennweiten sind auch Lambda/10 bei Filtern nichts außergewöhnliches.
Naja, selbst bei Edmund Optics findet man nur vereinzelt "<1λ typisch". Ist natürlich im Endeffekt eine Preisfrage. Man kriegt das, was man bezahlt und irgendwann wird es unbezahlbar. Was selbst bei "normalen" Fotoobjektiven geht, hat Zeiss vor fast zwanzig Jahren mit dem
Tele-Apotessar 4/600gezeigt. Das war wohl das beste 600er, das es jemals gab, nur zu kaufen war es dann nicht.
Interessanter Artikel. Allerdings verdient wohl nur der erste die Bezeichnung "Filter" (vermutlich ein hauseigener B+W

), die anderen sind dann Fensterglas und Flaschenboden.
Ich habe auch schon einige Bilder von zerbrochenen Schutzfiltern gesehen - die dann eventuell die Frontlinse verkratzen. Filter sind meist 2mm dick, Frontlinsen meist einiges dicker (hatte schon viele in der Hand). Zerbrochene Frontlinsen sieht man selten - bei sehr grober Gewalt.
Gerade optisches Glas kann extrem empfindlich und weich sein, da halten spezielle Filtergläser schon mehr aus. Aber bei Steinschlag oder unter Beschuß empfehlen sich vielleicht ganz andere Methoden.
Das Thema zusätzlicher Reflexe bleibt bei Filtern bestehen - Objektive werden ja auch in Hinsicht von Reflektions-Vermeidung designt - ohne Filter (außer Supertele etc mit eingebauten Filtern).
Die Superteles haben aber nicht nur Filterschubladen, sondern auch Planglasscheiben als Schutz vor der Frontlinse. Eine Planglasscheibe ist idealerweise optisch nicht vorhanden, inwieweit das auch real gilt, hängt natürlich vom Aufwand, also vom Preis ab. Wenn aber ein guter Filter vor einem Supertele nicht stört, tut er das auch vor der 08/15-Linse nicht.
Ich selbst nutze zusätzliche Filter nur wenn ich sie brauche.
Was aber keinesfalls heißt, das ich Filter nicht mag. Ohne den Infrarot-Sperrfilter der
DSLR möchte ich meist nicht fotografieren - den Farben zuliebe.
Und zudem ist ein großer Teil meiner Arbeit bei einem Kamerahersteller die Spezifikation von Filtern

Dabei gehts dann um Sonderanfertigungen namhafter Hersteller in größerer Stückzahl.
Ich nehme auch nur Filter, wenn sie was nützen. Vor meinem Apo-Rodagon, das gut geschützt hinter einem Objektivdeckel mit einer kleinen Öffnung liegt, brauche ich keines. Wenn ich mir aber nach einiger Zeit ein häufig genutztes Filter unter dem Mikroskop ansehe, bin ich froh, daß das nicht die Frontlinse ist. Aus ähnlichen Gründen schmieren ja auch die Autofetischisten die Karosserie mit Schutzwachs ein, anstatt alle zwei Jahre eine neue Lackierung zu bezahlen
