Vorgestern Abend und Gestern Morgen war ich wieder auf meine geliebte Alp im Berner Oberland.
Ich freue mich immer wieder dort hoch zu fahren ... habe auch immer gemischte Gefühle
angesichts der "Bewirtschaftung" durch die Viehzüchter
Und so war ich nicht erstaunt zu sehen wie die Weideflächen ... die über die Jahren, durch intensieve
Nützung, zu sehr arme Futterflächen reduziert wurden, bereits braun waren ... Der Mangel
an Niederschläge hat die Tendenz natürlich noch verstärkt. Alpkäse ... ? Nicht mehr für mich.
Ich kenne dort oben aber ein kleines Schmetterlingsparadis ... in sehr steiles und schwer begehbares
Gelände ... wo es einige Wasseradern gibt, die die Vegetation ein Überleben sichern.
Sehr vorsichtig bin ich dort rauf ... Eine schwierige körperliche Anstrengung, erst recht wenn man
Stativ und Rucksack trägt und die ganze Zeit Pflanzen und Insekten betrachtet ... anstatt
auf zu passen, wo man die Füsse setzt ...
Wie lange schaffe ich das noch ? ...
Als nach Sonnenuntergang der Wind nachgab, fand ich je länger je mehr "brauchbare" Motive,
sprich ... stillsitzende Schmetterlinge.
Und das bei Temperaturen weit über 20 °C auf 1700 M. u. M. !
Scheckenfalter, Perlmutterfalter, einige Bläulinge ... und dann plötzlich dieser hier, den ich schon seit einige Jahren
dort Oben nicht mehr finden konnte. Da kam, tief in mir, eine grosse Freude und Dankbarkeit auf !

Der HG ist nicht sehr bereichend ... Leider. Das Licht war schon sehr schwach ... und der Wind
hat das Fotografieren auch nicht einfach gemacht, trotz Pflanzenklammer. Versetzen wollte ich
den schöner Falter auf kein Fall ... weil er nicht alleine da sass !
Ein Zweiter sass keine 30 cm neben dran.
Als ich wieder aufbrach, dachte ich aus verschiedene Gründe: " Ist es das letzte Mal" ?
Eben nicht ... an nächten Morgen habe ich die Zwei da Oben nochmals besucht ...
Gruss,
Jean









