ENDLICH ist bei uns auch der Frühling ausgebrochen! Auf meiner heutigen Fototour konnte ich diesen Käfer finden. Er schimmerte so stark blau, dass ich die blaue Farbsättigung etwas reduziert habe. Ich hoffe, ich habe ihn richtig bestimmt. Wenn ja dann hier die doch recht interessanten infos zu dem Tier:
Beschreibung:
Es handelt sich um weichhäutige, mittlere bis große Käfer mit einer Länge von 6-40 mm, die auffällig plump und schwerfällig wirken. Sie besitzen eine schwarze bis blauschwarze Färbung. Der Kopf ist herabgebogen und deutlich abgeschnürt, sowohl Kopf als auch das Halsschild sind grob punktiert. Die Flügel sind reduziert. Der Käfer ist nicht flugfähig. Sie kriechen träge am Boden herum, fressen frisches Grün, bevorzugt Kräuter, weniger Gras.
Verbreitung:
Die Käfer kommen in Europa, östlich bis Zentralasien vor. Sie leben an sandigen und offenen Stellen. Die Käfer sind in Mitteleuropa regional noch recht häufig. Insgesamt nimmt der Bestand aber ab, da der Lebensraum der Käfer, vor allem Wiesen, zunehmend verändert wird. Deswegen sind die Schwarzblauen Ölkäfer in Deutschland in der Roten Liste gefährdeter Arten als gefährdet (3) eingestuft. Man findet sie von April bis Juni.
Lebensweise:
Die tagaktiven Tiere halten sich in der Regel am Boden auf. Sie ernähren sich von Pflanzenteilen. Bei Gefahr sondern sie aus ihren Kniegelenken ein schwach giftiges, gelbes Sekret ab, um Feinde abzuschrecken. Nach der Paarung legen die Weibchen mehrere tausend Eier am Boden ab. Die Larven klettern auf Blüten und klammern sich dann an die Beine solitärer Bienen. Die Biene nimmt die Larve unfreiwillig in ihren Bau mit, wo letztere sich über die Larven der Biene und deren Nahrungsreserven hermacht. Nach mehreren Häutungen verpuppt sie sich. Aus der Puppe schlüpft der fertige Käfer. In Bienenstöcken von Honigbienen gehen die Käferlarven zugrunde.
Der Name stammt von trächtigen Weibchen, die einem Wurm ähneln. Dort sind die Eier untergebracht. Die Entwicklung hängt nicht nur von der Verbreitung durch den richtigen Wirt ab, auch im Wildbienennest muss die Larve erst in eine mit einem Ei gefüllte Zelle gelangen und zwar genau auf dem Ei, ansonsten ertrinkt sie in dem Nektarvorrat. Deshalb ist die Auslese auch besonders groß. Sie schützen sich durch eine ölige, giftige Flüssigkeit, die aus den Beingelenken abgesondert wird und Kantharidin enthält. Dadurch werden Fressfeinde getötet. Für den Menschen wird eine tödliche Dosis des reinen Kantharidins von 30 Milligramm angegeben. In Honig zubereitet wurde es als Liebesgetränk verwendet, so z. B. von Casanova.
Freue mich über konstruktive Kritik! (wenn möglich für beide Bilder)
lg,
schwarzblauer ölwurm/maiwurm (meloe proscarabaeus)
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ingemar
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schwarzblauer ölwurm/maiwurm (meloe proscarabaeus)
- Dateianhänge
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- Belichtungszeit:1/100
Blende:7,1
Bildausschnitt ca.:HF auf QF - maiwurmvh.jpg (96.22 KiB) 2568 mal betrachtet
- Belichtungszeit:1/100
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- Kamera:NikonD300
Objektiv:Sigma 150mm
Belichtungszeit:1/25
Blende:8
ISO:320
Beleuchtung:AL/abgeschattet
Bildausschnitt ca.:100&
Stativ:Ja
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Aufnahmedatum:04.04.09
Region/Ort:Wien Donau - Auen
Lebensraum:Wiese/Waldrand
Artenname:meloe proscarabaeus - maiwurm.jpg (186.16 KiB) 2573 mal betrachtet
- Kamera:NikonD300
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Hallo Ingemar,
Das erste schaut ja lustig aus, so von hinten.
Das zweite ist klar mein Favorit, da man da alles vom Ölwurm sieht.
Die Schärfe und der HG sind Klasse.
Vielleicht von unten noch etwas aufhellen, aber das wird schwierig, besonders
wenn er nicht stillhält
Ich meine der HG rauscht noch etwas, aber dafür gibt's ja Neath.
Sehr schöne seltene Aufnahme !
Gruß
Rolf
Das erste schaut ja lustig aus, so von hinten.
Das zweite ist klar mein Favorit, da man da alles vom Ölwurm sieht.
Die Schärfe und der HG sind Klasse.
Vielleicht von unten noch etwas aufhellen, aber das wird schwierig, besonders
wenn er nicht stillhält
Ich meine der HG rauscht noch etwas, aber dafür gibt's ja Neath.
Sehr schöne seltene Aufnahme !
Gruß
Rolf
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Reinhard
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Hallo Ingemar,
beide Bilder sind sehr gut. das erste sticht aber durch die gewählte Perspektive heraus, ich dinde das hast du gut gemeistert. Gefällt mir sehr.
Beide Bilder rauschen aber recht stark, das lässt sich aber noch im nachhinein lösen.
beide Bilder sind sehr gut. das erste sticht aber durch die gewählte Perspektive heraus, ich dinde das hast du gut gemeistert. Gefällt mir sehr.
Beide Bilder rauschen aber recht stark, das lässt sich aber noch im nachhinein lösen.
Grüße, Marcus
Wenn ihr mehr über eure Motive wissen wollt, dann schaut doch mal in die Artengalerie!
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