Was soll beim Stacken bewegt werden (Kamera oder Objekt) ?

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Adalbert
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Was soll beim Stacken bewegt werden (Kamera oder Objekt) ?

Beitragvon Adalbert » 24. Nov 2015, 09:47

Hallo zusammen,

diese Frage habe ich zwar bereits in meiner Vorstellung gestellt aber jetzt möchte ich das Problem etwas genauer
schildern.
http://www.makro-forum.de/ftopic112614-0-asc-0.html

Womit ist denn jetzt besser beim Focus-Stacking die kleinen Schritte zu machen ?
- mit der Kamera ?
- mit dem Objekt ?

Im Freien hat man keine große Wahl aber im Studio schon.
Bis jetzt habe ich folgende Argumente gesammelt:
- Für eine bewegliche Kamera:
o Konstante Lichtverhältnisse, weil das Objekt, die Beleuchtung und der Diffusor stehen bleiben
- Gegen eine bewegliche Kamera:
o Vibrationen, weil sie schwer ist
o Verwacklungen, wegen der Bewegung der schweren Kamera

- Für ein bewegliches Objekt
o Weniger Vibrationen, weil es leichter als die Kamera ist
- Gegen ein bewegliches Objekt:
o Ungünstige Veränderung der Lichtverhältnisse (Wanderung des Schattens)
o Schwer umsetzbare Bewegung der Beleuchtung (zusammen mit dem Objekt)

Wie habt Ihr das gelöst?

Danke im Voraus.

Gruß,
Adi
Günther L.
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Beitragvon Günther L. » 24. Nov 2015, 16:40

Hallo Adi,

ich würde sagen, dass Du selbst herausfinden musst, welche Methode zu stacken für dich die richtige ist.
Ich habe beide Arten probiert und bin beim Bewegen des Objekts geblieben. Beleuchtung etc. sind eigentlich kein Problem
– es sei denn du stackst riesige Objekte. Meisten sind es doch wohl Insekten ö.ä.

Mit welcher Kamera fotografierst du? Nikon, Canon oder … Nikon ist z.B. nicht so geeignet wegen der Erschütterung durch
den Verschluss, Canon hat einen sog. Silent shutter.

Die hauptsächlichen Erschütterungen kommen aus der Umgebung: Strassenbahn, Camions, Lift, Schritte, Bohren… Falls die
Umgebung keine Rolle spielt, wirst du trotzdem unmerkliche Erschütterungen (Bewegen von Kamera/Objekt/Verschluss). Es
ist dann sinnvoll zwischen den Auslösungen eine 1-2 Sek. lange Beruhigungsphase einzuhalten. Das kannst du z.B.
automatisch mit einem StackShot per Software bewerkstelligen.
Ende Monat kommt z.B. ein Update für Olympus Kameras heraus mit einer automatischen Focus-BKT Steuerung heraus. Dabei
wird der Focus verändert. Die bilder müssen dann per SW zusammengerechnet werden. Das Update bringt ausserdem noch
Focus-Stacking mit 8 oder 9 Bildern, die in der Kamera verrechnet und als fertiges Bild gespeichert werden.

Weitere Infos findest du auch im amerikanischen Forum: www.photomacrography.net, in D und Öst. Foren:
WWW.mikroskopie-forum.de, www.mikroskopie-forum.at und natürlich hier im Forum. Du musst halt die Suchfunktion
anwerfen.

Und zuletzt: Du musst üben,üben und üben! Versuch macht kluch..
Noch was: Das Gewicht der Kamera ist weniger an Erschütterungen beteiligt. Prinzipiell ist ein schweres Setup besser als
ein leichtes.

Gruss
Günther L.

Ich habe gerade erst gesehen, dass du schon einen Betrag geschrieben hast.

Ok, du hast eine Canon - das ist schon mal ganz günstig. Dein Setup sieht aber nicht so vertrauenerweckend aus. Das geht
sicher auch, aber du solltest das Ganze auf eine stabile Platte montieren. Du kannst dann besser variieren und hast aber
definierte Vorraussetzungen.
Adalbert
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Beitragvon Adalbert » 24. Nov 2015, 22:37

Hallo Günther,
erst Mal Danke für Deine Einschätzung!
Die beiden Mikro-Foren sind mir bereits bekannt :-)
Meine Makro-Fotoeinrichtung sieht nicht nur bescheiden aus sie ist es auch so :-(
Meine Idee war Holz und Gummi zu verwenden um die Resonanz bzw. einfache Übertragung der Vibrationen zu minimieren (der
Lineartisch und Balgengerät stehen auf Gummi-Füssen).
Mit einer Metall-Konstruktion habe ich auch schon probiert aber die war wahrscheinlich nicht genug massiv, weil der
Verschluss alles in Vibrationen gebracht hat. Bei meinem billigen Holzbrettchen passiert das nicht :-)
Danke und Gruß,
Adi
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Beitragvon makrosucht » 25. Nov 2015, 06:21

Hallo Adi,

Wüsste nicht weshalb Nikon nicht
geeignet sein sollte, ich Stacke mit Nikon.
Wie die Meisten hier im Mircroforum.
Wenn man die Kamera richtig einstellt
kann man jegliche Erschütterung
die durch die Spiegelmechanik und
durch den Vorhang entsteht komplett ausmerzen
egal mit welchem Hersteller man Stackt.

Ich bewege das Model nicht die Kamera,
aber das weist du ja schon.

Die Lichtverhältnisse ändern sich dadurch nicht.
Die Blitze sind deutlich breiter wie das Model
Tief ist, somit ist überall das Licht so
wie ich es einstelle.

Das wichtigste Agument ist, dass durch Bewegung
des leichten Models die Erschütterungen Minimiert werden
Es ist leichter ein kleines leichtes Insekt zu bewegen
als die Schwere Kamera.

Eine Maus und ein Elefant rennen durch den Porzelanladen,
Wer wird größere Erschütterunen verursachen?

Ein LKW und ein Fahrrad fahren durch eine Straße.
Wer hat den größeren Bremsweg, muss dafür mehr
Kraft aufwenden und wer verursacht mehr Erschütterungen?

Die meisten Studiostacker bewegen das Model nicht die Kamera.

Umgekehrt kann man aber auch sehr gute Ergebnisse erzielen.
Cheeeeeers....Alex :-)

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Beitragvon Guppy » 25. Nov 2015, 11:51

Hallo Adi

Der Hauptgrund, weshalb ich das leichte Objekt bewege und nicht die schwere Kamera mit Balgen und Objektiv ist, weil
dann die mechanische Friktion (Reibung) geringer ist. So lassen sich kleinere Stackschritte, mit seltener stehen
bleibendem Schlitten verwirklichen. Somit sind höhere Abbildungsmasstäbe mit entsprechend vielen kleinen Schritten
möglich.
Wichtig ist dabei, dass der Schlitten beim Stacken, von unten nach oben bewegt wird.

Kurt
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Beitragvon Adalbert » 25. Nov 2015, 12:47

Hallo Kurt,

danke für Deine Hinweise!

Dass eine DSLR-Kamera schwerer als ein kleines Insekt ist und dass sie mehr Reibung beim Verschieben verursacht, ist
absolut klar und kann nicht infrage gestellt werden.


„Wichtig ist dabei, dass der Schlitten beim Stacken, von unten nach oben bewegt wird.“

Da bist Du aber bei einer vertikalen Foto-Einrichtung, oder?
Mein Makro-Brettchen wird (momentan) nur horizontal angewendet.
Für eine Vertikale Fotoeinrichtung habe ich mir ein Mikroskop umgebaut.
Und zwar ein Biolam, weil sich bei diesem Mikroskop das Stativ mit der Kamera nicht der Objekt-Tisch bewegt.
Bild


Da ich mich erst seit kurzem mit der Makro-Fotografie beschäftige und noch wenig Erfahrung habe, bin an die Information
der Profis aus verschiedenen Foren und Bücher angewiesen.

Bis jetzt hat aber die Mehrheit behauptet, dass es besser ist beim Stacken die Kamera zu bewegen und bei einer
vertikalen Lösung, dass es das Beste überhaupt ist. Erst neulich bin ich mit gegenteiligen Behauptungen konfrontiert
worden. Deswegen habe ich meine Umfrage gestartet.

Die Argumentation der beiden Seiten ist vernünftig und für mich (einen Anfänger) auch nachvollziehbar.

Mein Makro-Brettchen werde ich noch umbauen, so dass das Objekt auf dem Lineartisch stehen wird (womit ich auch beim
Stacken bewege).

Was mich etwas wundert ist Tatsache, dass für die Sympathisanten des beweglichen Objektes das Hauptargument der Gegner
(konstante Lichtverhältnisse) keine große Rolle spielt.

Danke und Gruß,
Adi
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Beitragvon Adalbert » 26. Nov 2015, 11:50

Hallo zusammen,
wahrscheinlich ist es am besten selbst auszuprobieren, mit welcher Methode man bessere Ergebnisse erzielt.
Deswegen habe ich meine Foto-Einrichtung so umgebaut, dass ich beide Methoden anwenden kann.

BTW, hoffentlich habe ich kein Tabu-Thema angesprochen und niemanden verärgert :?:
Danke und Gruß,
Adi
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Beitragvon makrosucht » 26. Nov 2015, 15:05

Hallo Adi,

verärgert hast Du sicherlich niemanden, warum auch? :)

Ein besser oder schlechter wird es vermutlich nicht geben.
Jeder Stacker wird Dir immer sein Setup empfehlen
weil diese besonders gut bei ihm funktioniert.

Wenn ich jetzt mit Kurt seinem Setup Stacken würde
und er mit meinem so würden wir beide sicherlich
erstmal ziemliche Grütze produzieren.

Ein allgemeines Patentrezept gibt es daher nicht.
Alles funktioniert bei jedem mal mehr oder mal weniger gut.

Die meiste Erfahrung wirst du in der Praxis sammeln.
Wenn man Bilder sieht kann man auch gezielt, Probleme
ansprechen und sich dann entsprechend verbessern.

Daher fang endlich an zu stacken!!... :laugh3:

Der Aufbau des Setups stellt hier eigentlich das
kleinste Problem da. :)
Cheeeeeers....Alex :-)

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Beitragvon Adalbert » 26. Nov 2015, 16:18

Hallo Alex,
einige Testläufe hab ich bereits unternommen aber ich war mit den Ergebnissen nicht zufrieden.
Gestern habe ich eine winzige Spinne gefunden, die ich am Wochenende gerne ablichten würde.
Gibt es was Besonderes, was man bei Spinnen beachten/präparieren sollte ?
Danke und Gruß,
Adi
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Beitragvon ji-em » 26. Nov 2015, 16:21

Sorry, sorry, Alex ... habe dich nicht gemeint sondern ADI ! :oops: :oops: :oops:




Adi, ...

Und wenn du jetzt mal einfach MACHEN wurdest ?

Und die Diskussion danach wieder aufnehmen wurdest.

Ich glaube, das viel einfacher, nicht ?

Lieber Gruss,
Jean
Vergleichen macht vieles klar ... ! :-)
Mein Kommentar wiederspiegelt nur meine momentane, bescheidene, persönliche Meinung.
Bitte, auf kein Fall, persönlich auffassen auch wenn ich mich irreführend mitgeteilt habe.
Ich lese lieber 2-3 aufrichtige, negative Kommentare ... als gar keine ! :-)

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